Günstiger Tesla-Model-3-Gegner mit 1.000 km Reichweite

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Günstiger Tesla-Model-3-Gegner mit 1.000 km Reichweite

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Nio schiebt nach dem großen ET7 den ET5 nach. Der greift auch den neuen BMW i4 an.

Mit dem  ET7  hat Nio bereits ein Elektroauto vorgestellt, dass eine Reichweite von über 1.000 km bieten soll. Das Flaggschiff der chinesischen Marke spielt in einer Liga mit Mercedes  EQS , Lucid  Air,  BMW  i7  (ab 2022) oder Tesla Model S. Nun wird eine kleinere und günstigere Elektro-Limousine nachgeschoben. Diese hört auf den Namen ET5 und will ebenfalls mit einer enormen Reichweite beeindrucken. Hier zählen das Tesla  Model 3  und der BMW  i4  als Gegner.

Drei Batteriegrößen

Wie die Konkurrenz bietet auch Nio den ET5 mit unterschiedlichen Batteriegrößen an. Das Basismodell setzt auf einen 75-kWh-Akku und soll mit einer Vollladung bis zu 550 Kilometer weit kommen. Die mittlere Version mit 100-kWh-Batterie trumpft bereits mit einer Reichweite von bis zu 700 Kilometer auf. Den Vogel schießt jedoch das Top-Modell ab, bei dem ein Akku mit einer Kapazität von 150 kWh verbaut ist. Für diesen ET5 verspricht Nio eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometer.

© Nio
Günstiger Tesla-Model-3-Gegner mit 1.000 km Reichweite
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Antrieb und Performance

Beim Antriebsstrang gibt es zunächst keine Qual der Wahl. Der ET5 verfügt stets über einen 150 kW (204 PS) starken Asynchronmotor an der Vorderachse und einen Synchronmotor mit 210 kW (285 PS) Leistung an der Hinterachse. Die Systemleistung gibt Nio mit 360 kW (490 PS) an. So gerüstet, soll die Allradlimousine in 4,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen. Eine Angabe zur Höchstgeschwindigkeit gibt es noch nicht.

© Nio
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Design

Beim Design orientiert sich der 4,79 Meter lange ET5 am ET7. Das soll für einen einheitlichen Markenauftritt mit Wiedererkennungspotenzial sorgen. Insgesamt kommt die kleinere Limousine jedoch etwas sportlicher daher. Die glatte Front wird von den extrem schmalen LED-Scheinwerfern geprägt. In der Schürze gibt es zwei vertikale und einen horizontalen Lufteinlass. In den drei Ausbuchtungen oberhalb der Windschutzscheibe sitzen Sensoren und Kameras für das (teil-)autonome Fahren. Die tropfenförmige Silhouette ist – wie beim Model 3 – voll und ganz der Aerodynamik verschrieben. Am Heck erinnern die schmalen Rückleuchten inklusive durchgängigem Leuchtenband etwas an den aktuellen  Porsche 911 . Ansonsten wirkt das Hinterteil extrem reduziert.

© Nio
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Innenraum

Das Interieur ist ebenfalls aufs Wesentliche reduziert. Als zentrale Steuereinheit dient der vertikal angeordnete Touchscreen in der Mittelkonsole. Darüber hinaus steht wie bei  allen Modellen der Marke  die digitale Sprachassistentin „Nomi“ zur Verfügung. Sie thront wie ein kleiner Roboterkopf oben am Armaturenbrett. Im Gegensatz zum Model 3 gibt es im ET5 ein digitales Kombiinstrument. Darüber hinaus bietet Nio ein Head-up-Display mit Augmented Reality- und Virtual Reality-Funktionen an.

© Nio
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Verfügbarkeit

Der ET5 wird in China produziert und soll auf seinem Heimatmarkt ab September 2022 ausgeliefert werden. Kurze Zeit später soll der Stromer auch in Europa landen. Bisher hat Nio bestätigt, dass das neue Modell in den Niederlanden, in Schweden, in Deutschland und in Dänemark auf den Markt kommen wird. Weitere Länder könnten folgen. Preise wurden noch nicht verraten. Da sich der ET5 aber voll auf das Model 3 einschießt, dürfte die Basisversion ab rund 45.000 Euro starten. Für eine knapp 4,80 m lange E-Limousine mit 490 PS und 550 km Reichweite wäre das ein echter Kampfpreis.