Mit diesem Alfa Romeo wird Tobias Moretti an den Start gehen. Bild: (c) Ennstal-Classic

Beginn der Oldtimer-Ralley

Ennstal-Classic 2010 mit Vettel, Coulthard, Moss & Co

In diesem Jahr geht die legendäre Ennstal-Classic bereits zum 18. Mal über die Bühne. Neben tollen Autos haben sich auch eine Reihe von Stars angekündigt.

Gröbming im Ennstal ist zwischen 15. und 17. Juli die Radnabe der Automobilwelt. Nirgendwo sonst ist die Dichte an Lenkrad-Legenden und Promis aus Sport und Wirtschaft höher und das Schaulaufen mit Oldtimern derart sportlich inszeniert. Das Starterfeld mit Autos der Baujahre 1924 bis 1972 ist heuer so hochkarätig wie noch nie, allein der Marktwert der 16 Ferrari liegt bei 20 Millionen Euro!

Alle drei Tage im Überblick
Die Eckdaten der 18. Auflage können sich wirklich sehen lassen. Insgesamt werden 210 Starter aus 12 verschiedenen Nationen an dem Event teilnehmen. Auf die Besucher warten an den drei Veranstaltungstagen Oldtimer von 50 unterschiedlichen Automarken. Am Donnerstag (15. Juli) geht der 337 km lange "Orange-Prolog" über die Bühne. Im "Orange-Marathon" (Gröbming-Schladming) nimmt das Teilnehmerfeld am Freitag eine 509 km lange Strecke unter die Räder, über die Etappenorte Admont, Steyr, Spital/Pyhrn, Bad Aussee und Bad Ischl wird das Ziel in Schladming angefahren. Am Samstag, den 17.Juli werden 20.000 Zuschauer beim Finale in Gröbming erwartet – der Eintritt ist frei.


Sir Stirling Moss mit seiner Gattin Susie

Chopard-Grand Prix mit Staraufgebot
Bevor sich das Ennstal-Starterfeld in Gröbming zur Schlussprüfung an den Start
stellt, steigt der "Chopard-Grand Prix" von Gröbming. Unter anderem mit folgenden Stars:

SEBASTIAN VETTEL auf einem Formel 1 Porsche aus dem Jahre 1962; DAVID COULTHARD auf einem 800 PS Red Bull Toyoto-Camry wie er in deramerikanischen NASCAR eingesetzt wird; Sir STIRLING MOSS auf einem Maserati 450S – dem schnellsten Rennsportwagendes Jahres 1957; MARCO WERNER, dreifacher Le Mans Sieger, demonstriert den sagenhaften AutoUnion Doppelkompressor-Grand Prixwagen wie er 1939 den letzten Vorkriegs-GrandPrix in Belgrad gewonnen hat; DEREK BELL, fünffacher Le Mans Sieger, fährt einen Porsche 936; NINO VACCARELLA, dreifacher Targa Florio Sieger, demonstriert den Alfa tipo 33Prototyp aus dem Jahre 1968; MARIA TERESA DE FILIPPIS: die erste Frau in der Formel 1 - sitzt in einemMaserati 250/V12 Grand Prixwagen, der selbst Fangio zu giftig war; JOCHEN MASS chauffiert einen Mercedes-Benz 300 SL Prototyp, wie er 1952 LeMans und die Carrera Panamericana Mexico gewann; DIETER QUESTER feiert ein Wiedersehen mit seinem BMW Formel 2-Rennwagen; Dr. GÜNTHER ALT, der Wiener Radiologe, der im Vorjahr das FIA-Championat fürHistorische Formel 1 Rennwagen gewann, führt uns seinen March Formel 1 aus demJahre 1970 vor; ANDI AIGNER, 2008 PWC Rallye-Weltmeister, zündet eine Lancia 037 Rallye-Bombe; JOACHIM WINKELHOCK wird mit einem Opel-Rennwagen 1903 dieSchlussprüfung der Ennstal-Classic eröffnen; CHRISTIAN GEISTDÖRFER, der 2fache Rallye-Weltmeister mit Walter Röhrl führt ineinem Audi Quattro S1 die Quattro-Jubiläums-Parade an.


Der legendäre Chopard GP

Die automobilen Highlights
Der schnellste: Der Red Bull Toyota Camry aus der NASCAR Serie läuft über 350 km/h Spitze.

Das schwächste Gefährt: Der Morgan Threewheeler von Gernot Schwab hat 20 PS.

Das stärkste Auto: Der Porsche 917/10 TC aus dem Jahre 1972 besitzt einen Zwölfzylinder-Turbomotor der je nach Ladedruck bis zu 1000 PS bei 8000 U/min leistet.

Der erfolgreichste Sport-Prototyp: Der 580 PS starke 6 Liter BMW V12
der 1999 bei sieben Starts fünf große Langstreckenrennen gewann, darunter Sebringund Le Mans.

Das älteste Vehikel: Der Opel-Rennwagen von 1903.

Der sagenhafte Renner: Der Auto Union D-Typ Grand Prixwagen aus dem
Jahre 1939.

Das "Meilenstein-Auto": Der Mercedes-Benz 300SL Prototyp wie er 1952 Le
Mans und die Carrera Panamericana Mexico gewonnen hat und so zum Vorfahrender 300SL-Generation wurde, die heute im Mercedes-Benz SLS AMG gipfelt.

Der teuerste Oldtimer des Feldes: ein Ferrari 250GT SWB «California
Spider» (V12, 3 Liter, 280 PS) aus dem Jahre 1961 von dem in den Jahren 1960 bis 1963 insgesamt 51 Exemplare gebaut wurden. Laut Marktwert-Übersicht im Ferrari-Magazin «Cavallino» liegt der Preis zwischen 4.2 und 6 Millionen Dollar.

Der Hubraumriese: ein 8 Liter Plymouth Roadrunner GTX Baujahr
1972.

Der Hubraumzwerg: ein Steyr-Puch 650TR mit nur 650 ccm aus
dem Jahre 1967.

Die Traum-Ikone: der Alfa Romeo 8C von dem zwei Exemplare die Rallye
mitfahren: einer ist Baujahr 1931, der andere stammt aus dem Jahre 1934. Ein 8C Monza ist kaum unter 1.6 Millionen Euro am Markt.

Das stärkste Team: BMW setzt die gesamte Flotte der Mille Miglia 1940 ein, die
mit einem Gesamtsieg des Münchner Werks endete.

Das populärste Auto: ein VW-Käfer Baujahr 1971.

Das Unikat: der Straubel-BMW Rennwagen aus der Nachkriegs-DDR.

Der jüngste Formel 1-Bolide: ein March aus dem Jahre 1970.

Der Sportwagen, welcher nur einen Grand Prix gewann: Porsches 804 siegte
1962 im Formel 1 Grand Prix von Frankreich in Rouen.

Das Maharadscha-Auto: ein Rolls Royce 17EX Torpedo, der im Dezember
1928 an den Maharadscha des indischen Fürstentums Jammu und Kaschmirau geliefert wurde.

Das Gefährt an dem Maserati pleite ging: der 450S war 1957 der stärkste
Rennsportwagen. Maserati wollte gegen Ferrari die Sportwagen-WM gewinnen, was mit einem sportlichen und finanziellen Desaster endete. 


Bilder: (c) Ennstal-Classic