VW verrät Motoren des Golf VIII

Innovative Spar-Technik

VW verrät Motoren des Golf VIII

Nachdem Ende Jänner ein fast ungetarnter Prototyp des Golf VIII erwischt wurde, liefert nun abermals VW selbst neue Information zur achten Generation seines Bestsellers. Die Skizze oben wurde am 14. Mai auf der Jahreshauptversammlung gezeigt. Sie war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht, "rutschte" aber dennoch ins Netz. Der völlig neue Golf wird im Herbst 2019 vorgestellt und kommt Ende des Jahres in den Handel. Da der Autobauer mit dem neuen ID.3 ab Mitte 2020 erstmals ein Kompaktauto auf dem neuen modularen Elektrobaukasten (MEB) anbietet, wird es künftig keinen e-Golf  mehr geben. Dennoch werden dessen Motoren unter Strom gesetzt.

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Mild-Hybrid-Antrieb mit 48-Volt-Netz

Das hat nun VW-Motorenexperte Michael Zillmer im Rahmen des 40. Internationalen Wiener Motorensymposiums (15. bis 17. Mai 2019 in der Hofburg) verraten. Bei der branchenweit hochgeschätzten Veranstaltung verdeutlicht sich in diesem Jahr, dass die Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektroantrieb zunehmend den Massenmarkt erobert. Der niederschwellige Einstieg in die vielfältige Welt der Hybridisierung bei VW erfolgt künftig mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-Antriebskonzept (mHEV), das erstmals bei der Marke mit der achten Generation des Golf Einzug in die Serie halten wird. Der Hersteller kombiniert dabei einen Verbrennungsmotor mit einem 48-Volt-Riemen-Startergenerator (RSG), der seinen Platz an der Stelle der einstigen Lichtmaschine im Nebentrieb hat. Im Vergleich zu Voll- oder Plug-In-Hybriden ist das eine Lösung mit deutlich geringeren Kosten. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf den Verkaufspreis aus. Neben dem regulären 12-Volt-Bordnetz verfügt der mHEV-Antrieb über eine 48-Volt-Batterie. Bindeglied zwischen dem 48-Volt-Netz und der übrigen Fahrzeugelektrik ist ein DC-/DC-Wandler, der die 48 in 12 Volt transformiert. Auf ein solches System vertrauen u.a. auch Hyundai und Kia.

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So funktioniert´s

vw-golf-viii-tsi-mhev-960.jpg © Volkswagen

Die 48-Volt-Zusatzbatterie ist im Heck verbaut (siehe Foto) unterstützt den Verbrennungsmotor in verbrauchsintensiven Betriebsphasen mit elektrischer Energie, die in Verzögerungsphasen, etwa beim Bremsen, zuvor wiedergewonnen und gespeichert wurde (Rekuperation). Weiterhin wird zeitweilig das Rollen mit komplett abgeschaltetem Verbrennungsmotor ermöglicht. Dieses sogenannte Segeln kennen wir bereits aus aktuellen Modellen wie etwa dem Golf VII 1,5 TSI Evo. Je nach Fahrweise kann mit dem mHEV-System im Alltagsbetrieb eine Kraftstoffmenge im Bereich von 0,4 Litern auf 100 Kilometern eingespart werden. Das klingt zunächst zwar nicht gerade bahnbrechend, über die gesamte Lebensdauer häuft sich jedoch eine immense Ersparnis an. Und das bei sehr geringen Mehrkosten bei der Anschaffung. Darüber hinaus bietet dieses Antriebssystem durch elektrisches Boosten beim Anfahren ein Plus an Dynamik sowie eine Komfortverbesserung beim Motorstart. Der RSG beherrscht also zwei Betriebszustände: Rekuperation und Boost.

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Für Drei- und Vierzylinder

Wie Zillmer bei der Vorstellung des Systems in Wien erklärte, bilden die TSI-Motoren der Familie "EA211 evo", sowohl der 1,0-Liter-Dreizylinder als auch die 1,5-Liter-Vierzylinder-Variante, den Auftakt. In Verbindung mit diesen Motoren wird jeder Golf VIII mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG) mit einem mHEV-System ausgestattet. So wolle Volkswagen in der Leistungsklasse zwischen 110 PS und 150 PS ein attraktives Angebot schaffen, das vielen Kunden die Vorteile von Hybridantrieben zugänglich machen soll, sagte der Motorenexperte von VW. Die 48V-Elektrifizierung weiterer Aggregate – etwa des 2,0 TSI oder auch der TDI- Motoren – sei derzeit in Prüfung. Mittelfristig strebe VW die Ausweitung des Systems in weitere Fahrzeugklassen an, etwa ins SUV- und ins MPV-Segment.

Natürlich wird es auch schwächere und stärkere Benzinmotoren ohne 48-Volt-Technik geben. Dem neuen "R"-Modell werden sogar bis zu 400 PS nachgesagt. Wenn es nach VW geht, soll aber die Mehrheit der Käufer zu einem Golf VIII mit mHEV-System greifen. 

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A3, Leon und Octavia

Da in diesem Jahr auch noch die Plattformbrüder Audi A3, Skoda Octavia und Seat Leon neu aufgelegt werden, ist davon auszugehen, dass auch sie über die neue mHEV-Technologie verfügen werden.

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