Paukenschlag: Sony zeigt eigenes E-Auto

Kooperation mit Magna Steyr

Paukenschlag: Sony zeigt eigenes E-Auto

Elektrische Limousine wurde auf Technik-Messe CES in Las Vegas präsentiert

Dass Sony auf der Technik-Messe CES in Las Vegas (7. bis 10. Jänner 2020)  neue Details zur PlayStation 5  präsentieren wird, sickerte bereits im Vorfeld durch. Doch dass die Japaner auch ein Elektroauto vorstellen, ist eine totale Überraschung. Denn in diesem Feld war Sony bisher gar nicht vertreten. Um dieses Projekt zu realisieren, holte sich der IT-Konzern einen österreichischen Autozulieferer ins Boot - und zwar  Magna Steyr .

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© Sony

Sony Vision-S

Der Prototyp namens Vision-S solle demonstrieren, welche Möglichkeiten in den technischen Entwicklungen aus dem Hause Sony steckten, sagte Konzernchef Kenichiro Yoshida bei der kurzen Präsentation. Dazu zählen spezielle Software, Sensor- und Sicherheitstechnik ebenso wie ein komplettes Entertainmentsystem. "Dieser Prototyp verkörpert unseren Beitrag zur Zukunft der Mobilität", sagte Yoshida. Optisch wirkt die Limousine wie eine Mischung aus Porsche  Taycan  (Front) und Tesla  Model 3  (Heck). 

2 x 272 PS und über 30 Sensoren

Der auf der CES gezeigte Viersitzer-Prototyp hat zwei 200 kW (2 x 272 PS) starke Elektromotoren von denen jeder eine Achse antreibt. Dank elektrischem Allradantrieb der Vision S in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h. Zum Akku machte Sony keine Angaben, deshalb ist auch nichts über die Reichweite und die Ladedauer bekannt. Neben der Leistung legte Sony auch großen Wert auf autonomes Fahren. Laut den Japanern verfügt der Vision-S über 33 Sensoren zur Umfeldbeobachtung. Neben konventionellen Kameras gibt es die aus aktuellen Smartphones bekannten Time-of-Flight-Sensoren. Letztere haben nicht die Umwelt sondern den Fahrer im Blick. Hinzu kommen Ultraschall, Lidar und Radar. Derzeit entspräche die Automatisierung dem Level 2+. Sie solle jedoch auf Level 4 und mehr erweitert werden, wie Sony in einer Aussendung mitteilt.

© Sony

High-Tech-Cockpit

Im vollvernetzten Cockpit gibt es ein Display, das über die gesamte Breite reicht - ähnlich wie beim Byton  M-Byte . Manuelle Knöpfe gibt es fast keine mehr. Die Bilder der Außenspiegelkameras werden - wie beim  Honda e  (Serie) oder Audi  e-tron  (Option) - auf zwei Displays eingeblendet. Hinter dem Lenkrad werden alle fahrrelevanten Informationen angezeigt. Auf dem mittleren Touchscreen können nahezu alle Funktionen gesteuert werden. Vor dem Beifahrer gibt es einen eigenen Bildschirm, über den Multimedia-Inhalte (Musik, Videos, etc.) konsumiert werden können. Natürlich ist der Vision-S stets mit dem Internet verbunden und empfängt Updates "over the air": 

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Bosch, Conti und ZF als weitere Partner

Seinen Angaben zufolge hat Sony den Wagen zusammen mit einer ganzen Reihe von Partnern entwickelt - neben Magna Steyr auch die drei großen deutschen Zulieferer Bosch, Continental und ZF. Was Sony auf lange Sicht mit diesem und möglichen weiteren Fahrzeugen plant, verriet Yoshida nicht. Die eigens neu entwickelte Elektro-Plattform sei aber geeignet, auch andere Fahrzeugtypen wie etwa SUVs anzutreiben.

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