BMW bringt mehr E-Autos, Mini wird reine E-Marke

Verpflichtung zu 1,5-Grad-Klimaziel

BMW bringt mehr E-Autos, Mini wird reine E-Marke

Autobauer verpflichtet sich zu 1,5-Grad-Klimaziel - bis 2030 soll mindestens jedes zweite Modell der Marke mit Batterie fahren.

BMW  setzt sich verschärfte Klimaziele und will den CO2-Ausstoß seiner Autos bis 2030 stärker reduzieren als bisher geplant. Das Unternehmen sei als erster deutscher Automobilhersteller einer entsprechenden Initiative beigetreten, teilte der Münchmer Autobauer kurz vor dem Start der IAA Mobility (9. bis 15. September) mit. Die Autos sollten bis 2040 zwei Fünftel weniger CO2 ausstoßen als 2019, bisher hatte BMW eine Reduzierung um 33 Prozent angestrebt.

Konzern soll klimaneutral werden 

Spätestens 2050 solle der Autobauer über die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral werden. "Der Umgang mit CO2-Emissionen ist zu einem zentralen Bewertungsfaktor für unternehmerisches Handeln geworden", sagte BMW-Chef Oliver Zipse.

Mehr Elektroautos

In der Nutzungsphase verspricht sich BMW vor allem Erfolge durch die stärkere Verbreitung von Elektroautos. Hier stehen gerade die Modelle  iX3-Facelifti4  und  iX  im Mittelpunkt. Mitte des Jahrzehnts will der Hersteller mit der "Neuen Klasse" dem Geschäft mit Elektroautos zusätzlichen Schub verleihen. Bis 2030 soll mindestens jeder zweite verkaufte BMW nur noch mit Batterie fahren,  Mini  soll zur reinen Elektromarke werden. Die britische Tochter hat mit dem  Cooper SE  derzeit einen Stromer im Angebot.

Technologieoffenheit

Allerdings haben die Münchner, anders als viele andere Autobauer, bisher kein Enddatum für die Verbrennertechnologie genannt . Daneben gehören sie zu den wenigen Autoherstellern weltweit, die neben batterie-elektrischen Fahrzeugen auch noch an der Brennstoffzell-Technologie festhalten, bei der Strom aus Wasserstoff gewonnen wird. Auf der IAA Mobility feiert der  Wasserstoff-X5  seine Publikumspremiere.

Recycling als Schlüsseltechnologie

Darüber hinaus rückt BMW das Thema Recycling stärker in den Blick. Zipse verweist zur Begründung auch auf die steigenden Kosten beim Einkauf: "Die aktuelle Entwicklung von Rohstoffpreisen zeigt, mit welchen Auswirkungen eine Industrie rechnen muss, die von begrenzten Ressourcen abhängig ist." Derzeit würden Autos aus rund 30 Prozent wiederverwerteter Materialien gebaut - dieser Anteil solle auf 50 Prozent steigen.