Startschuss für die elektrische V-Klasse

Mercedes EQV bestellbar

Startschuss für die elektrische V-Klasse

Mercedes setzt seinen Van unter Strom – EQV in Österreich bestellbar.

In Österreich kann der EQV, also die rein elektrische Version der  V-Klasse , ab sofort bestellt werden. Bei dem Modell handelt es sich um die erste batterieelektrisch angetriebene Großraumlimousine von Mercedes. Zur Markteinführung ist der Van mit Stern in der Variante mit langem Radstand als EQV 300 erhältlich.

© Daimler AG

Zweiter reiner EQ-Stromer

Der EQV ist nach dem  EQC  das zweite rein elektrische Modell der EQ Familie von Mercedes. Heuer startet mit dem  EQA  auf  GLA -Basis noch ein weiterer reiner Stromer. Dessen Premiere wurde aufgrund der Absage des Genfer Autosalons verschoben. 2021 folgen dann die elektrische  S-Klasse  namens  EQS  und der EQB auf Basis des GLB. Doch zurück zum EQV 300. Optisch unterscheidet sich die elektrische Version kaum von der normalen V-Klasse. Als verbindendes Element aller EQ Fahrzeuge dient der Black Panel-Kühlergrill mit Chromlamellen. Der Ladeanschluss ist links vorne untergebracht. Positiv: Durch die Unterbringung der Batterie im Unterboden steht der Innenraum uneingeschränkt zur Verfügung.

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Antrieb und Reichweite

Unter der Fronthaube sitzt an der Vorderachse der elektrische Antriebsstrang (eATS). Er verfügt über eine Spitzenleistung von 150 kW (204 PS). Der entwickelt ein maximales Drehmoment von bis zu 362 Nm. Die Höchstgeschwindigkeiten von 140 km/h in Serie und 160 km/h als Sonderausstattung sollen auch abseits des Stadtverkehrs ein zügiges Vorankommen ermöglichen. Die Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 90 kWh ermöglicht eine Normreichweite (WLTP) von bis zu 352 Kilometern. In der Praxis hängt diese jedoch stark vom Einsatzgebiet ab. Auf der Autobahn wird man kaum 150 km schaffen, während es im Stadtverkehr auch über 350 km sein können. Der EQV verfügt über einen wassergekühlten AC On-Board Lader (OBL) mit einer Leistung von 11 kW. Damit ist er für das Wechselstromladen (AC) zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Über die serienmäßige CCS-Ladedose wird auch das Laden mittels Gleichstrom (DC) möglich. Damit kann der Elektro-Van dank serienmäßiger maximaler Ladeleistung von 110 kW an einer Schnellladestation in rund 45 Minuten von 10 bis 80 Prozent aufgeladen werden. Wie alle Elektroautos lädt der EQV seine Batterie auch während der Fahrt. Im Schub- oder Bremsbetrieb wird rekuperiert. Einen großen Einfluss darauf hat der Fahrer. Er kann die Stärke der Rekuperation über Schaltwippen hinter dem Lenkrad nach Bedarf verändern.

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Innenraum und Cockpit

Wie bei der normalen V-Klasse stehen auch beim EQV verschiedene Konfigurationen zur Wahl. Mit beispielsweise sechs Einzelsitzen wird der Van zum noblen Shuttlefahrzeug. Durch den flexiblen Einbau von Einzelsitzen oder Sitzbänken lässt sich der EQV auch zum 7- oder 8-Sitzer umfunktionieren. So ist er dann auch als Familienfahrzeug geeignet. Das serienmäßige Multimedia- und Infotainmentsystem MBUX wurde ebenfalls an den Elektroantrieb angepasst. Im 10,25-Zoll Media-Display befindet sich im Hauptmenü die EQ Kachel als zentraler Zugriffspunkt zu den spezifischen Anzeigen und Einstellungen. Dazu gehören u.a. die Begrenzung des Ladestroms, die Einstellung der Abfahrtszeit für die Vorklimatisierung sowie die Anzeige des Energieflusses und des Verbrauchshistogramms. Darüber hinaus lassen sich über das Media-Display auch die Navigation mit Electric Intelligence (siehe unten) und Mercedes me Charge Funktionen bedienen. Das Highlight von MBUX bleibt jedoch die Sprachsteuerung mit natürlichem Sprachverstehen, die mit dem Schlüsselwort „Hey Mercedes“ aktiviert wird.

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Intelligente Navigation

Besonders stolz sind die Entwickler auf die Navigation mit sogenannter Electric Intelligence. Sie vernetzt den aktuellen Ladezustand der Batterie, Wetterdaten und Informationen über die Ladeinfrastruktur und berechnet so automatisch eine Route mit wenigen Ladestopps und kurzen Ladezeiten. Dabei werden auch bevorzugt Schnellladestationen Reisen eingeplant. Mit me Charge steht dabei ein Zugang zu einem europaweiten Ladeinfrastruktur-Netzwerk zur Verfügung. Dabei kann über die  me-App, die Ladekarte oder über das Media-Display im Fahrzeug der Ladevorgang gestartet, gestoppt und bezahlt werden. Hier steht auch der Zugang zum Schnellladenetz  Ionity  mit einem vergünstigten Ladetarif zur Verfügung.

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Preis

Preislich startet der EQV 300 bei 80.628 Euro. Für das gute Gewissen muss man also tief in die Tasche greifen. Enthalten ist ein Wartungspaket für vier Jahre - das in diesem Zeitraum die Kosten der Wartungsarbeiten gemäß Serviceheft und Herstellervorgaben abdeckt - sowie das Batteriezertifikat bis 160.000 Kilometer oder acht Jahre. Ebenfalls im Kaufpreis enthalten sind die me Remote- und Navigationsdienste mit einer Laufzeit von 36 Monaten sowie die me Charge Funktion und die Ionity-Mitgliedschaft für jeweils zwölf Monate.

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