So scharf wird der Rapid-Nachfolger

Kompaktkracher von Skoda

So scharf wird der Rapid-Nachfolger

Nachdem Skoda in den letzten Wochen immer wieder neue Informationen vom Vision RS veröffentlicht hat, wurde die seriennahe Studie auf dem Pariser Autosalon 2018 (Publikumstage: 4. bis 14. Oktober) endlich enthüllt. Mit dem Showcar geben die Tschechen mit dem Vision RS einen Ausblick auf den Rapid-Nachfolger und auf kommende RS-Modelle. Dabei zeigt sich, dass die Tschechen ihren Neuangriff im Kompaktsegment sehr ernst meinen. Denn während der Rapid nie zum großen Verkaufsschlager wurde, dürfte das für die Serienversion des Vision RS sehr wohl zutreffen.

skoda-vision-rs-off5.jpg © Skoda

Design und Abmessungen

Von den Abmessungen her passt der 4,35 m lange, 1,81 m breite und 1,43 m hohe Vision RS genau in die Kompaktklasse. Unter der schmucken Hülle kommt die Plattform zum Einsatz, auf der auch VW Golf, Audi A3 und Seat Leon stehen. Vor allem die Front des Vision RS ist ein absoluter Hingucker. Der große Grill ist tief nach unten gezogen und die flachen Scheinwerfer sorgen für einen bösen Blick. Die Seitenansicht wird von einer markanten Lichtkante knapp unterhalb der Seitenfenster, dem massiven Schweller, den ausgestellten Radhäusern und den riesigen Rädern geprägt. Der 2,65 Meter lange Radstand sorgt für kurze Überhänge. Das Heck dominieren ein Diffusor und ein markanter Dachkantenspoiler. Die Heckscheibe mit dem integrierten Skoda-Schriftzug erinnert etwas an den Volvo V30, der mittlerweile nicht mehr gebaut wird. Und auch die scharf geschnittenen Rückleuchten haben wir in dieser Form noch bei keinem Modell der Marke gesehen. Logo, Grillstreben und Schriftzug sind beleuchtet. Das sieht zwar cool aus, wird es aber nicht in die Serie schaffen. Gleiches gilt für die versenkten Türgriffe. Das Showcar setzt auf einen speziellen Effektlack mit Xyrallic-Kristallen, der den weißen Vision RS leicht bläulich schimmern lässt. Zahlreiche schwarze Carbon-Teile an der Karosserie (Kühlergrill, Front- und Heckspoiler, Außenspiegel, Seitenschweller, Luftein- und auslässe sowie Heckdiffusor) setzen nicht nur Kontraste, sondern bringen auch die bei RS-Modellen gewünschte Dynamik zum Ausdruck.

skoda-vision-rs-off1.jpg © Skoda

Cockpit

Das Interieur-Design orientiert sich stark am Innenraum der Studie Vision X, die Anfang 2019 als kleines SUV in Serie geht. Künftig werden die Cockpits aller Skoda-Modelle so ähnlich aussehen. Dominiert wird das Cockpit des Vision RS von einer horizontalen Instrumententafel mit Carbon-Elementen, die die Konturen des Kühlergrills aufnimmt. Auch Dekorleisten, Türverkleidungen, Sitzschalen und die Mittelkonsole mit integrierter Shift-by-Wire-Bedienung für das Doppelkupplungsgetriebe bestehen komplett aus Carbon. Der Hightechanspruch wird mit dem großen Touchscreen des Infotainmentsystems und dem volldigitalen Kombiinstrument erfüllt. Darüber hinaus gibt es – ähnlich wie bei den neuen, großen Audi-Modellen (Q8, A7, A6 und A8) – einen Touchscreen für die Steuerung der Klimaautomatik. Dieser sitzt ganz vorne in der Mittelkonsole und steigt leicht nach oben an. Insgesamt sind im Cockpit also drei große Displays verbaut.

skoda-vision-rs-off2.jpg © Skoda

Besonderheiten

Reine Show sind hingegen viele der verwendeten Materialien. So setzt das Dekor des Vision RS auf handgefertigtes und besonders geschliffenes Kristallglas der tschechischen Glasmanufaktur Lasvit. Die verwendeten Carbon-Fasern bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Polyester und die Sitzbezüge aus veganem Alcantara. Die Instrumententafel ist in einem speziellen RS-Design ausgeführt und wird von Lichteffekten illuminiert. Für den sportlichen Touch sorgen die Schalensitze, die von Rennwagen abgeschauten Türschlaufen sowie die Ablagefächer mit elastischen Gummizügen. Auch für die mit Alcantara bezogenen Sportsitze hat sich Skoda etwas Besonderes einfallen lassen. Bei ihnen kommen im oberen Bereich Carbontextilien aus vollständig recyceltem Polyestergarn zum Einsatz. Zudem darf auch ein bisschen Nostalgie nicht fehlen. So sollen die tschechischen Flaggen an den Seitenwangen an die Gründung der Tschechoslowakei vor 100 Jahren erinnern. Der Pralltopf des Sportlenkrads (inklusive Mittenmarkierung) weist ebenfalls viel Liebe zum Detail auf. Bei ihm setzt Skoda auf die gleiche Narbung aus kleinen Dreiecken, die auch das gesamte restliche Interieur prägt.

skoda-vision-rs-off3.jpg © Skoda

Stark, flott und sauber

Skoda verbaut in der Studie einen Plug-in-Hybrid-Antrieb, der den aus vielen Konzernmodellen bekannten 1,5-Liter-TSI mit 150 PS und einen Elektromotor mit 75 kW (102 PS) kombiniert. Gemeinsam entwickeln sie eine Systemleistung von 245 PS, mit der der Vision RS aus dem Stand in 7,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Insgesamt soll der Kompakt-Sportler nur 33 g/km CO2 ausstoßen. Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 13 kWh kann per Kabel in 2,5 Stunden an einer Ladestation geladen werden. An der Haushaltssteckdose dauert die Vollladung natürlich etwas länger. Weiters gewinnt der Plug-in-Hybrid auch während der Fahrt Energie zurück, die ebenfalls in die Batterie gespeist wird (Rekuperation). Laut den Entwicklern ist eine rein elektrische Reichweite von bis zu 70 Kilometern möglich. Insgesamt deutet alles darauf hin, dass künftig auch Serien-RS-Modelle wie zum Beispiel der Octavia RS 245 auf einen Plug-in-Hybridantrieb setzen werden.

skoda-vision-rs-off4.jpg © Skoda

Weitere Paris-Neuheiten

Neben der Studie Vision RS zeigt Skoda im Rahmen der großen Automesse in der französischen Hauptstadt auch noch den überarbeiteten Octavia g-tec, den Karoq SportLine, den Karoq Scout und den Kodiaq RS.

Noch mehr Infos über Skoda finden Sie in unserem Marken-Channel.

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