Neuer Hyundai i20 hat High-Tech-Cockpit

Letztes Geheimnis gelüftet

Neuer Hyundai i20 hat High-Tech-Cockpit

Nun wurde auch der Innenraum des brandneuen Polo-Gegners enthüllt.

Eigentlich hätte der  brandneue i20  - wie so viele neue Autos - auf dem Genfer Autosalon 2020 seine Weltpremiere feiern sollen. Doch aufgrund der Coronavirus-bedingten Absage wurde daraus nichts. Hyundai hat zwar dennoch alle Informationen und technischen Daten der völlig neuen Generation seines Kleinwagens veröffentlicht, vom Cockpit gab es aber nur eine Skizze. Doch damit ist nun Schluss.

© Hyundai

High-Tech-Cockpit

Die Koreaner haben nämlich offizielle Fotos vom neuen Innenraum nachgereicht. Dabei zeigt sich, dass das High-Tech-Versprechen tatsächlich eingelöst wurde. Im Innenraum lässt sich der neue i20 auf Premiumniveau aufrüsten – viel besser können das selbst der Audi A1 Sportback und der  Mini  nicht. Im Top-Modell sind gleich zwei 10,25 Zoll große Displays verbaut. Das digitale Kombiinstrument passt sich an den gewählten Fahrmodus an und der Touchscreen für das Infotainmentsystem wartet mit einer sehr feinen Grafik auf. Im Basismodell gibt es derartige Features freilich nicht. Hier kommen weiterhin analoge Instrumente und ein deutlich kleinerer Bildschirm zum Einsatz. Positiv: Bereits ab der zweiten Ausstattungsstufe sind Apple CarPlay und Android Auto serienmäßig an Bord.

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Und auch an die Fondgäste wurde gedacht. Für sie gibt es einen eigenen USB-Anschluss sowie auf Wunsch auch eine Sitzheizung. Letzteres ist im Kleinwagensegment ziemlich außergewöhnlich. Zu den weiteren verfügbaren Extras zählen u.a. ein Navigationssystem mit Echtzeitverkehrsdaten (von TomTom) sowie ein Audiosystem von Bose. Volle Konnektivität gibt es über die Bluelink-Technologie inklusive zugehöriger App, die wir bereits aus anderen Hyundai-Modellen kennen. Zu den Highlights zählen Online-Spracherkennung (cloud-basiert), Ferndienste via Smartphone (Fahrzeugdatenabfrage, ent- und versperren, Ortung, etc.) und Wartungsinformationen.

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Design und Abmessungen

Obwohl bereits das  aktuelle Modell  zu den guten Angeboten im Kleinwagensegment gehörte, legt die neue Generation in allen Belangen noch einmal ordentlich nach. Die Länge bleibt mit 4,04 Meter (+5mm) nahezu gleich, die breite wächst auf 1,75 Meter (+30mm) und der Radstand legt am einen Zentimeter auf 2,58 Meter zu. In Kombination mit der um 24 Millimeter geringeren Höhe ergeben sich stimmige Proportionen. Die Front wird vom Hyundai-typischen Kaskaden-Grill und den flacheren Scheinwerfern dominiert. Letztere sind auch mit Voll-LED-Technik zu haben. Die Seitenansicht setzt auf eine ansteigende Fensterlinie, eine markante Lichtkante und ein auffälliges C-Säulen-Design. In den Radkästen stecken bis zu 17 Zoll große Räder. Am Heck sticht vor allem das durchgehende Leuchtenband, das die LED-Rückleuchten miteinander verbindet, ins Auge. Das weit nach unten gewanderte Nummernschild hinterlässt einen dynamischen Eindruck. Der Grundkofferraum wächst auf 351 Liter (+25 Liter). Dem Inidividualisierungsdrang potenzieller Käufer wird mit einer Zweifarbenlackierung Rechnung getragen. Optisch muss sich der neue i20 vor keinem Konkurrenten mehr verstecken.

