Selbstfahrender Audi erreichte Ziel

Nach 900 Kilometer

Selbstfahrender Audi erreichte Ziel

Hersteller zeigt, dass autonomes Fahren bereits möglich ist.

Experiment gelungen, Auto lebt – so könnte das Fazit nach einem ambitionierten Audi-Experiment lauten. Wie berichtet, schickte der deutsche Hersteller am Sonntag (Ortszeit) einen A7 piloted driving concept auf die 900 km lange Reise vom Silicon Valley nach Las Vegas zur International CES 2015 (Consumer Electronics Show). Am Dienstag (Ortszeit) kam der Prototyp planmäßig und unfallfrei in der Spieler-Metropole an. Ausgewählte Journalisten erlebten das pilotierte Fahren live auf dem Fahrersitz. Dabei beeindruckte das Konzeptauto mit dem natürlichen Fahreindruck und der harmonischen Funktion in unterschiedlichen Alltagssituationen.

>>>Nachlesen: Selbstfahrender Audi fährt rund 900 km

Aufgabe gemeistert
Mit der planmäßigen Ankunft hat sich der Audi A7 3.0 TFSI quattro piloted driving concept beim Langstreckentest unter realen Alltagsbedingungen bewährt. „Die Ergebnisse der Testfahrt unterstreichen unsere Kompetenz im pilotierten Fahren“, so Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Audi Vorstand für Technische Entwicklung. „Ich gratuliere dem Team engagierter Entwickler von Audi, der Volkswagen Konzern­forschung und dem Electronics Research Laboratory (ERL), die diesen Erfolg möglich gemacht haben.“ An zwei Tagen erlebten die Medienverteter auf Einzeletappen von jeweils rund 100 Meilen die Fahrfunktionen in unterschiedlichen Situationen. Insgesamt legten sie im öffentlichen Verkehr eine Distanz von mehr als 560 Meilen, also rund 900 Kilometer, zurück. Ein erfahrener Testfahrer von Audi begleitete die Fahrt auf dem Beifahrersitz.

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Zahlreiche Sensoren
Der Erprobungsträger nutzt, wie berichtet, unterschiedliche Seriensensoren beziehungsweise seriennahe Sensoren um sein Umfeld zu erfassen. Long-Range-Radarsensoren der adaptive cruise control (ACC) und des side assist (ASA) sowie je zwei nach links und rechts gerichtete Mid-Range-Radarsensoren an Front und Heck ermöglichen die 360‑Grad-Rundumsicht. Im Singleframe-Grill und in der Heckschürze arbeiten Laserscanner. Sie liefern zusätzliche Informationen zur Detailerkennung statischer und dynamischer Objekte.

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So funktioniert´s
Das System, das der Audi A7 piloted driving concept nutzt, entlastet den Fahrer auf Autobahnen im Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 70 mph, also bis rund 110 km/h. Das Forschungsauto führt selbständig Spurwechsel und Überholvorgänge aus und kann automatisiert beschleunigen und bremsen. Vor dem Ausscheren nach links oder – auf amerikanischen Highways – nach rechts gleicht er sein eigenes Tempo an die Geschwindigkeit der Autos im Umfeld an und nimmt den Spurwechsel vor, wenn die Berechnung ergibt, dass Distanz und Zeit ausreichen. Bevor das System für pilotiertes Fahren an seine heutigen Grenzen stößt, etwa in Stadtgebieten, fordert es den Fahrer auf, das Auto wieder zu übernehmen.

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>>>Nachlesen: VW zeigt Cockpit des nächsten Golf

Diashow: Blick ins Golf-Cockpit der Zukunft

VW zeigt auf der CES in Las Vegas das Golf-Cockpit der Zukunft. Dieses verfügt über drei große Displays.

Das Herzstück ist ein Touchscreen zur Steuerung von Unterhaltungsanlage und Bordcomputer mit einer Bildschirmdiagonale von 12,8 Zoll (32,5 cm).

Darunter liegt ein kleinerer Bildschirm namens „Control Center“ zur Steuerung von Funktionen wie der Klimaanlage, Multimedia und Fahrzeugfunktionen.

Die klassischen Zeigeranzeigen ersetzt das dritte, 12,3 Zoll große Display des Kombiinstrumentes.

Einige der Bedieneingaben werden dabei nur mehr per Gesten gesteuert. Man muss die Displays also gar nicht mehr berühren. Möglich macht das eine eine 3D-Kamera, die im Dachmodul sitzt.

Damit keine ungewollten Bedienschritte ausgeführt werden, muss sich der Fahrer bei dem System anmelden. Dies geschieht in dem er die Finger einer Hand auseinanderspreizt und unter die Kamera hält.

Am frei konfigurierbaren Kombiinstrument können verschiedenste Funktionen und Daten angezeigt werden. Vom Navigationssystem über die Mediathek bis hin zu Daten des Bordcomputers.

VW-Manager Heinz-Jakob Neusser stellte den Golf R Touch auf der 2015 International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vor.

Außen sieht der Golf R Touch aus wie ein normaler Golf R - abgesehen von der zweifarbigen Lackierung.

>>>Nachlesen: Das ist der Mercedes der Zukunft

Diashow: Fotos vom Mercedes F 015 Luxury in Motion

Der deutsche Autokonzern Daimler hat auf der Technikmesse CES in der US-Stadt Las Vegas seine Vision für ein selbstfahrendes Auto der Zukunft vorgestellt.

Der silberne Prototyp fuhr selbständig nach einer Tour durch die Wüste und die Stadt auf die Bühne. Eine zentrale Idee des Forschungsfahrzeugs ist ein kontinuierlicher...

...Informationsaustausch zwischen Fahrzeug, Passagieren und Außenwelt. Ein kleiner Schwarm leuchtender LEDs kann sich im Einklang mit dem Fußgänger über den Kühlergrill bewegen.

Mit einer ähnlichen Anordnung roter LED-Lichter am Heck kann auch dem Fahrzeug dahinter angezeigt werden, dass es vor der Motorhaube gerade Bewegung gibt.

Für den bequemen Aus- oder Einstieg drehen sich die Sitze elektrisch angetrieben um jeweils 30 Grad nach außen, sobald die gegenläufigen Türen geöffnet werden.

Das Design des 5,22 m langen, über 2 m breiten und 1,53 m hohen "Monolits" dürfte Traditionalisten etwas schockieren.

Dreh- und Angelpunkt des innovativen Interieur-Konzepts des F 015 ist das variable Sitz-System mit vier drehbaren Lounge-Chairs, das eine Vis-à-Vis-Konstellation der Sitze ermöglicht.

Alle vier Passagiere können die Zeit im Fahrzeug zum Arbeiten, Entspannen oder Kommunizieren nutzen.

Für den Informationsaustausch gibt es sechs rundum installierte, in die Armaturentafel sowie die Rück- und Seitenwände integrierte Displays.

Die Passagiere können über Gesten, Eye-Tracking oder Berührung der hochauflösenden Bildschirme intuitiv mit dem vernetzten Fahrzeug interagieren.

Der außergewöhnlich großzügige Radstand von 3.610 Millimetern zeigt, dass ein maximales Platzangebot für die Passagiere im Fokus der Entwicklung stand.