Hybrid-Limousine startet

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Lexus ES greift A6, 5er und E-Klasse an

Ein knappes Jahr nach der Weltpremiere der siebten ES-Generation kommt die japanische Oberklasse-Limousine nun nach Österreich. Hierzulande war das Lexus-Modell bisher nicht erhältlich, deshalb gilt der ES als Nachfolger des GS. In anderen Ländern ist der ES aber bereits seit dem Jahr 1989 auf den Straßen unterwegs. Exakt 30 Jahre nach seinem Debüt erfolgt nun also der Marktstart in der Alpenrepublik.

lexus-es-start-960-off4.jpg © Lexus

Schwere Aufgabe

Hauptgegner sind neben dem deutschen Premium-Trio Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse auch der Jaguar XF sowie der Maserati Ghibli. Der GS konnte vor allem gegen die Deutschen nichts ausrichten. Mit dem ES soll sich das ändern. Leicht wird es der Nippon-Newcomer jedoch nicht haben. Zum einen gibt es ihn nur als Limousine (kein Kombi erhältlich), zum anderen startet er nur mit einer Motorisierung. Bei Letzterer handelt es sich Lexus-typisch um einen Hybridantrieb (300h).

Design und Abmessungen

Doch zunächst einmal zum Design. Der ES setzt auf die aktuelle Formensprache von Lexus, die wir u.a. vom Limousinen-Flaggschiff LS, vom Luxus-Coupé LC oder vom SUV RX kennen. Die Front wird vom riesigen Diablo-Grill geprägt. Die schmalen Voll-LED-Scheinwerfer verfügen im unteren Bereich über das markentypische Tagfahlricht, das weit nach außen reicht und das Auto breiter wirken lässt. Die restliche Optik ist eher unspektakulär. Lexus setzt beim ES auf eine klassische Limousinenform, wie sie Kunden dieser Fahrzeugklasse schätzen. Das Heck wirkt sehr eigenständig und äußerst dynamisch. Dafür sorgen die schmalen, zweigeteilten LED-Rückleuchten, die sich nach innen hin verjüngen, sowie die markant in den Heckdeckel integrierte Abrisskante. Dagegen wirkt der deutlich runder gezeichnete GS fast schon etwas pummelig. Es geht aber noch sportlicher: Denn den neu in die ES-Palette aufgenommenen F Sport Varianten verleihen L-förmige Designelemente, die den schwarz gehaltenen Kühlergrill und die Lufteinlässe im unteren Stoßfänger zieren, einen betont dynamischen Auftritt. Zudem gibt es hier einen Heckspoiler, spezielle Embleme und eine tiefer gezogene Heckschürze. Während die normalen Versionen auf 17- oder 18-Zoll-Rädern aus dem Werk rollen, ist der F-Sport mit 19 Zöllern ausgestattet. Auf Basis der GA-K-Plattform, auf der auch der neue Toyota RAV4 basiert, wuchs die siebte Generation gegenüber dem Vorgänger um 65 Millimeter in der Länge und 45 Millimeter in der Breite. Gleichzeitig wurde die nun 4,98 Meter lange Limousine fünf Millimeter niedriger. Der um 50 Millimeter gestreckte Radstand rückt die Räder weiter nach außen, zugleich fallen die Karosserieüberhänge kürzer aus. Die Spurweite legt vorn um zehn und hinten um 37 Millimeter zu. Hieraus resultiert ein ziemlich selbstbewusster Auftritt.

lexus-es-start-960-off5.jpg © Lexus

Innenraum

Auch im Cockpit herrscht die Lexus-typische Nobelatmosphäre mit hochwertigen Materialien und penibler Verarbeitung. Das Cockpit ist auf den Fahrer ausgerichtet und fasst per Head-up-Display die Informationen des zentralen Bildschirms, der stolze 12,3 Zoll misst, und des Multi-Informations-Displays (digitales Kombiinstrument) in einem kompakten Bereich in dessen Sichtfeld zusammen. An die beiden „Hörner“ in der Adeckung des Kombiinstrumentes muss man sich aber auch hier erstmals gewöhnen. Die beiden optisch ungewöhnlich wirkenden Hebel dienen u.a. zur Bedienung der Fahrassistenzsysteme. Leider hält Lexus auch beim ES an der Bedienung über das Computer-ähnliche Touchpad neben dem Wählhebel fest. Dieses ist extrem sensibel und während der Fahrt kaum zu bedienen. Da ist es gut, dass man fast alle Funktionen auch über das Multifunktionslenkrad und die Sprachsteuerung bedienen kann. Am Platzangebot soll es hingegen nichts zu kritisieren geben. Hier versprechen die Japaner selbst im Fond ein hervorragendes Raumgefühl. Dafür sollen u.a. der lange Radstand, die tiefere Sitzposition und der ausgeformte Dachhimmel sorgen. Bei der Konnektivität, Vernetzung und Smartphone-Integration gibt sich der ES ebenfalls keine Blöße. Ein Highlight in der Aufpreisliste stellt das Levinson PurePlay-Audiosystem dar, das hier seine Weltpremiere feiert. Je nach Ausstattungslinie gibt es dabei bis zu 17 Lautsprecher, die gezielt auf Schulterhöhe im Innenraum platziert wurden.