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Antrieb

Hyundai bietet den neuen i20 mit zwei Benzinmotoren und drei verschiedenen Getrieben an. Die Kraftübertragung erfolgt ausschließlich auf die Vorderräder. Als Top-Triebwerk steht der 1.0 T-GDI mit 100 PS oder 120 PS zur Verfügung. Zum ersten Mal kann bei diesem 3-Zylinder-Turbo ein 48-Volt-Hybrid-Antriebsstrang eingesetzt werden, entweder optional mit der 100 PS Variante oder serienmäßig mit dem 120 PS Motor. Das System ist mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT) oder einem neu entwickelten Sechsgang-Schaltgetriebe (iMT) erhältlich. Letzteres entkoppelt den Motor vom Getriebe, wodurch das Auto in den „Segelmodus“ übergeht und somit Kraftstoff sparen soll. Ohne 48-Volt-Hybridsystem ist der 1.0 T-GDI 100 PS mit dem 7DCT- oder einem manuellen 6-Gang-Getriebe erhältlich. Als Einstiegsmotor kommt der bewährte 1.2-Liter-MPI-4-Zylinder Sauger mit 84 PS in Zusammenspiel mit einem manuellen Fünf-Gang-Getriebe zum Einsatz. Fahrleistungen und Verbrauchswerte wurden noch nicht verraten.

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Assistenzsysteme

Natürlich bietet die neue Generation des Kleinwagens auch eine Reihe neuer Sicherheitsfunktionen. Eine davon klingt ziemlich nach Oberklasse. Dabei handelt es sich um die navigationsbasierte Smart Cruise Control (NSCC), die das Navigationssystem des i20 nutzt, um kommende Kurven oder Geraden auf Autobahnen vorherzusehen und die Fahrzeuggeschwindigkeit dahingehend anzupassen. Ebenfalls neu ist der Intelligente Geschwindigkeitsbegrenzungs-Assistent (ISLA), der den Fahrer akustisch und visuell warnt, wenn er die Geschwindigkeitsbegrenzung überschreitet. In Kombination mit dem manuellen Geschwindigkeitsbegrenzer kann der ISLA die Geschwindigkeit sogar autonom anpassen. Von Tests diverser Autos unterschiedlicher Marken wissen wir aber, dass diese Technik derzeit noch nicht immer zu 100 Prozent funktioniert. Um mögliche Radarstrafen zu verhindern, sollte man hier stets selbst ein Auge auf die richtige Geschwindigkeit werfen. Der im i20 ebenfalls optional verfügbare Spurfolgeassistent (LFA) steuert die Lenkung automatisch an, um das Auto in der Mitte der Fahrspur zu halten. Der Toter-Winkel-Assistent (BCA) verwendet nun Radarsignale zur Überwachung. Der verbesserte autonome Notbremsassistent (FCA) erkennt jetzt auch Fußgänger und Radfahrer. Weitere Helfer wie der Kollisionsassistent für den rückwärtigen Querverkehr (RCCA), der Spurhalteassistent (LKA), der Fernlicht-Assistent (HBA), der Park-Kollisionsvermeidungs-Assistent (PCA-R) und der halbautomatische Einparkassistent (PA) runden das umfangreiche Sicherheitspaket ab.

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Verfügbarkeit

Zu den heimischen Händlern rollt die Neuauflage des Gegners von Polo, Corsa, Fiesta, Ibiza, Yaris, Fabia, Rio, 208 und Co. im Herbst 2020. Wie für alle Hyundai gibt es auch beim neuen i20 eine 5-Jahres-Garantie. Für alle, die sich für die umfangreichen Konnektivitätsdienste entscheiden, gibt es noch eine gute Nachricht: Bluelink wird mit einem kostenlosen Fünf-Jahres-Abonnement bereitgestellt. Bei vielen anderen Herstellern wird für derartige Services bereits nach einem Jahr zur Kasse gebeten. An den finalen Verkaufspreisen wird derzeit noch gefeilt.

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