Jaguar verpasst dem E-Pace ein Facelift

Wird weiter in Graz gebaut

Jaguar verpasst dem E-Pace ein Facelift

Das noble Kompakt-SUV wird auch weiterhin in Graz gebaut – jetzt auch mit Plug-in-Hybrid.

Jaguar setzt seine aktuelle Facelift-Offensive fort. Nachdem in den letzten Wochen bereits der  XF , der  F-Pace  und der  I-Pace  aufgefrischt wurden, ist nun das kleinste Kompakt-SUV der britischen Marke an der Reihe. Konkret handelt es sich dabei um den  E-Pace , der auch nach dem Facelift weiterhin von Magna in Graz produziert wird. Die technischen Neuerungen bieten eigentlich keinerlei Überraschungen. Denn die neuen Antriebe und das neue Infotainmentsystem kennen wir bereits vom Plattformbruder Range Rover  Evoque , der unlängst ebenfalls ein Technik-Update bekommen hat.

© Jaguar Land Rover

Design

Optisch ist der E-Pace auch weiterhin als solcher zu erkennen. Dennoch wirkt das Facelift-Modell frischer und moderner. Die Änderungen an der Front umfassen einen modifizierten unteren Lufteinlass und spangenförmige horizontale Zierstäbe in den seitlichen Lüftungseinlässen. Das neue Design des Kühlergrilleinsatzes setzt nun auf sogenannte „Pins“, die an Diamanten erinnern sollen. Auf den seitlichen, kiemenartigen Lufteinlässen prangt nun auch hier der Jaguar „Leaper“ – die springende Raubkatze. Analog zu anderen Jaguar Modellen des Modelljahrgangs 2021 bekommt auch der E-Pace neue Voll-LED-Scheinwerfer mit (ab SE) doppelter J-Blade-Signatur für das Tagfahrlicht. In der Seitenansicht bleibt bis auf die Felgendesigns alles beim Alten. Am Heck erhält der jetzt etwas tiefer gezogene Stoßfänger im unteren Bereich eine dunkle Blende mit Gitterstruktur. Neben einer überarbeiteten Rückleuchtengrafik gibt es nun auch sequentielle Blinker. Die Vierzylinder-Benziner-Modelle sind von außen an einer zweiflutigen Abgasanlage mit verchromten Endstücken zu erkennen; bei den Diesel-Versionen und beim Plug-in-Hybrid gibt es viereckige Blenden. Wer seinen E-Pace noch sportlicher gestalten möchte, kann zur Ausstattungslinie R-Dynamic mit speziellen Designelementen greifen.

© Jaguar Land Rover

Cockpit

Den Innenraum haben sich die Designer ebenfalls zur Brust genommen. Alle Flächen und Zonen, die normalerweise von Fingern berührt werden, bestehen im überarbeiteten E-Pace nun aus Soft-Touch-Materialien. Zu den weiteren Neuerungen zählen u.a. der neue Automatikwählhebel, die überarbeitete Mittelkonsole oder die neuen Türverkleidungen. Im Zentrum des neuen Interieurs steht der zentral montierte 11,4 Zoll HD-Touchscreen zur Bedienung des Pivi Pro-Infotainmentsystems. Letzteres kennen wir bereits aus zahlreichen aktuellen Modellen des Jaguar Land Rover (JLR)-Konzerns. Laut Jaguar besitzt die chemisch gehärtete Glasoberfläche des Displays zwei Beschichtungen: eine beuge Blendungen vor, die Zweite erleichtere das Wegwischen von Rückständen und Fingerabdrücken. Um ein nahezu sofortiges Hochfahren zu ermöglichen, spendiert Jaguar dem Pivi Pro eine eigene Stromversorgung. So ist zum Beispiel das Navigationssystem in dem Moment startbereit, an dem der Fahrer hinter dem Lenkrad Platz genommen hat. Die neue Infotainment-Anlage verfügt ab Werk über Apple CarPlay sowie Android Auto und ermöglicht via Bluetooth die gleichzeitige Koppelung von zwei Smartphones. Das vor dem Getriebewählhebel liegende Staufach birgt eine induktive Aufladestation (15 W) für kompatible Smartphones.