lexus-es-start-960-off3.jpg © Lexus

Antrieb und Fahrwerk

Der ES 300h tritt mit dem neuesten Hybridantrieb des japanischen Autokonzerns an. Wie beim neuen RAV4 Hybrid 2WD beträgt die Gesamtsystemleistung 218 PS (160 kW). Laut Lexus sprintet die fast fünf Meter lange Oberklasse-Limousine in 8,9 Sekunden auf 100 km/h, wird bei 180 km/h elektronische abgeregelt und kommt mit einem kombinierten Kraftstoffverbrauch von 4,7 Liter  auf 100 km aus. Da kann kein (Benzin-)Konkurrent mithalten und selbst ein Dieselmodell tut sich schwer, an diesen Wert heranzukommen. In der Praxis kann die Sache freilich auch anders aussehen. Die Grundlagen des Hybridsystems bilden ein kompakterer und stärkerer Elektromotor (120 PS), ein 2,5-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner mit 178 PS, der im Atkinson-Zyklus arbeitet, und das weiterentwickelte CVT-Getriebe. Die stufenlose Automatik soll beim starken Beschleunigen den Motor nun deutlich weniger forsch aufheulen lassen. Die Nickel-Metallhydrid-Batterie fällt kleiner aus und passt unter die Rücksitze, ohne das Kofferraumvolumen zu beeinträchtigen. Letzteres fällt mit 454 Litern dennoch nicht gerade üppig aus. Kurze Strecken kann der mit einem Gewicht von 1,7 Tonnen relativ leichte Fronttriebler somit wieder rein elektrisch zurücklegen. Das Fahrverhalten soll eine ideale Mischung aus Sportlichkeit und Komfort ermöglichen. Die steife Karosserie und eine besonders aufwendige Schalldämmung sollen dafür sorgen, dass der ES den (deutschen) Konkurrenten in Sachen Fahrkomfort und Handling ebenbürtig ist. Besonders stolz sind die Entwickler auf die komplett neue Mehrlenker-Hinterachse und die in die Lenksäule integrierte elektromechanische Servolenkung. Bei der F Sport Variante kommt das aus dem LC Coupé bekannte adaptive variable Fahrwerk (AVS) zum Einsatz. Ebenfalls exklusiv für die F Sport Modelle stehen die Einstellungen Sport und Sport+ für den Fahrmodus-Wahlschalter zur Verfügung. Im Sport Modus reagieren der Motor und das Getriebe spontaner auf Gaspedalbefehle; bei Sport+ erhält auch die Federung eine straffere Auslegung.

lexus-es-start-960-off2.jpg © Lexus

Assistenzsysteme

In Österreich bietet Lexus die siebte Generation des ES serienmäßig mit der aktuellsten Version des Lexus Safety System+ an. Mit einem ganzen Paket an aktiven Sicherheitstechnologien hilft es dabei, Unfälle zu vermeiden oder ihre Folgen zu mindern. So kann das Pre-Crash Safety System (PCS) neben entgegenkommenden Fahrzeugen nun auch Fußgänger bei Nacht sowie Radfahrer bei Tageslicht schneller erkennen. Eine weitere zusätzliche Sicherheitsfunktion ist der zweiachsige Fernlichtassistent, der zweistufig arbeitet und automatisch auf und ab blendet. Zugleich leuchtet er dank 24 individuell gesteuerter LED einen definierten Bereich vor dem Fahrzeug aus und reduziert so die Blendegefahr für vorausfahrende oder entgegenkommende Fahrzeuge. Die teilautonome Autobahn- oder Stop&Go-Fahrt beherrscht der neue ES natürlich ebenfalls.

lexus-es-start-960-off.jpg © Lexus

Preis

Lexus bietet die Oberklasse-Limousine in vier Ausstattungslinien an. Los geht es mit dem 300h Business ab 52.900 Euro. Aufgrund der umfangreichen Serienausstattung (Leder, LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera, Schiebedach, Safety System+, etc.), dem sparsamen Hybridantrieb  sowie der bekannten Langzeitqualität geht der Tarif völlig in Ordnung. Für den Executive werden mindestens 58.200 Euro füllig, die Version F Sport kostet ab 62.500 Euro und der ES 300h President schlägt mit 67.200 Euro zu Buche. Trotz des ordentlichen Preis/Leistungsverhältnis wird es die Limousine aufgrund der restriktiven Antriebsstrategie auch weiterhin schwer haben. Für Fans und Individualisten ist sie jedoch eine empfehlenswerte Alternative. 

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