Neuer Corsa jetzt auch mit Benziner & Diesel

Sechste Generation startet

Neuer Corsa jetzt auch mit Benziner & Diesel

Kurz nachdem Opel den völlig neuen Corsa-e vorgestellt hat, der in Deutschland bereits bestellbar ist (ab 29.900 Euro), hat die PSA-Tochter nun auch die sechste Generation des Kleinwagens mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren präsentiert. Während die reine Elektrovariante „erst“ Anfang 2020 in den Handel kommt, legen die Benziner- und Dieselmodelle bereits ab Herbst 2019 los.

Opel-Corsa-2019-960-off4.jpg © PSA / Opel GmbH

Design und Abmessungen

Beim Design gibt es keinerlei Überraschungen. Hier gleichen sich der Corsa e und die normalen Varianten wie eineiige Zwillinge. Bei den Verbrennern fehlt lediglich das „e“ in der  Modellbezeichnung, zudem verfügen sie über einen (sichtbaren) Auspuff. Obwohl sich der kleine Opel die Plattform mit dem neuen Peugeot 208  teilt, muss man schon ganz genau hinsehen, um Gemeinsamkeiten zu entdecken. Lediglich der Dachverlauf und die Motorhaube sind fast identisch. Ansonsten tritt der nun 4,06 m lange (+4 cm) und 1,43 m hohe (-5 cm) Corsa sehr eigenständig auf und ist sofort als Opel zu erkennen. Seinen Vorgänger lässt er jedenfalls ziemlich alt aussehen. Trotz der deutlich reduzierten Höhe soll genügend Luft überm Scheitel bleiben. Fahrer und Beifahrer sitzen nämlich um 28 Millimeter tiefer. Vorne fallen der breite und flache Grill, der große untere Lufteinlass, die weit außen angeordneten Nebelleuchten und die zackig gezeichneten Scheinwerfer auf. Letztere sind auf Wunsch erstmals auch mit Opels bewährter IntelliLux LED Matrix-Technologie verfügbar. Auch seitlich ist der neue Corsa ein Hingucker. Dafür sorgt vor allem die stark nach vorne geneigte C-Säule, die bei den Varianten mit Zweifarblackierung besonders ins Auge sticht. Das Heck kombiniert Stilelemente von Grandland X und Astra. Die zweigeteilten Leuchten, der auffällige Dachkantenspoiler und die eingezogene Schulterlinie lassen den Kleinwagen sehr dynamisch auf der Straße stehen.

Opel-Corsa-2019-960-off1.jpg © PSA / Opel GmbH

Cockpit und Vernetzung

Auch innen grenzt sich der Opel geschickt von seinem französischen Schwestermodell ab. Während es im 208 das i-Cockpit mit oben und unten abgeflachten Lenkrad und darüber angeordneten Instrumenten gibt, setzt der Corsa auf ein klassisches Cockpit-Layout. Nur der große Touchscreen in der Mittelkonsole und der unkonventionell geformte Getriebewahlhebel stammen eins zu eins aus dem 208. Insgesamt wirkt das Interieur sehr geradlinig und modern. Hinter dem abgeflachten Multifunktionslenkrad sitzt ein volldigitales Kombiinstrument. Die Anzeigen sind anpassbar und zeigen dem Fahrer alle relevanten Infos an. Auch auf das neue Infotainment-Angebot sind die Entwickler stolz. So bieten sowohl das Multimedia Navi mit 7-Zoll-Farb-Touchscreen wie auch das Top-System Multimedia Navi Pro mit 10-Zoll-Farb-Touchscreen den neuen Telematik-Service „Opel Connect“. Zu dessen Highlights zählen die Live-Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinformationen, die Anzeige der aktuellen Kraftstoffpreise sowie eine direkte Verbindung zu Pannenhilfe und Notruf.

Opel-Corsa-2019-960-off2.jpg © PSA / Opel GmbH

Antrieb

Auch unter der Haube bleibt kein Stein auf dem anderen. Opel schickt die sechste Corsa-Generation mit einer völlig neuen Motorenpalette an den Start. Verglichen mit den aktuellen Aggregaten gilt: Bei gleicher Leistung sinken die Verbräuche. Die neuen Dreizylinder-Benzinmotoren mit 1,2 Liter Hubraum leisten 75, 100 und 130 PS. Beim Einstiegstriebwerk handelt es sich um einen Sauger, der wohl eher nur etwas für die Stadt und kurze Überlandstrecken ist. Die beiden Turbobenziner haben da schon deutlich mehr Schmalz. Das maximale Drehmoment beim 1,2-Liter-Turbo mit 100 PS liegt bei 205 Newtonmeter, beim Spitzenaggregat mit 130 PS beträgt es sogar 230 Newtonmeter. Beim 75 PS-Basisaggregat ist stets ein Fünfgang-Schaltgetriebe an Bord. Den 100 PS Ottomotor bietet Opel mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Achtstufen-Automatik. Die 130 PS starke Topmotorisierung kommt stets in Kombination mit der Achtstufen-Automatik daher. Ergänzt werden die drei Benzinmotoren durch ein Diesel-Aggregat mit 1,5 Liter Hubraum. Der aufgeladene Vierzylinder leistet 102 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 250 Nm. Das System zur Abgasreinigung besteht hier aus dem passiv wirkenden Oxidations-Katalysator, der AdBlue-Einspritzung, dem SCR-Kat und dem Dieselpartikelfilter. Bei den Benzinern ist stets ein Ottopartikelfilter mit an Bord. Alle vier Aggregate erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp.

