ADAC schlägt Alarm

Autos vertragen keinen Biosprit

Der ADAC in Deutschland schlägt Alarm: über 3 Mio Pkw vertragen keinenBiosprit. Sie müssten auf Super plus ausweichen. Dieser ist 15 Cent teurer.

Die ab 2009 vorgesehene Beimischung von Biosprit zum Benzin wird nachADAC-Angaben von mindestens 3,1 Mio. Pkw und Motorrädern in Deutschlandnicht vertragen - in Österreich sind nach Schätzungen des ÖAMTC mindestens320.000 Fahrzeuge betroffen. Für die betroffenen Kraftfahrer bedeute dieseine deutliche Verteuerung ihrer Mobilität - denn statt wie bisher Normaloder Super tanken zu können, müssten sie dann auf das bis zu 15 Cent teurereSuper plus ausweichen, kritisierte der Autoclub am Freitag in München undforderte eine Verschiebung der Biosprit-Beimischung auf 2012.Der ADAC berief sich auf eigene Recherchen bei den Fahrzeugherstellern. Dabisher noch für rund vier Mio. Fahrzeuge keine Aussagen vorlägen, sei zubefürchten, dass die Zahl betroffener Fahrzeuge weiter steigen werde. Aberauch alle anderen Autofahrer würden tiefer in die Tasche greifen müssen,denn das künftige Benzin werde wegen der bis zu zehnprozentigen Beimischungvon Bio-Ethanol (E 10) teurer in der Herstellung sein und deshalbvoraussichtlich an den Tankstellen etwas mehr kosten als der heutige Sprit.Wegen der noch ungeklärten Probleme ist eine Einführung des E 10-Kraftstoffsschon 2009 nach Ansicht des ADAC eine Zumutung für die ohnehin von ständigsteigenden Spritpreisen gebeutelten Kraftfahrer. In den anderen EU-Ländernsei die Einführung auch erst ab 2012 vorgesehen. Bis dahin könnten dann allenoch offenen Fragen zur technischen Verträglichkeit sowie zurGesamt-Klimabilanz geklärt werden. Zudem würde ein Aufschub die Zahl der E10-untauglichen Fahrzeuge reduzieren, weil vor allem die älteren Baujahrebetroffen seien, argumentierte der ADAC in seiner Mitteilung.