Nissan verkauft den Leaf zum Kampfpreis

E-Auto nun deutlich billiger

Nissan verkauft den Leaf zum Kampfpreis

Japanischer Elektroauto-Pionier ab sofort mit deutlich gesenktem Einstiegspreis.

Als die erste Generation des Leaf in den Handel kam, gab es für Nissans Elektroauto kaum Konkurrenz. Mittlerweile ist die zweite Generation des Leaf schon wieder einige Zeit auf dem Markt. Und diese hat in den letzten Monaten eine ganze Reihe an neuen Konkurrenten bekommen. Um bei den Verkaufszahlen dennoch weiterhin vorne mitzuspielen, verkaufen die Japaner ihren Stromer ab sofort zum Kampfpreis.

© Nissan

Preise beider Varianten gesenkt

Nissan hat den Listenpreis des kompakten Fünfsitzers in Österreich stark gesenkt. Die Preise für den Leaf starten damit bei 29.990 Euro – und das noch vor Abzug des E-Mobilitätsbonus in der Höhe von derzeit 3.300 Euro. Die Preisreduktion für das Einstiegsmodell, den Leaf Visia, beträgt damit 3.690 Euro. Auch die Preise des e+ Modells mit großer 62-kWh-Batterie wurden gesenkt – hier sogar um  4.640 Euro. Damit bekommt man den Leaf e+ Acenta nun ab 38.350 Euro. Auch von diesem Betrag lässt sich noch der E-Mobilitätsbonus in der Höhe von 3.300 Euro abziehen. Damit man die Förderung der heimischen Regierung einstreifen kann, müssen jedoch gewisse Voraussetzungen wie die Beziehung von Ökostrom im Eigenheim erfüllt werden.

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Einstiegsmodell

Der E-Motor des nun ab 29.990 Euro verfügbaren Leaf Visia leistet wie gehabt 110 kW (150 PS) und bietet ein maximales Drehmoment von 320 Nm. Die Batterie mit 40 kWh Kapazität bietet eine Reichweite von bis zu 270 km (nach WLTP kombiniert). Mit dem sogenannten e-Pedal wird der Stromer auf Wunsch mit nur einem Pedal beschleunigt, gebremst, gestoppt und angehalten. Zudem ist der Leaf Visia mit einem Typ-2-Ladeanschluss (bis 3,6 kW) sowie mit dem CHAdeMO-Anschluss für Schnellladung ausgestattet. Ohne Aufpreis an Bord ist auch ein EVSE-Kabel für den Anschluss an die Haushaltssteckdose (bis 2,3 kW).

Zur Serienausstattung des Leaf Visia zählen u.a. Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn und hinten, elektrisch einstellbare Außenspiegel, ein Audiosystem mit Bluetooth-Schnittstelle sowie AUX- und USB-Anschlüsse, eine beleuchtete Ladeklappe sowie ein Licht- bzw. Regensensor. Für aktive Sicherheit sorgen ein autonomer Notbrems-Assistent mit Fußgängererkennung, ein Spurhalte-Assistent mit korrigierendem Bremseingriff, ein Fernlicht-Assistent, ein Totwinkel-Assistent und ein Querverkehrs-Warner, eine Verkehrszeichenerkennung sowie Geschwindigkeitsregelanlage und -begrenzer.

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Top-Variante

Der Leaf e+ Acenta verfügt über einen stärkeren Antriebsstrang und dank seiner 62-kWh-Batterie um eine um 40 Prozent höhere Reichweite. In Verbindung mit dem 160 kW (217 PS) starken Elektromotor fährt der kompakte Nissan mit einer Ladung im kombinierten WLTP-Zyklus bis zu 385 Kilometer weit.

Zusätzlich zu den Features des Visia verfügt der Leaf e+ Acenta u.a. über ein Lederlenkrad sowie einen adaptiven Geschwindigkeits- und Abstands-Assistenten. 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und blaue Akzentleisten an der Frontschürze zählen zu den äußeren Erkennungsmerkmalen. Außerdem an Bord sind ein Typ-2-Anschluss (bis 6,6 kW), ein Mode-3-Kabel (Typ2/Typ2 bis 7,4 kW) sowie eine Wärmepumpe für eine effizientere Klimatisierung. Zur Serienausstattung zählt auch das Multimedia-System NissanConnect EV mit Rückfahrkamera, 8-Zoll-Touchscreen, Digital-Radio (DAB), Sprachsteuerung sowie Smartphone-Integration via Apple CarPlay und Android Auto.

Das ebenfalls serienmäßige EV-Telematiksystem ist auf das Fahren mit einem Elektroauto ausgelegt. Es weist beispielsweise den Weg zur nächsten Ladestation, hilft bei der Routenplanung, zeigt die Reichweite an und liefert Energieinformationen und Fahreranalysen. Über die NissanConnect EV-App können unter anderem Klimaanlage und Ladevorgang aus der Ferne gesteuert werden.

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Fazit

Mit der deutlichen Preisreduktion rüstet sich Nissan gegen die immer stärker werdende Konkurrenz. Zu den Hauptgegnern des E-Auto-Pioniers zählen u.a. der VW  ID.3 , das Tesla  Model 3 , der Mazda  MX-30 , der Hyundai  Ioniq  oder der Kia  e-Niro . Bis auf den teureren Tesla bewegen sich die genannten Konkurrenten preislich und größentechnisch in etwa auf dem Niveau des Leaf. Mit dem  Ayira  bringt Nissan im kommenden Jahr auch ein elektrisches Kompakt-SUV auf den Markt, das sich u.a. mit dem Skoda  Enyaq  und dem VW  ID.4  um Kunden matchen muss.

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