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Der zentrale Touchscreen wird im „neuen“ E-Pace um ein 12,3 Zoll großes Fahrerdisplay (ab SE-Ausstattungslinie) ergänzt. Das konfigurierbare Layout bietet mehrere Variationen – von einer 3D-Kartendarstellung über das komplette Format bis zu digitalen Rundinstrumenten. Das virtuelle Kombiinstrument ist mit dem verbesserten Head-up-Display verlinkt, das einen größeren Anzeigenbereich und eine höhere Auflösung aufweist. Dank Dual-eSIM-Technologie mit zwei LTE-Modems ist es mit Pivi Pro möglich, mehrere Funktionen zur selben Zeit auszuführen – wie zum Beispiel Musik Streaming und Software-Aktualisierungen (SOTA). Die SOTA-Updates werden per Fernzugriff heruntergeladen, ohne dass die Besitzer eine Werkstatt aufsuchen müssen. Der bereits aus anderen JLR-Modellen bekannte „ClearSight“-Innenrückspiegel kommt nun auch im Kompakt-SUV zum Zug. Er überträgt über eine in die Dachantenne integrierte Weitwinkel-Kamera das Bild des rückwärtigen Bereichs auf ein in das Spiegelgehäuse integriertes Display. So sieht man auch bei Vollbesetzung was hinter einem los ist.

Video zum Thema: Facelift für den Jaguar E-Pace (2021)
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Wiederholen

Antrieb

Die Motorenpalette des E-Pace wurde ebenfalls runderneuert. Alle Triebwerke sind aber bereits in anderen Konzernmodellen im Einsatz. Das Highlight markiert nun auch im kompakten Jaguar-SUV der Plug-in-Hybridantrieb P300e PHEV. Weiters gibt es einen neuen Dreizylinder-Basismotor sowie ein Mild-Hybridsystem für fast alle Triebwerke. Die Modelle mit quer eingebauten Zweiliter-Vierzylinder-Diesel und -Benzin-Motoren kommen bis auf zwei Ausnahmen ab Werk mit Allradantrieb, Mild-Hybrid-System und Neunstufen-Automatikgetriebe.

Der neue P300e PHEV Antriebsstrang verkoppelt einen 200 PS starken 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem auf die Hinterachse antreibenden E-Motor (ERAD) mit 80 kW (109 PS) Leistung. Mit der Systemleistung von 309 PS und einer Achtgang-Automatik beschleunigt der Plug-in-E-Pace in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die E-Maschine wird von einer im Unterboden installierten 15 kWh Lithium-Ionen-Batterie mit Strom versorgt. Ist der Akku vor der Abfahrt voll aufgeladen, bietet der neue E-Pace P300e eine elektrische Reichweite von bis zu 63 Kilometern (WLTP). Somit ist er auch für die E-Förderung der Bundesregierung geeignet.

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Neben dem PHEV halten unter der Motorhaube zwei weiterentwickelte 2.0 Liter Vierzylinderdiesel Einzug – beide Selbstzünder sind mit Mild-Hybrid-Technologie (MHEV) bestückt. Diese umfasst einen Riemen-Starter-Generator und eine Batterieeinheit, sodass normalerweise beim Bremsen oder Verzögern verloren gehende Energie wieder der 48-Volt-Batterie zugeführt werden kann. Dank der Rekuperation steht mehr Leistung zur Verfügung, während der Verbrauch sinkt. Die beiden neuen MHEV-Diesel des E-Pace sind mit 163 PS (380 Nm) oder 204 PS erhältlich – bisher leisteten sie 150 und 180 PS. Beide Selbstzünder kommen auf einen Normverbrauch von 5,2 bis 5,4 Liter auf 100 Kilometer. Der D200 ist stets mit Allradantrieb (AWD) und 9-Gang-Automatik kombiniert. Den D165 gibt es auch mit Frontantrieb und manueller Sechsgang-Schaltung.

Neu im E-Pace Modelljahr 2021 ist ferner der 1.5 Liter Dreizylinder-Benziner, der auch als Teil des P300e Plug-in Antriebspakets zum Einsatz kommt. Das als P160 (MHEV) klassifizierte Triebwerk stellt 160 PS und ein Drehmomentmaximum von 260 Nm bereit. Der Ottomotor, der mit Frontantrieb und einer Achtstufenautomatik angeboten wird, weist einen Normverbrauch von 6,8 Liter pro 100 Kilometer auf. Unangetastet bleibt das weitere Portfolio der Benziner: Die Kunden des E-Pace haben die Wahl aus P200 (200 PS), P250 (249 PS) und P300 (300PS) – ausnahmslos mit Mild-Hybrid-Technologie. Hier zählen bei allen drei Varianten Allradantrieb und 9-Gang-Automatik zur Serienausstattung.

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Verfügbarkeit und Preise

Der überarbeitete E-Pace kommt in Österreich im Frühjahr 2021 in den Handel. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Bei den Benzinern geht es mit dem P160 ab 42.510 Euro los, der günstigste Diesel (D165 mit Frontantrieb) kommt auf 41.245 Euro und für den P300e PHEV werden mindestens 57.150 Euro fällig. Beim Plug-in-Hybrid-Version ist eine höhere Ausstattungslinie obligat.

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