Kosten fürs Autofahren explodieren

Plus 9,6 Prozent im Juni!

Kosten fürs Autofahren explodieren

Schon im achten Monat hintereinander wurde Autofahren mehr als doppelt so teuer wie das sonstige Alltagsleben - Juni brachte höchsten Anstieg seit 8 Jahren!

Nicht nur Diesel und Benzin machen den Autofahrern zu schaffen. Die Autokosten sind allein im Juni gleich um 9,6 Prozent gestiegen - der höchste Anstieg seit Juni 2000! "Damit mussten die Autofahrer auch im Juni wieder einen mehr als doppelt so hohen Preisschub verkraften als die allgemeine Bevölkerung - ganz wie in den letzten acht Monaten", bringt es ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil auf den Punkt. Das Pendlerpaket der scheidenden Regierung sei zudem viel zu mickrig ausgefallen.

Der ARBÖ drängt auf eine weitere Entlastung der Autofahrer:
  • Zurücknahme der Mineralölsteuererhöhung
  • Reform der Pendlerpauschale zu Gunsten der Klein- und Mindestverdiener
  • höheres Kilometergeld (45 statt 42 Cent)
  • funktionierende Wettbewerbskontrolle für Treibstoffe.
Gegenüber Mai vorigen Jahres hat sich Diesel um 43,8 Prozent verteuert, Normalbenzin um 20,8 und Superbenzin um 19,7 Prozent. Preistreiber waren auch die Parkgebühren mit +22,7 Prozent, Motoröl +9,6 Prozent, Autobatterien +8,8 Prozent, Ölservice um +7,2 Prozent, Parkpickerl +7 Prozent, Autozündkerzen +6,8 Prozent. Das "Pickerl" kostet um 5,9 Prozent mehr, Scheibenwischer um 5,3 Prozent mehr und für Auspuffmaterial muss man um 4,4 Prozent mehr ausgeben, fürs Reifenservice um 4,3 Prozent mehr. Um 4,2 Prozent mehr kostet die Kfz-Spengler-Stunde, 4,1 Prozent mehr die Kfz-Elektrikerstunde und um 3,5 Prozent mehr die Kfz-Mechanikerstunde.

Vergleich: Preisentwicklung bei Autokosten und generelle Teuerung


Preissprung bei Versicherungen
Deftig gestiegen sind mittlerweile auch wieder die Kosten für die Kfz-Haftpflichtversicherung: sie zogen um 4,7 Prozent an, während die Prämien für Teilkaskoversicherungen um 6,8 Prozent gesunken sind. Dass die Kfz-Haftpflichtversicherung stärker gestiegen ist, als die allgemeine Inflation stößt auf massive Kritik des ARBÖ. Denn die Steigerungen der Prämien wurden an die allgemeine Inflation gekoppelt.

Seit November 2007 bis jetzt haben sich die Autokosten doppelt so rasch nach oben bewegt: