Verräterisches Video

Ferrari-Prototyp mit Turbo-Motor erwischt

Bei den Italienern feiern offenbar aufgeladene Triebwerke ein Comeback.

Strengere Abgasvorschriften zwingen alle Autobauer zur drastischen CO2-Reduktion. Davon sind auch Sportwagenmarken nicht ausgeschlossen. Wie Ferrari die strengeren Auflagen erfüllen will, zeigten die Italiener vor einigen Wochen mit einem neuen Hybridantrieb , der aus V12-Benziner und Elektromotor besteht. Doch das war scheinbar noch nicht alles. Denn auf der hauseigenen Teststrecke in Fiorano drehte nun ein "seltsam" klingender California-Prototyp einige Runden (siehe Diashow oben bzw. Video unten).

Turbo-Motor
Beim Vorbeifahren ist ein ungewöhnliches Fauchen zu hören, das stark an den Sound eines Turbo-Motors erinnert. Und tatsächlich soll das Triebwerk des Prototyps per Lader auf Vordermann gebracht werden. Laut dem Auto-Blog "WorldCarFans" soll es sich bei dem Motor um einen mittels Turbo aufgeladenen Sechszylinder handeln, der zunächst im kommenden Maserati Quattroporte, der ab 2014 an den Start geht, zum Einsatz kommen soll. Auch über die Leistungsdaten wollen die Autoren bereits etwas erfahren haben. So soll der V6-Turbo stattliche 426 PS leisten. Später soll auch noch ein V8-Turbo mit 527 PS folgen. Der umgebaute Ferrari California könnte also nur ein Versuchsträger sein. Es ist jedoch gut möglich, dass die zwangsbeatmeten Triebwerke auch unter der Ferrari-Motorhaube ein Comeback feiern könnten. Der California bekam gerade ein Facelift , das ihm einem Gewichtsverlust von 30 kg und ein Leistungsplus von 30 PS (jetzt 490) bescherte.

Letzter Turbo-Ferrari war der zwischen 1987 und 1992 gebaute F40. Sein doppelt aufgeladener V8 holte aus bescheidenen 2,9 Liter Hubraum satte 478 PS.

Fotos vom neuen F12 Berlinetta :

Diashow: Fotos vom Ferrari F12 Berlinetta

Ferrari zeigte auf dem Genfer Autosalons 2012 den Nachfolger des 599 GTB. Und ganz nach Tradition des Hauses stellt der neue F12 Berlinetta wieder alles Bisherige in den Schatten.

Als Antrieb kommt ein 6,3l-V12 zum Einsatz. Dieser giert nach Drehzahl (max. 8.700 Umdrehungen pro Minute), leistet 740 PS und stemmt ein Drehmoment von 690 Nm auf die Kurbelwelle.

So gerüstet, katapultiert sich der Hecktriebler in 3,1 Sekunden auf 100 km/h, 5,4 Sekunden später zeigt der Tacho bereits 200 km/h an. Erst bei 340 km/h endet der gewaltige Vortrieb.

Optisch ist der F12 eine Wucht. Er wirkt aus allen Perspektiven stimmig und sieht schon im Stand extrem schnell aus.

Die klassischen und hochmodernen Instrumente sind flexibel anpassbar. Am Lenkrad gibt es natürlich das bekannte "Manettino" - ein Drehregler, der Traktionskontrolle und Co. anpasst.

Innen soll der Ferrari trotz kürzerer Außenlänge mehr Platz bieten. Konkret misst er 4,62 Meter in der Länge, ist 1,94 Meter breit und 1,27 Meter flach.