Kontrolle gegen Tachomanipulation geplant

Kampf gegen Betrug

Kontrolle gegen Tachomanipulation geplant

Verkehrsministerium will Kilometerstand künftig bei Pickerlüberprüfung erfassen.

Der Kilometerstand von fünf bis zwölf Prozent der EU-weit verkauften Gebrauchtwagen soll laut einer Schätzung der EU-Kommission manipuliert sein. Das Verkehrsministerium will nun in einer entsprechenden Novelle entgegenwirken. Künftig sollen die Tachostände von Autos bei der Pickerl-Überprüfung erfasst und in einer eigenen Datenbank gespeichert werden, berichtete das Verkehrsministerium am Montag.

Mehr Sicherheit für Gebrauchtwagenkäufer
"Wie viele Kilometer ein Auto schon gelaufen ist, ist ein wichtiger Faktor für den Verkaufswert von Gebrauchtwagen. Mit der Erfassung des Kilometerstands erhöhen wir die Sicherheit für die Käuferinnen und Käufer beträchtlich", sagte Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ). In Zukunft wird im Rahmen der §57a-Überprüfungen der Tachostand von Fahrzeugen durch die Werkstätte in einer eigenen Datenbank erfasst. Durch die regelmäßige Aufzeichnung des Kilometerstandes über mehrere Jahre könnten die Angaben lückenlos nachvollzogen werden und Manipulationen am Tacho werden wesentlich schwieriger.

Noch vor der EU-Richtlinie
Das Verkehrsministerium nimmt damit rechtliche Vorgaben der EU vorweg. Die Frist zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Wiederkehrenden Begutachtung in nationales Recht läuft noch bis zum Jahr 2018. Durch die Änderungen im Kraftfahrgesetz drohen erstmals auch Verwaltungsstrafen für die Veränderungen des Kilometerzählers. Dazu wird sichergestellt, dass bei Reparatur bzw. beim Tausch des Tachos der bisherige Kilometerstand wieder einzustellen ist. Die KFG-Novelle wird morgen, Dienstag, vom Verkehrsministerium in Begutachtung geschickt und soll noch heuer in Kraft treten.