Neuer Prius trumpft mit Spatzendurst auf

Hybrid-Pionier

Neuer Prius trumpft mit Spatzendurst auf

Japaner setzt beim Verbrauch einmal mehr neue Maßstäbe.

Bei der Weltpremiere des völlig neuen Prius im Rahmen der IAA hat Toyota zwar einige Details über die Neuauflage des Hybrid-Pioniers verraten. Doch in Bezug auf eine der wichtigsten Komponenten gab es nicht allzu viele Informationen, und zwar dem Antriebsstrang. Doch damit ist es nun vorbei. Einige Wochen vor der Österreichpremiere, die auf der Vienna Autoshow 2016 (14. bis 17. Jänner) über die Bühne geht, wurden nun auch noch die Leistungsdaten und der exakte Normverbrauch verraten.

Diashow: Fotos vom neuen Toyota Prius (2016)

Fotos vom neuen Toyota Prius (2016)

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    Größer und leichter
    Wie berichtet, basiert der neue Prius, der sich optisch ganz bewusst wieder stark von „normalen“ Autos abhebt, als erstes Toyota-Modell auf einer völlig neuen Plattform (GA-C), die ähnlich flexibel ist, wie VWs modularer Querbaukasten. Künftig werden also viele Fahrzeuge der Japaner auf Komponenten dieser Plattform, die auch als New Global Architecture (TNGA) bezeichnet wird, zurückgreifen. Sie ist nicht nur leichter, sondern auch steifer und verfügt über einen tieferen Schwerpunkt. Diese Neuerungen sollen im Alltag für deutlich mehr Fahrspaß sorgen. Selbst der Ökopionier Prius soll seinen Besitzern künftig – nicht nur aufgrund seines geringen Verbrauchs - ein Lächeln ins Gesicht treiben. Bei den Abmessungen hat die vierte Generation im Vergleich zum Vorgänger ordentlich zugelegt. Der Prius ist nun 4,54 m lang, 1,76 m breit und 1,47 m hoch. In Kombination mit dem auf 2,70 m verlängerten Radstand gibt es auch deutlich mehr Platz für Passagiere und Gepäck.

    Antriebsstrang
    Doch nun zurück zum Antriebsstrang. Dieser setzt sich beim neuen Prius aus einem 98 PS starken 1,8-Liter VVT-i-Benzinmotor mit einem Wirkungsgrad von jetzt 40 Prozent (weltweit beste Wert für einen Ottomotor) und einem Elektromotor mit 53 kW (72 PS) zusammen. Letzterer bezieht seine Energie über eine kompaktere und leistungsstärkere Nickel-Metallhydrid-Hybrid-Batterie, die direkt unter den Rücksitzen verbaut ist, und so keine negativen Auswirkungen auf das Kofferraumvolumen hat. Die Systemleistung liegt nun bei 122 PS. So gerüstet, sprintet das Hybridauto in 10,6 Sekunden  aus dem Stand auf Tempo 100. Die Elastizität kann sich  ebenfalls sehen lassen: Von 80 auf 120 km/h braucht der Toyota jetzt 8,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Die Kraftübertragung erfolgt nach wie vor über ein CVT-Getriebe, dieses soll nun jedoch deutlich harmonischer arbeiten. Zudem können die Fahrer dank 8 einprogrammierter Fahrstufen auch selbst schalten.

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    Spatzendurst
    Fahrspaß hin, Dynamik her – beim Prius werden nach wie vor der Verbrauch und die Umweltfreundlichkeit das Kaufargument Nummer 1 sein. Um die Effizienz zu steigern, wurde das Hybridsystem des neuen Prius umfassend überarbeitet. Mit 70 g/km CO2 und einem Normverbrauch von 3,0 Litern auf 100 Kilometern setzt die vierte Generationen einmal mehr neue Maßstäbe. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell lag noch bei 89 g/km CO2 und 3,9 Litern Normverbrauch. 

    Innenraum
    Das Cockpit unterstreicht den futuristischen Anspruch des Prius. Alle Anzeigen sind digital ausgeführt. Tacho und Info-Einheit sind wieder weit oben und mittig am Armaturenbrett positioniert. In  der Mittelkonsole befindet sich das Multimedia- und Navigationssystem mit großem Touchscreen. Darunter sitzen der Prius-typische Mini-Gangwählhebel und der Knopf für die elektronische Parkbremse. Einige Funktionen können auch über das Multifunktionslenkrad gesteuert werden. Die Vordersitze fallen nun eine ganze Nummer größer aus und sollten nun auch großgewachsenen Europäern ein komfortables Reisen ermöglichen.

    Sicherheit
    Für Toyota ist der Prius mehr als ein (wichtiges) Auto. Er ist quasi ein Markenbotschafter, der das Unternehmen nach außen repräsentiert. Kein Wunder, dass er deshalb auch in Sachen Sicherheit ordentlich aufgerüstet wurde. So wurde etwa die TNGA Karosserie im Hinblick auf eine hervorragende Energieabsorption konstruiert. Zudem wurde der Umfang des Toyota Safety Sense Sicherheitssystems, das es mittlerweile auch schon in die Kleinst- bzw. Kleinwagenmodelle Aygo und Yaris geschafft hat, um eine radarbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage sowie eine Fußgänger-Erkennung für das Pre-Crash Safety System erweitert.

    Noch mehr Infos über Toyota finden Sie in unserem Marken-Channel.

    Letztes Geheimnis
    Nun ist uns Toyota eigentlich nur noch eine Antwort schuldig geblieben, nämlich jene auf die Frage nach dem Preis. Doch dieser wird laut dem Importeur derzeit noch mit der Firmenzentrale in Japan ausgehandelt. Auf der Vienna Autoshow 2016 sollte aber dann  auch das allerletzte Geheimnis gelüftet sein.

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