Bertone baut einen Aston Martin Kombi

Traum auf Rädern

Bertone baut einen Aston Martin Kombi

Einzelstück auf Rapide-Basis wurde auf Kundenwunsch gefertigt.

Wie berichtet, stellt Aston Martin auf dem Genfer Autosalon 2013 (7. bis 17. März) gleich zwei Neuheiten vor. Zum einen den Vantage SP10 , zum anderen den neuen Rapide S (558 PS). Doch nicht nur die Briten selbst stellen in Genf neue Versionen vor. Auch die italienische Design-Schmiede "Bertone" zeigt in der Schweiz einen ganz besonderen Aston Martin. Eine echte Überraschung ist das jedoch nicht. Schließlich arbeiten die beiden Firmen bereits seit über 60 Jahren zusammen.

© Bertone
Bertone baut einen Aston Martin Kombi
× Bertone baut einen Aston Martin Kombi

Eine automobile Kehrseite zum Dahinschmelzen.

Design
Der "Jet 2+2" genannte Shooting Brake nutzt die Basis des (noch) aktuellen Rapide mit 477 PS und wurde als Einzelstück für einen reichen Kunden angefertigt. Beim Design zeigt sich, dass die Leute von Bertone ihr Handwerk bestens verstehen. Das verlängerte Dach mit dem ziemlich steilen Abschluss wirkt wie aus einem Guss. Während der Vorderwagen bis zur B-Säule nahezu unverändert blieb, erweist sich das Heck als wahrer Augenschmaus. Egal ob das durchgehende Leuchtband, die bogenförmig gestalteten Rückleuchten oder die bündig in die Schürze integrierten Endrohre - hier stimmt einfach jedes Detail. Ein wenig erinnert das Hinterteil des Jet 2+2 an die Porsche Studie " Panamera Sports Turismo "(Diashow unten), wirkt insgesamt jedoch eleganter. Wie viel Ladeliter sich im Kofferraum auftun, wurde nicht verraten. Das dürfte bei diesem Auto aber auch eine eher nebensächliche Rolle spielen.

© Bertone
Bertone baut einen Aston Martin Kombi
× Bertone baut einen Aston Martin Kombi

Vier Einzelsitze sowie Holz und Leder soweit das Auge reicht.

Innenraum
Bei der Gestaltung des Innenraums war der Käufer ebenfalls stark integriert. Die Mischung aus hellem Leder und dunklem Holz passt hervorragend. Wie bei der Limousine gibt es auch im "Kombi" vier Einzelsitze, auf denen es selbst im Fond Erwachsene bequem aushalten.

Vorbilder
Der Jet 2+2 hat zwei berühmte Vorfahren. Im Jahr 1961 baute Bertone erstmals einen Aston Martin zu einem Shooting Brake um. Das Ergebnis war der legendäre "Jet". 2004 entstand dann noch der "Jet 2" auf Basis des damals aktuellen Vanquish.

Wie viel Geld der Sammler von Luxus-Autos für seinen Spezial-Rapide auf den Tisch legen musste, wurde indes nicht verraten.

Fotos vom Rapide S

Diashow: Fotos vom Aston Martin Rapide S

Optisch hat sich zwar nicht allzu viel verändert.Erkennungsmerkmale sind eine modifizierte Front mit vergrößertem Kühlergrill ohne Mittelsteg und eine breitere Spoilerlippe.

Die Spiegelgehäuse-Abdeckungen bestehen aus Carbon.

Am Heck erkennt man den "Neuen" an einem höheren Heckbürzel, das für mehr Abtrieb bei hohem Tempo sorgen soll.

Im Innenraum geht es sportlich luxuriös zu.Materialien und eine perfekte Verarbeitung zählen zum guten Ton.

Auf den vier Einzelsitzen reist man äußerst bequem. Im Fond ist die Kopffreiheit jedoch etwas eingeschränkt.

Fotos vom Panamera Sports Turismo

Diashow: Fotos vom Panamera Sports Turismo

Optisch grenzt sich die Studie nur durch ziemlich spektakulär gestaltete Scheinwerfer, markanten Fugen in der Motorhaube und größere Lufteinlässe von der Limousine ab. Hinzu kommen C-förmige LED-Blinker und Tagfahrlichter.

Doch spätestens ab der B-Säule beginnt das Neuland. Hier verlängert sich das Dach zu einer eleganten und dynamischen Shooting Brake-Ansicht - ähnlich wie bei der "Kombi-Version" des Mercedes CLS.

Die extrem flache Heckscheibe, der Dachkentenspoiler und die breite D-Säule untermauern den sportlichen Auftritt. Die Heckleuchten, die dreidimensional ausgeführt sind und von einem schwarzen Band verbunden werden, runden den neuen Gesamtauftritt ab.

Angaben zu Variabilität oder Ladevolumen gibt es nicht. Aber auch der praktische Panamera (4950/1990/1401 mm) wird als reiner Viersitzer in den Handel kommen.

Unter der Haube geht es modern weiter. Hier verrichtet ein leistungsstarker Hybrid-Antrieb seinen Dienst.

Das übersichtliche Cockpit zeigt, wohin die Reise hier in Zukunft geht. Die aktuelle Schalterflut wird durch den Einsatz von Touch-Displays und einem zentralen Bekien-Knopf massiv entschärft.

Fotos vom neuen Vanqish:

Diashow: Fotos vom Aston Martin Vanquish 2013

Mit dem euen Vanquish zeigen die Aston Martin-Designer einmal mehr, dass sie ihr Handwerk nicht verlernt haben.

Die Seitenansicht wirkt schon fast grazil. Hier setzen vor allem die Schweller und die Luftauslässe hinter den vorderen Kotflügel Akzente.

Das Heck ist dann wiederum eine Skulptur fü sich: Angefangen beim Spoiler, der perfekt in die Form integriert wurde, über die markant gestalteten...

...Rückleuchten in Bogenform und LED-Technik bis hin zum riesigen Diffusor mit den zwei integrierten Endrohren.

Die aggressiven Lufteinlässe und die markant geformte Spoilerlippe passen hervorragend zum bekannten Aston Martin-Grill. In die zerklüftete Haube sind zwei Luftauslässe integriert, die dem mächtigen 12-Zylinder das Atmen erleichtern.

Laut Aston Martin gibt es im Innenraum nun etwas mehr Platz für die Passagiere. Der Vanquish kann als reiner 2-Sitzer oder als 2+2-Sitzer bestellt werden.

Die Rundinstrumente mit dem gegenläufigen Drehzahlmesser kennen wir bereits von den aktuellen Modellen. Dafür ist die neue Mittelkonsole ein absoluter Hingucker. Anstatt eines Automatik-Wählhebels gibt es nun nur noch einzelne Knöpfe.

Materialien und Verarbeitungsqualität dürften angesichts der Handarbeit über jeden Zweifel erhaben sein.

Für den passenden Vortrieb sorgt ein standesgemäßer Motor. Konkret wird der Vanquish von einem 573 PS...

...starken Sechsliter-V12 mit einem Drehmoment von 620 Newtonmetern befeuert.