BMW verpasst X3 und X4 ein Facelift

2021er-Modelle mit neuer Optik & Technik

BMW verpasst X3 und X4 ein Facelift

Münchner frischen ihr erfolgreiches SUV und dessen Coupé-Ableger optisch und technisch auf. 

Der  X3 und der X4  sind für  BMW  eine extrem wichtige Baureihe. Das mittelgroße SUV und sein Coupé-Ableger verkaufen sich in Europa, China und Nordamerika bestens. Nun bekommt die aktuelle Generation ihr planmäßiges Facelift. Im Rahmen der Modellpflege haben die Münchner die Optik aufgefrischt und die Technik teils deutlich erneuert. Darüber hinaus gibt es eine bessere Serienausstattung sowie eine neue Angebotsstruktur.

© BMW Group
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Design

Optisch ist der neue Jahrgang vor allem an der Front sofort erkennbar. So ist die BMW-Niere nun größer und verfügt über einen einteiligen Rahmen. Ein schwarzer Steg sorgt für eine optische Trennung der Niere. Außerdem wurden die Scheinwerfer, die nun rund 10 mm flacher sind, und die Frontschürze neu gezeichnet. Die Frontscheinwerfer verfügen serienmäßig über Voll-LED-Technologie. Neben den optionalen Matrix-LED-Scheinwerfern ist als Sonderausstattung jetzt auch das Laserlicht erhältlich. Am Heck stechen die neue Leuchtengrafik der LED-Rückleuchten sowie der modifizierte Stoßfänger ins Auge. SUV-Elemente wie Unterfahrschutz und spezifische Seitenschweller im Stil der bisherigen X-Line sind nun serienmäßig an Bord. Wer einen (noch) sportlicheren Auftritt wünscht, kann zum M Sportpaket greifen, welches bei den M40i- und M40d-Modellen zur Serienausstattung zählt. Der X4 weist einige zusätzlich Besonderheiten auf. So ist seine Niere in Kombination mit dem M Sportpaket im „Mesh-Design“ ausgeführt. Die Heckpartie mit den flachen Voll-LED-Heckleuchten, die in ihrer dreidimensionalen Gestaltung aus der Karosserie herausragen, wurde bei der Überarbeitung des X4 noch stärker herausgearbeitet. Zudem wirkt seine neue Heckschürze mit einem erhöhten Lackanteil und den jetzt senkrecht und tiefer im Stoßfänger platzierten Reflektoren cleaner. Die breiten Endrohrblenden unterstreichen den dynamischen Auftritt. Insgesamt bietet BMW nach der Überarbeitung des X3 in der regulären Palette elf Farben an. Exklusiv für den X4 ist zusätzlich die neue Metallic-Lackierung Piemontrot erhältlich.

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Innenraum

Im Innenraum geht es nun ebenfalls moderner zu. So übernehmen der überarbeitete X3 und X4 die Mittelkonsole der  aktuellen 4er-Reihe . Der freistehende Touchscreen bietet jetzt serienmäßig eine Bildschirmdiagonale von 10,25 Zoll. Als Option ist eine 12,3 Zoll große Variante des Touchdisplays erhältlich. Ebenfalls zur verbesserten Serienausstattung zählen jetzt Sportsitze mit speziellen Bezügen und perforierten Sitzhauptflächen sowie die Klimaautomatik mit 3-Zonen-Regelung. Auf der neu gestalteten Mittelkonsole finden sich neben dem Cupholder und einer modellabhängigen Plakette die neue Bedieninsel mit dem Fahrstufenwählhebel, Tasten für das Start/Stopp-System, die elektrische Parkbremse, die Bergabfahrhilfe und verschiedene Fahrerlebnis-Funktionen sowie der iDrive-Controller. Zur Bedienung der vielen Funktionen stehen ferner das Multifunktionslenkrad, eine Gestensteuerung sowie der Sprachassistent (Hey BMW) zur Verfügung. Mit Lezterem lassen sich mit gesprochenen Anweisungen jetzt unter anderem die Klimaanlage regulieren, die Fenster öffnen und schließen oder die Fahrerlebnisschalter-Modi wechseln.

