Audi startet Bezahldienst AudiPay

Nur für eigene Kunden

Audi startet Bezahldienst AudiPay

Kunden können damit Extras auch nach der Auslieferung ordern und bezahlen.

Wie berichtet, bietet Audi seit einiger Zeit – losgegangen ist es mit dem Facelift des A4 - seinen Kunden die Möglichkeit, ausgewählte Funktionen nach Bedarf zu buchen – auch nach dem Kauf des Autos. Nun gibt es für diese sogenannten „Functions on Demand“ auch eine spezielle Zahlungsmöglichkeit.

AudiPay

Konkret starten die Ingolstädter ihren eigenen Bezahldienst namens AudiPay. Laut Audi können die Kunden damit geschützt durch eine sichere Verbindung mit dem konzerneigenen Zahlungsdienstleister VW Payments S.A. mit ihren hinterlegten Kreditkarten digitale Services für ihr Auto kaufen und bezahlen. Für die Zukunft sind weitere Bezahldienste wie Paypal, Klarna oder andere lokale Bezahlfunktionen geplant. Los geht es in zwei Ländern, doch ein weiterer Ausbau ist bereits beschlossene Sache. Neben Deutschland und Norwegen, wo AudiPay ab sofort verfügbar ist, sollen auch Kunden in rund 20 weiteren europäischen Märkten zeitnah digital über AudiPay bezahlen können. Da dürfte dann auch Österreich mit dabei sein. Bis es soweit ist, erfolgt die Bezahlung hierzulande über die App oder das Web-Portal von myAudi.

© Audi

Matrix-Licht, Navi & Co.

Functions on Demand gibt es derzeit bei allen e-tron-Modellen sowie bei A4, A5,  A6A7Q5 , Q7 und  Q8 . Welche Funktionen gebucht werden können, ist vom Fahrzeugmodell und Markt abhängig. Beim e-tron (Sportback) beispielsweise kann der Kunde im Paket Licht die LED-Scheinwerfer zu Matrix LED-Scheinwerfern mit automatischem Fernlicht upgraden. Das Infotainmentpaket umfasst die MMI Navigation plus und das smartphone interface. So kann man beispielsweise das Navigationssystem nur für den Zeitraum buchen, in dem man in den Urlaub fährt. Die Tarife von Functions on Demand orientieren sich laut Audi an der klassischen Preisliste.

Auch nach Weiterverkauf verfügbar

Möchte der Kunde eine Funktion zunächst kennenlernen, so hat er einmalig die Möglichkeit, eine einmonatige Testphase zu buchen. Bereits während dieser Phase kann er die Buchung verlängern. Entscheidet sich der Kunde gegen eine Verlängerung, läuft die Buchung automatisch und ohne aktive Kündigung am Ende der gewählten Laufzeit aus. Die gebuchten Funktionen beziehen sich dabei immer auf das jeweilige Auto. Bei einem Weiterverkauf bleiben sie mit der verbleibenden Restlaufzeit aktiv – und für den nächsten Besitzer nutzbar. Zusätzlich kann dieser noch weitere Funktionen nachträglich hinzubuchen. Das soll die Attraktivität des Fahrzeugs auf dem Gebrauchtwagenmarkt erhöhen.

Hintergrund

Die Autobauer sind derzeit stark damit beschäftigt, neue Einnahmequellen zu erschließen. Rückgängige Verkaufszahlen und geringe Margen lassen die Gewinne schmelzen. Das dürfte sich mit dem Trend hin zur E-Mobilität, bei der derzeit fast noch gar keine Gewinne erzielt werden, weiter verstärken. Zudem sind von den Entwicklungen auch Händler betroffen. Denn bei Elektroautos fallen viele Service-Einnahmen (Ölwechsel, Auspuff, etc.) komplett weg. Digitale Dienste wie die Functions on Demand von Audi eröffnen zusätzliches Marktpotenzial. Auch für die Händler eröffnet sich dadurch ein neues Geschäftsfeld: Vermitteln sie ihren Kunden die Buchung von passenden Funktionen für ihr aktuelles Fahrzeug, bekommen sie dafür von Audi einen Bonus.

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