Dacia wertet den Duster ordentlich auf

Facelift fürs Kompakt-SUV

Dacia wertet den Duster ordentlich auf

Rumänische Renault-Tochter frischt ihr beliebtes Kompakt-SUV in Sachen Optik und Multimedia auf. 

Mit dem rein elektrischen  Spring  hat  Dacia  neben dem  Duster  mittlerweile ein zweites SUV im Angebot. Ob der kleine Stromer jemals an die Verkaufszahlen des Kompakt-SUVs herankommen wird, bleibt abzuwarten. Denn der Duster ist ein echter Bestseller (siehe unten). Damit das auch so bleibt, verpasst die rumänische  Renault -Tochter der zweiten Generation nun ein Facelift. Außerdem wird dadurch auch die Zeit bis zum Marktstart des großen Bruders (Studie  „Bigstar “) überbrückt.

© Dacia
Dacia wertet den Duster ordentlich auf
× Dacia wertet den Duster ordentlich auf

 

Design

Die optischen Änderungen fallen dezent aus. Hier wurde nach dem Motto „never change a winning team“ vorgegangen. Am einfachsten ist der Duster Modelljahr 2022 an der neuen Lichtsignatur mit LED-Tagfahrlichtern in Form eines waagerechten Y erkennbar. Dieses Designmerkmal wurde erstmals beim  neuen Sandero  eingeführt und kommt nun nach und nach in die weiteren Modelle der Marke. Die markente Scheinwerfergrafik findet sich in den ebenfalls überarbeiteten Rücklichtern wieder. Darüber hinaus sind für den Duster erstmals LED-Abblendlicht sowie LED-Blinker verfügbar. Weiters gibt es die Y-Grafik auch im 3D-Relief des neuen verchromten Kühlergrills. Der neu gestaltete Dachkantenspoiler und neue 16- und 17-Zoll-Leichtmetallräder runden die optische Auffrischung ab.

© Dacia
Dacia wertet den Duster ordentlich auf
× Dacia wertet den Duster ordentlich auf

 

Innenraum und Ausstattung

Beim Interieur hat der Duster in seiner zweiten Generation einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht. Nun legt Dacia noch einmal etwas nach. Zu den Neuerungen zählen u.a. neue Polsterstoffe und Kopfstützen vorne. Die erhöhte Mittelkonsole mit um sieben Zentimeter längsverschiebbarer Armlehne ist ebenfalls neu. Darunter befinden sich ein 1,1-Liter-Staufach sowie je nach Ausstattung zwei USB-Schnittstellen für die Fondpassagiere. Die Serienausstattung des Duster umfasst ein 3,5-Zoll TFT-Display zwischen den analogen Rundinstrumenten für Bordcomputer-Infos, den Lichtsensor und den Geschwindigkeitsbegrenzer mit Bedienelementen am Lenkrad. Je nach Version sind darüber hinaus Klimaautomatik, Tempomat, Sitzheizung vorne und Freisprecheinrichtung erhältlich.

© Dacia
Dacia wertet den Duster ordentlich auf
× Dacia wertet den Duster ordentlich auf

 

Multimedia

Bei der Vernetzung schließt der Duster zum neuen Sandero auf. Dacia bietet zwei Multimediasysteme an. Die Basis bildet das neue Media Display mit 8 Zoll Touchscreen und Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto per Kabel. Alternativ zum Handy kann der Fahrer das System mit dem Multifunktionslenkrad bedienen. Neben zwei USB-Schnittstellen gehören zum Media Display außerdem DAB-Radio und sechs Lautsprecher. Die höchste Ausbaustufe hört auf den Namen Media Nav und verfügt über ein integriertes Navigationssystem. Darüber hinaus ist hier die Smartphone-Kopplung (Apple CarPlay und Android Auto) kabellos möglich.

© Dacia
Dacia wertet den Duster ordentlich auf
× Dacia wertet den Duster ordentlich auf

 

Antriebe

Laut Dacia wurde die gesamte Motorenpalette des Duster überarbeitet und dabei vor allem auf einen niedrigeren CO2-Ausstoß getrimmt. Sie umfasst künftig vier Triebwerke: die Turbobenziner TCe 90, TCe 130 und TCe 150, und den Turbodiesel Blue dCi 115. Sämtliche Motoren sind mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert, der TCe 150 mit Frontantrieb (2WD) ist nun auch mit dem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe EDC erhältlich.

Die Varianten TCe 150 und Blue dCi 115 sind zudem als Allradvarianten (4WD) verfügbar. Passend dazu steht auf der Benutzeroberfläche des Media Display und Media Nav der sogenannte 4WD-Monitor zur Verfügung. Dieser gibt Auskunft über Gelände-Parameter wie Seitenneigung des Fahrzeugs um die Längsachse (Wankwinkel) und die Neigung des Fahrzeugs an Steigungen und Gefälle (Nickwinkel). Hinzu kommen Höhenmesser und Kompass.

Assistenzsysteme

Bei den Fahrerassistenzsystemen hinkt der Duster anderen (meist deutlich teureren) Kompakt-SUVs weiter hinterher. Die Facelift-Version verfügt lediglich über einen Toter-Winkel-Warner, eine Berganfahrhilfe sowie exklusiv für die Allradversionen eine Bergabfahrhilfe. Hinzu kommt die Einparkhilfe hinten, je nach Ausstattung auch mit Rückfahrkamera. Außerdem ist eine Multiview-Kamera verfügbar, die das Einparken und Fahrten im Gelände mit Hilfe von vier Weitwinkelkameras erleichtern soll.

Noch mehr Infos über Dacia finden Sie in unserem  Marken-Channel .

Verfügbarkeit

Marktstart für das neue Modelljahr des Duster ist im September 2021. Die Preise hat Dacia noch nicht verraten. Sie dürften aber in etwa auf dem Niveau des Vor-Facelift-Modells liegen. Somit dürfte auch der Fortsetzung der Erfolgsstory nichts im Wege stehen. Weltweit wurden seit 2010 bis heute rund 1,9 Millionen Duster verkauft. Allein in Österreich fand das Modell 30.000 Kunden. In Europa ist der Duster seit 2019 die Nummer eins unter den kompakten SUV-Modellen auf dem Privatkundenmarkt.