Opel-Corsa-2019-960-off6.jpg © PSA / Opel GmbH

Gleich groß, aber deutlich leichter

Da es sich bei der neuen PSA-Plattform für Kleinwagen um eine Leichtbaukonstruktion handelt, wird der neue Corsa deutlich leichter als sein Vorgänger. Laut Opel unterbietet das Basismodell sogar die 1.000-Kilo-Marke. Damit zählt der Rüsselsheimer plötzlich zu den leichtesten Fahrzeugen seiner Klasse. Die fünfte Generation war hingegen eher ein Schwergewicht. Der nur mehr als Fünftürer erhältliche Kleinwagen wiegt in der Basisversion ohne Fahrer 980 Kilogramm. Damit ist er verglichen mit seinem Vorgänger um 108 Kilogramm leichter, eine Einsparung von rund zehn Prozent – und das bei vergleichbaren Längenmaßen von 4,06 Meter. Die neuen Vollaluminium-Motoren tragen genauso wie Optimierungen an Vorder- und Hinterachse ebenfalls zum niedrigen Gesamtgewicht bei. Die Dreizylinder-Benziner wiegen rund 15 Kilogramm weniger als die in puncto Leistung vergleichbaren Vierzylinder der Vorgängergeneration.

Opel-Corsa-2019-960-off.jpg © PSA / Opel GmbH

Assistenzsysteme

Dank der modernen Plattform sind natürlich auch zahlreiche moderne Assistenzsysteme verfügbar, die der Sicherheit und dem Komfort dienen. Neben dem bereits erwähnten Matrix-LED-Licht gibt es u.a. einen deutlich verbesserten Verkehrsschildassistent. Dieser erkennt dank einer neuen Kamera mehr Informationen wie zum Beispiel dynamische LED-Anzeigen. Darüber hinaus werden die im Navigationssystem gespeicherten Geschwindigkeitsbegrenzungen im Display angezeigt. Premiere feiern auch eine radargestützte adaptive Geschwindigkeitsregelung sowie der sensorgesteuerte Flankenschutz. Hinzu kommen Systeme wie der Tote-Winkel-Warner sowie unterschiedliche Einparkhilfen vom Parkpilot für Front und Heck bis zur 180-Grad-Rückfahrkamera. Corsa-Premiere feiert auch der Spurhalte-Assistent: Bemerkt das System einen unbeabsichtigten Spurwechsel, weist es den Fahrer mit Blinksymbolen und einer kurzen, spürbaren Gegenlenkbewegung darauf hin.

>>>Nachlesen: Alle Infos vom neuen Opel Corsa e (2019)

Neue Ausstattungslinien

Der neue Opel wird in vier Ausstattungsvarianten angeboten. Bereits die Einstiegsversion „Corsa“ verfügt über eine brauchbare Serienmitgift. Zu den Assistenzsystemen gehören etwa ein Frontkollisionswarner, ein intelligenter Geschwindigkeitsregler, ein Spurhalte-Assistent und die Verkehrsschilderkennung. Optional gibt es Komfort-Extras – beispielsweise das beheizbare Lenkrad und die ebenfalls beheizbaren Ledersitze mit Massagefunktion für den Fahrer. Oberhalb der Basisversion sollen drei Ausstattungslinien mit verschiedenen Schwerpunkten unterschiedliche Kundengruppen ansprechen. Der Edition bündelt beliebte Extras mit, der Elegance ist auf Komfort (LED-Scheinwerfer, Komfortsitze, Chromapplikationen, etc.) getrimmt und der GS Line setzt auf sportliche Features (Sportsitze, Optik-Paket, Sport-Modus, etc.). Die jetzt erstmals vorgestellte Ausstattungsgliederung wird demnächst auch für andere Baureihen von Opel verfügbar sein.

Noch mehr Infos über Opel finden Sie in unserem Marken-Channel.

Verfügbarkeit

Laut Opel kommt der neue Corsa im Herbst dieses Jahres auf den Markt. In Österreich soll der Bestellstart in Kürze erfolgen. In Deutschland geht es am 1. Juli ab 13.990 Euro los. Für den Autobauer ist der Kleinwagen ein extrem wichtiges Modell. Seit seiner Einführung 1982 sind bis heute 13,6 Millionen Corsa in den Werken Saragossa (Spanien) und Eisenach (Thüringen) vom Band gelaufen. Die sechste Generation soll den Erfolgslauf fortsetzen. Konkurrenten wie VW Polo, Ford Fiesta, Seat Ibiza, Hyundai i20, Kia Rio, Skoda Fabia und Co. müssen sich jedenfalls auf einen starken Gegner gefasst machen.

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