Aufgefrischter Kleinwagen

Hyundai schickt "neuen" i20 ins Rennen

Koreanischer Polo-Gegner startet mit neuem Gesicht und mehr Technik.

Wie berichtet, hat Hyundai im Rahmen des Genfer Autosalons die facegeliftete Version des i20 vorgestellt. Nun kommt der aufgefrischte Kleinwagen in Österreich in den Handel. Neben der neuen Optik gibt es auch einige technische Verbesserungen. An den Preisen hat sich (fast) nichts geändert. Somit zählt der i20 nach wie vor zu den günstigsten Vertretern seiner Klasse.

© Hyundai
Hyundai schickt
× Hyundai schickt

Die Seitenansicht blieb beim Facelift unangetastet.

Design und Abmessungen
Der i20 ist auch nach der Überarbeitung auf den ersten Blick zu erkennen. Vorne trägt er nun auch das aktuelle Markengesicht mit dem typischen Hexagonal-Grill wie wir es etwa vom i30 kennen . Passend dazu wurden auch die Scheinwerfer und Lufteinlässe modifiziert. Am Heck wurden die Leuchten und der Stoßfänger dezent überarbeitet. Mit der neuen Leuchtengrafik wirkt der i20 vor allem im Dunkeln markanter. Bedingt durch das neue Design der Front- und Heckschürze, hat sich auch die Gesamtlänge des Autos um 55 mm auf 3.995 mm erhöht (30 mm vorne und 25 mm hinten). Breite, Höhe und Radstand blieben unverändert. Gleiches gilt für das Platzangebot und den Kofferraum (370 bis 1080 Liter). 

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Höherwertige Materialien und neues Design lassen das Cockpit edler wirken.

Innenraum
Auch der Innenraum wurde neu gestaltet. Neben überarbeiteten Sitzbezügen und Einsatz von Softtouchmaterialien im Bereich des Armaturenbrettes wurde auch die Mittelkonsole vollständig überarbeitet. Insgesamt wirkt der Kleine nun erwachsener und wertiger. Erstmals sind jetzt auch Extras wie Tempomat, LED-Tagfahrlicht, Regensensor, Rückfahrkamera und eine Einparkhilfe (hinten) erhältlich. Der i20 wurde also auch technisch auf den neuesten Stand gebracht. Eine bessere Dämmung soll zudem den Geräuschkomfort erhöhen.

Motoren
Die Motorenpalette setzt sich aus vier Triebwerken (zwei Diesel, zwei Benziner) zusammen, die ein Leistungsspektrum vom 70 bis 100 PS abdecken. Um den CO2-Ausstoß zu senken wurden die bereits bekannten Motoren überarbeitet. Besonders stolz sind die Entwickler auf den 1,1 Liter 3-Zylinder-Diesel, den wir im Plattformbruder Kia Rio bereits ausgiebig testen konnten . Das 75 PS starke Motörchen (180 Nm) glänzt in der "Blue-Variante" (Start-Stopp-System, etc.) mit einem CO2-Ausstoß von 93 Gramm. Dies entspricht einem Normverbrauch von 3,6 Litern. Ohne Blue-Paket können sich die Werte (3,8l/100km; 99 Gramm) ebenfalls sehen lassen. Top-Diesel ist der 90 PS starke 1,4-Liter-Vierzylinder mit einem Drehmoment von 220 Nm. Hier liegt der Normverbrauch bei 4,1 Liter auf 100 Kilometer (Blue: 3,7 Liter/100 km).

Völlig neu ist der 1.25 Liter Vierzylinder Benziner mit 85 PS und 121 Nm. Hier liegt der Normverbrauch bei 4,9 bzw. 4,7 Liter (Blue) auf 100 Kilometer (CO2-Wert von 109 bzw. 114 g/km). Darüber rangiert der 1,4 Liter-Benziner mit 100 PS und 137 Nm. Dieser ist auch mit einer ziemlich veralteten 4-Gang-Automatik lieferbar. Die Diesel und der Top-Benziner verfügen serienmäßig über ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Käufer der 1,25 Liter-Version müssen sich mit fünf Gängen begnügen.

Preise
Hyundai bietet den "neuen" i20 als Life ab 10.990 Euro an. Für den 1,4er werden mindestens 12.490 Euro fällig. Bei den Dieseln geht es ab 13.490 Euro los. Die 90 PS-Version kostet exakt 1.000 Euro mehr. Angesichts der guten Serienausstattung (Klimaanlage, MP3-Radio, AUX- und USB-Anschluss, elektrische Fensterheber vorne ZV mit Fernbedienung, etc.) ist der i20 nach wie vor ein äußerst attraktives Angebot. So wird er die guten Verkaufszahlen des aktuellen Modells mit Sicherheit halten können.

Noch mehr Infos über Hyundai finden Sie in unserem Marken-Channel.

Fotos vom Test des Plattformbruders Kia Rio :

Diashow: Fotos vom Test des Kia Rio

Vorne sticht der markante Grill ins Auge. Leider schränken die breite C-Säule und die kleine Heckscheibe die Sicht nach hinten ein.

Die ansteigende Seitenlinie und das knackige Heck unterstützten den dynamischen Auftritt zusätzlich.

Leider schränken die breite C-Säule und die kleine Heckscheibe die Sicht nach hinten ein. Im Testwagen waren jedoch Parksensoren mit an Bord.

Ein Blick ins Cockpit zeigt die Vollausstattung unseres Kleinwagens.

Am Multifunktionslenkrad lassen sich Radio, Freisprecheinrichtung, Tempomat und Bordcomputer bedienen.

Die Instrumente sind einwandrei abzulesen. Wenn das Start-Stopp-System gerade aktiv ist, wird angezeigt wie viele Sekunden der Motor stillsteht.

Die Mittelkonsole ist relativ übersichtlich gestaltet. An die Bedienung des Radios muss man sich etwas gewöhnen.

Dafür ist die Bedienung der Klimaautomatik vorbildlich gelöst. Die großen Schalter kann man selbst mit Handschuhen bedienen.

Zwei 12-Volt-Steckdosen sowei USB- und iPaod-Anschluss sinde ebenfalls mit dabei.

Vor dem Schalthebel wird die zweistufig verstellbare Sitzheizung aktiviert.

Links neben dem Lenkrad gibt es eine Schaltereinheit für Lenkradheizung (!), ESP, Lichtanpassung, etc.

Vier elektrische Fensterheber, elektrische Spiegelverstellung und große Ablagefächer findet man in den Türen.

Wenn die vorderen Passagiere etwas Rücksicht nehmen, reisen zwei Erwachsene selbst im Fond bequem. Zu dritt wird es aber eng.

Der Kofferaum liegt im Klassenschnitt und ist simpel erweiterbar.

Unter dem Boden versteckt sich ein Staufach für Warndreieck, Verbandskasten und weiteren Kleinkram.