Härtester Bulli-Rivale

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Das kostet die "neue" Mercedes V-Klasse

Auf dem Autosalon in Genf feierte die überarbeitete V-Klasse ihre Weltpremiere. In Österreich ist das größte Mitglied der Mercedes Pkw-Familie bereits bestellbar. Auch in der Camping-Ausführung Marco Polo. Die Markteinführung erfolgt in wenigen Wochen. Los geht es mit dem V 220 d inklusive neuer 9 Gang-Automatik ab 55.992,30 Euro. Für den Marco Polo Horizon – ebenfalls inklusive Automatik – werden mindestens 63.249,50 Euro fällig, der "normale" Marco Polo startet ab 72.080,30 Euro. Damit rangiert die V-Klasse wieder in etwa auf dem Niveau des Erzrivalen VW "Bulli", bei dem die Camping-Varianten traditionell California heißen. Von dem wurde in Genf ebenfalls die Facelift-Variante "T6.1" vorgestellt.

mercedes-v-klasse-fl-off1.jpg © Daimler AG

Design und Innenraum

Die äußeren Retuschen der "neuen" V-Klasse sind schnell abgehandelt. Vorne gibt es einen neu gezeichneten Stoßfänger mit markantem Kühllufteinlass sowie eine neue Rautenstruktur im Kühlergrill. Der Mercedes-Stern ist zentral im Grill platziert und von zwei Lamellen in Silber umgeben. Die beiden Ausstattungslinien Avantgarde und Exclusive bleiben wie gehabt im Programm. Die sportlich angehauchte AMG Line hebt sich mit dem Facelift optisch stärker ab: Sie erhält einen neuen Diamantgrill mit Chrompins. Neue Lackfarben, vier neue Leichtmetallrad-Designs und eine neue Leuchtengrafik am Heck runden die optische Auffrischung ab. Auch im Innenraum haben die Designer eher behutsam Hand angelegt. Das neue MBUX-Cockpit mit den zwei freistehenden Bildschirmen aus CLA (Shooting Brake)GLE oder B- und A-Klasse sucht man vergeblich. Kein Wunder, schließlich handelt es sich um ein Facelift und nicht um ein neues Modell. Zu den auffälligsten Änderungen zählen neue Lüftungsdüsen in Turbinenoptik sowie ein neues Ziffernblatt im Kombiinstrument. Für die Sitze stehen neue Bezugsstoffe und Lederarten bereit. Das Highlight markiert dabei die neue Polsterung und Ausstattungsfarbe „Leder Nappa Tartufo“.

mercedes-v-klasse-fl-off2.jpg © Daimler AG

Antrieb

Unter der kurzen Haube kommt nun endlich auch in der V-Klasse der aktuellste Vierzylinder-Dieselmotor (interner Code: OM 654) zum Einsatz, der die Abgasnorm Euro 6d-Temp erfüllt. Diesen kennen wir bereits aus dem C-Klasse Facelift und der E-Klasse. Zum Marktstart steht der aufgeladene Selbstzünder in zwei Leistungsstufen bereit: Als V 250 d mit 190 PS und 440 Nm Drehmoment (Normverbrauch: 6,3-5,9 l/100 km) und V 300 d mit 239 PS und 500 Nm (6,3-5,9 l/100 km). Später wird es auch noch schwächere Varianten (ab 136 PS) geben. In der Beschleunigungsphase stehen beim Top-Triebwerk kurzfristig weitere 30 Nm zur Verfügung („Overtorque“). So gerüstet, bechleunigt der V 300 d in 7,9 Sekunden beschleunigt von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 220 km/h. Erstmals ist mit der Modellpflege in der Großraumlimousine auch das 9G-Tronic-Getriebe erhältlich. Die 9-Gang-Wandlerautomatik ersetzt das 7G-Tronic und ist im V 300 d serienmäßig an Bord. Der Fahrer kann über den Dynamic Schalter mithilfe der Fahrprogramme „Comfort“ und „Sport“ das Schaltverhalten beeinflussen. Oder er schaltet im Modus „Manuell“ mit den Lenkradschaltpaddles selbst. Alle Motorisierungen der „neuen“ V-Klasse sind serienmäßig mit Hinterradantrieb erhältlich – wahlweise mit permanentem Allradantrieb (4Matic).

mercedes-v-klasse-fl-off4.jpg © Daimler AG

Neue Komfort- und Sicherheitsausstattungen

Die V-Klasse zeigt sich wie gehabt äußerst variabel und variantenreich. Sie ist wieder in drei Längen und mit zahlreichen Sitzkonfigurationen erhältlich. Völlig neu ist die Möglichkeit, den Fond in eine rollende "Erste-Klasse-Lounge" zu verwandeln. Die erstmals optional bestellbaren Luxussitze für die mittlere Sitzreihe bieten wie in der S-Klasse eine Liegefunktion, Rückenmassage und Klimatisierung. Somit eignet sich das Auto künftig auch als VIP-Shuttle. Bei den Fahrassistenten legt Mercedes ebenfalls noch einmal nach. Bisher gab es serienmäßig etwa einen Seitenwind- und einen Aufmerksamkeits-Assistenten. Dank der Modellpflege erkennt der neue Aktive Brems-Assistent, wenn die Gefahr einer Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug oder einem Fußgänger droht. Wenn der Fahrer nicht auf die Warnsignale reagiert, leitet das System ein autonomes Bremsmanöver ein. Ein weiteres neues Sicherheitsfeature ist der erstmals für die V-Klasse erhältliche, optionale Fernlicht-Assistent Plus. Dieser ermöglicht im Fernlichtmodus dauerhaft eine weite Ausleuchtung der Fahrbahn, ohne den Gegenverkehr dabei zu blenden.

mercedes-v-marco-polo-2019-.jpg © Daimler AG

Marco Polo

Die Marco Polo Familie auf Basis der V-Klasse profitiert ebenfalls von der Modellpflege der Mercedes-Benz G. Die kompakten Reise- und Freizeitmobile inklusive Aufstelldach und Markise Marco Polo und Marco Polo Horizon besitzen ebenfalls das neue Frontdesign, die neuen Lackfarben und Leichtmetallräder, die neuen Lüftungsdüsen und Polsterungen. Dazu kommen der neue Dieselmotor mit bis zu 239 PS sowie der Aktive Brems-Assistent und der Fernlicht-Assistent Plus.

Noch mehr Infos über Mercedes finden Sie in unserem Marken-Channel.

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