Kunde lässt sich Lambo ohne Dach & Scheiben anfertigen

Sündteures Einzelstück namens "SC20"

Kunde lässt sich Lambo ohne Dach & Scheiben anfertigen

Der sündteure Zweisitzer wird von einem brachialen V12-Motor befeuert.

Neue Konkurrenz für den McLaren  Elva  und den Aston Martin  V12 Speedster ? Nicht ganz. Zwar bringt auch Lamborghini einen offenen Zweisitzer ohne Dach und Windschutzscheibe, doch hierbei handelt es sich um ein Einzelstück für einen solventen Kunden. Der für den Straßeneinsatz zugelassene Italiener hört auf die Bezeichnung SC20 und basiert auf dem  Aventador SVJ Roadster .

© Lamborghini

Offenes Geschoss

Wie sein Genspender wird auch der SC20 vom 6,5 Liter V12-Saugmotor mit einer Leistung von 770 PS einem Drehmoment von 720 Nm befeuert. Fahrleistungen verrät Lamborghini zwar nicht, doch der offene Zweisitzer dürfte in unter drei Sekunden auf Tempo 100 sprinten und eine Spitze jenseits der 300 km/h erreichen. Dann sollten Fahrer und Beifahrer aber besser einen Helm tragen. Denn Fliegen und andere Insekten dürften bei dieser Geschwindigkeit im Gesicht ziemlich schmerzen. Für die Kraftübertragung zeigt sich ein für den SC20 optimiertes 7-Gang-Getriebe verantwortlich. Der Allradantrieb mit elektronischem Mittendifferenzial sowie Pirelli P Zero Corsa Reifen auf Zentralverschlussfelgen mit 20 Zoll vorn und 21 Zoll hinten bringen die Leistung auf den Asphalt.

Video zum Thema: Lamborghini-Einzelstück SC20
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Zweites „One-Off“-Modell

Der SC20 ist nach dem  Aventador SVJ Xago  das zweite von der Motorsportabteilung konzipierte und vom Centro Stile in Sant’Agata Bolognese designte „One-Off“-Modell. Maßgeblich waren hierbei die Wünsche des Kunden, der von den ersten Skizzen der Lamborghini Designer an in das Projekt einbezogen wurde. Das gemeinsame Ziel bestand darin, ein einzigartiges Fahrzeug mit beeindruckenden Fahreigenschaften zu erschaffen. Wie die Fotos zeigen, ist das auch gelungen. Die Karosserie aus Carbonfaser wurde von den Aerodynamik Experten händisch abgeschliffen und geglättet. Dementsprechend hoch dürfte der Preis, über den Stillschweigen vereinbart wurde, ausfallen. Unter zwei Millionen Euro dürfte sich hier nichts abgespielt haben.

© Lamborghini

Design

Mit einem Lamborghini fällt man im Straßenverkehr zwar ohnehin auf wie ein bunter Hund, doch dieses Einzelstück treibt das Hingucker-Potenzial auf die Spitze. Der Frontsplitter wird von zwei Finnen umrahmt, die Lufteinlässe an der Frontklappe sind vom Huracán GT3 EVO inspiriert. Die profilierten Seitenteile erinnern wiederum an den Look des Essenza SCV12. Das breite Heck wird von einem großen Carbonflügel dominiert, der sich in drei Positionen einstellen lässt. Darüber hinaus wartet der SC20 mit exklusiven Details auf, darunter die eigens für den Kunden entworfenen, auf dem Farbton Bianco Fu (weiß) basierenden Karosseriefarben, die mit Blu Cepheus (blau) akzentuiert werden. Dieser Farbton findet sich auch im Innenraum im Wechselspiel mit Nero Cosmus (schwarz) und Bianco Lea (weiß) wieder.

© Lamborghini

Innenraum

Das Interieur verfügt auch über sichtbare Carbonfaser, die bei Kombiinstrument-Abdeckung, Rückwand, Türverkleidungen, Mitteltunnel, Lenkraddetails und Monocoque zum Einsatz kommt. Ebenfalls aus Carbonfaser gefertigt sind die Sitzschalen mit Alcantara- und Lederbezug. Bei den Türgriffen ist die Wahl dagegen auf Vollaluminium gefallen. Ebenfalls hervorzuheben sind die im 3D-Druckverfahren gefertigten Gitter der Innenraumbelüftung.

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