Bild: Lexus

Nippon Jet

Lexus LFA auf dem Nürburgring

Lexus will mit seinem neuen Supersportler LF-A bei diversen Rennen und Rennserien antreten. Im Mittelpunkt steht das 24-Stunden-Rennan auf dem Nürburgring.

Toyotas Nobeltochter Lexus betrachtet die GT Serien des weltweiten Motorsports schon seit langem als ideale Bühne zur Demonstration von Produktqualitäten und Technikkompetenz. Die im seriennahen Langstrecken-Rennsport erlebbare Kombination aus Hochleistungstechnologie und mechanischer Beanspruchung aller Komponenten soll es der Marke ermöglichen, Werte wie Qualität, Zuverlässigkeit und Dauerhaltbarkeit publikumswirksam zu demonstrieren. Des Weiteren profitieren auch die Serienwagen von den Rennsportaktivitäten. Denn dortige Entwicklungen ziehen später auch bei den Straßenautos ein.

Nach dem Rückzug aus der Formel 1, hätte Toyota in diesem Jahr eigentlich mehr Geld für andere Rennsportaktivitäten gehabt. Doch dann kam das Rückrufdebakel, was der Lexus-Mutter einen Schaden in Milliardenhöhe bescheren dürfte.



Der Klassiker am Nürburgring
Für Lexus sind die Highlights im Jahr 2010 der Einsatz des Supersportwagens LFA beim 24h-Rennen am Nürburgring und die geplante Titelverteidigung in den japanischen Rennserien Super GT 500 und GT 300.  Viele werden es nicht wissen, doch die Marke tritt heuer bereits zum dritten Mal in Folge mit dem LFA beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring an, und das obwohl der Wagen erst ab Herbst 2010 in einer limitierten Auflage zu kaufen seine wird. Bei der 38. Auflage des Langstreckenklassikers setzt das Racing-Team zwei eigens präparierte Exemplare des 560 PS starken Straßensportwagens ein (siehe Fotos).

Technische Daten (Serienversion)
Beim Triebwerk griffen die Ingenieure noch auf das Toyota-Formel 1 Know-How zurück. Deshalb wundert es auch nicht, dass der 4,8 l V10 (Formel 1-Autos fahren mittlerweile wieder mit V8) eine wahre Drehorgel ist. Bis 9.000 Umdrehungen pro Minute sind locker drinnen, seine Höchstleistung von 560 PS steht erst bei 8.700U/min zur Verfügung. Diese Daten zeigen auch gleich auf wen es die Japaner abgesehen haben, denn der V10 des Lamborghini Gallardos leistet ebenfalls 560 PS, im R8 V10 bringt es das Aggregat auf 525 PS, der V8 des neuen Ferrari 458 Italia leistet 570 PS und im Mercedes SLS AMG verrichtet ein 571 PS starker V8 seinen Dienst- willkommen im Club der Hochleistungs-Saugmotoren! Das Drehmoment von 480 Nm ist zwar nicht sonderlich beeindruckend, hat mit dem 1,5 Tonnen Auto aber auch keine Mühe. In 3,7 Sekunden katapultiert sich der LFA auf Landstraßentempo, auf Rennstrecken und deutschen Autobahnen sind 325 km/h möglich. Ein automatisiertes sequentielles Sechsganggetriebe leitet die Kraft an die Hinterräder im Format 305/30 R20.

Zu den weiteren Highlights des LFA zählen seine Kohlefaserkarosserie und die serienmäßigen Keramikbremsen.



In Japan sehr erfolgreich
Die Super GT 500 Meisterschaft ist Japans bekannteste Rennserie und erreicht dort eine besonders große Popularität. Im Jahr 2009 setzte Lexus dort den SC 430 (Klappdach-Roadster) mit 3,4-Liter V8 ein und gewann sowohl den Fahrertitel als auch die Konstrukteurswertung. In der GT 300 Serie startete die Marke mit dem IS 350 mit 3,0-Liter V8 und gewann ebenfalls beide Titel.