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Vernetzung

Auch das BMW Live Cockpit Plus sowie eine ausgebaute Vernetzung zählen nun zur Serienausstattung. Für die voll digitale Instrumentenanzeige wird aber weiterhin Aufpreis fällig. Serienmäßig gibt es analoge Rundinstrumente mit einem 5,1 Zoll-Farbdisplay dazwischen. Neben dem digitalen Kombiinstrument zählt auch das Head-up-Display zu den empfehlenswerten Extras. Eine der wichtigsten Neuerungen im Bereich der digitalen Services ist der hauseigene Kartendienst BMW Maps, den wir bereits aus anderen Modellen der Marke kennen. Das cloudbasierte System ermöglicht eine schnellere Routenberechnung, eine höhere Genauigkeit und eine vereinfachte Zieleingabe. Die neue Generation des Navigationssystems bietet zudem eine dynamische Routenberechnung auf der Basis von Echtzeit-Verkehrsdaten sowie eine Anzeige freier Parkplätze. Apple CarPlay und Android Auto können kabellos eingebunden werden. Ein echtes Highlight von Android Auto ist die Integration der Google Maps Navigationshinweise im Head-up Display. Über die My BMW App lässt sich nun auch der Amazon-Sprachdienst Alexa in den X3 und X4 holen. Zudem ermöglicht die Anwendung (für iOS und Android) Funktionen per Fernzugriff wie Fahrzeugortung, Ver- und Entriegeln der Türen oder Aufnahmen der Fahrzeugumgebung. Software-Updates und neue Funktionen kommen nun ohne Werkstattbesuch „over-the-air“ ins Auto.

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Antrieb

BMW bietet den X3 und X4 ausschließlich mit Allradantrieb (xDrive) und 8-Gang-Automatik (Steptronic) an. Darüber hinaus setzt der Hersteller bei allen sieben verfügbaren Antrieben, die ein Leistungsspektrum von 184 PS bis 360 PS abdecken, auf eine zunehmende Elektrifizierung mit Hybrid-Technologie. Neben dem seit Dezember 2019 produzierten  X3 xDrive30e  mit Plug-in-Hybrid-Antrieb nutzen alle Vier- und Sechszylindermotoren der beiden Baureihen jetzt die 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie. Nachdem die drei erhältlichen Dieselaggregate bereits im Laufe des Jahres 2020  auf das Mild Hybrid System umgestellt worden waren , erhalten jetzt auch die drei Benzinmotoren die Technologie mit einem 48 Volt Startergenerator. Die mittels Rekuperation gewonnene und in der 48-Volt-Batterie gespeicherte Energie kann neben der Versorgung des 12-Volt-Bordnetzes auch für einen elektrischen Boost von 8 kW (11 PS) genutzt werden.

Konkret stehen im X3 und X4 folgende Motorisierungen zur Wahl:

  • Diesel

xDrive 20d mit 190 PS
xDrive 30d mit 286 PS
xDrive M40d mit 340 PS

  • Benziner

xDrive 20i mit 184 PS
xDrive 30i mit 245 PS
xDrive M40i mit 360 PS.

  • Plug-in-Hybrid

Der unveränderte Plug-in-Hybridantrieb ist weiterhin dem X3 vorbehalten. Der Teilzeitstromer hört auf den Namen xDrive30e und verbindet einen Vierzylinder-Ottomotor und einen Elektromotor, deren Kraft auf alle vier Räder übertragen wird. Ihre gemeinsame Systemleistung von 215 kW (292 PS) kann dank einer Boost-Funktion des Elektromotors kurzzeitig um bis zu 30 kW (41 PS) gesteigert werden. Wird die Lithium-Ionen-Batterie vor der Fahrt an der Steckdose, Wallbox oder Ladesäule voll aufgeladen, verspricht BMW eine rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern.

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Assistenzsysteme

Bei der Auffrischung des X3 und des X4 hat BMW auch das Angebot an Fahrerassistenzsystemen erweitert. Der erstmals als Option in diesen Baureihen verfügbare Driving Assistant Professional ermöglicht teilautonomes Fahren. Zusätzlich zum ebenfalls optionalen Driving Assistant bietet er u.a. eine aktive Geschwindigkeitsregelung mit einer verbesserten Funktionalität in der Stadt, die Kreuzungswarnung mit zusätzlicher City-Bremsfunktion, den Rettungsgassenassistent sowie den verbesserten Lenk-/ Spurführungsassistenten. Der Parking Assistant beinhaltet jetzt den Rückfahrassistenten, der das Zurückfahren einer zuvor vorwärts absolvierten Wegstrecke unterstützt. Das ist vor allem bei engen Gassen oder in der Dunkelheit ein großer Vorteil. Neu ist zudem der optionale Drive Recorder, der Videobilder rund um das Fahrzeug erstellt.

Video zum Thema: Facelift für den BMW X4 (2021)

 

Ausstattungsstruktur und Verfügbarkeit

Im Rahmen des Facelifts hat BMW laut eigenen Angaben die Komplexität der Ausstattungslinien und der Sonderausstattungen bewusst um 30 Prozent reduziert. So soll man schneller zu seinem gewünschten X3 oder X4 kommen. Apropos Lieferung: Der neue Modelljahrgang kommt im September in den Handel. Die Preise für Österreich werden zum Bestellstart im Laufe des Sommers bekanntgegeben. Sie werden sich wohl an den Hauptkonkurrenten Mercedes  GLC (Coupé)  und Audi  Q5 (Sportback)  orientieren.

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