Skoda zeigt sein Elektro-SUV Enyaq

Offizielle Weltpremiere

Skoda zeigt sein Elektro-SUV Enyaq

Tschechen haben die offizielle Weltpremiere ihres neuen Flaggschiffs angekündigt.

Nachdem  Skoda  bis auf das finale Design bereits so gut wie alle Daten des  Enyaq iV verraten hat , steht nun auch der Termin für die Weltpremiere des ersten Elektro-SUVs der Marke fest - oben ist die Studie Vision iV zu sehen. Die Tschechen enthüllen den Enyaq am 1. September 2020 in Prag im Rahmen einer virtuellen Präsentation. Die Premiere des neuen Skoda-Flaggschiffs markiert auch den Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des heurigen 125-jährigen Jubiläums der Unternehmensgründung.

© Skoda

Im Rahmen der Ankündigung wurde auch ein Teaser-Foto mit der Silhouette des Stromers veröffentlicht. Wie berichtet, seht der Enyaq auf dem modularen Elektrobaukasten (MEB) des VW-Konzerns und  teilt sich die Plattform u.a. mit dem Audi  Q4 e-tron (Sportback)  und dem VW  ID.4.

>>>Nachlesen:  Alle Infos zu Skodas erstem Elektro-SUV

© Skoda

Abmessungen

Anfang Mai hat Skoda bereits mehrere Erlkönig-Fotos und zahlreiche technische Daten des Enyaq veröffentlicht. Auf den Fotos ist das Elektro-SUV zwar noch getarnt, dennoch sind einige typische Skoda-Merkmale erkennbar. Der Enyaq ist fünf Zentimeter kürzer als der Kodiaq, wird aufgrund des MEB jedoch deutlich mehr Platz im Innenraum bieten.  Denn die gesamte Antriebstechnik ist im Unterboden integriert. Konkret ist der Stromer 4.648 Millimeter lang, 1.877 Millimeter breit und 1.618 Millimeter hoch. Er verfügt über einen Radstand von 2.765 Millimetern und das Kofferraumvolumen beträgt 585 Liter. Die für ein SUV niedrig angesetzte Ladekante soll ein einfaches Beladen ermöglichen. Die Frontpartie ist von der 2019er-Studie Vision iV inspiriert. Während es sich beim Konzeptfahrzeug jedoch um ein SUV-Coupé handelt, kommt das Serienmodell zunächst als konventionelles SUV mit steil stehender Heckklappe in den Handel.

© Skoda

Antriebsvarianten, Batteriegrößen & Leistungsstufen

In den Einstiegsvarianten treibt ein Heckmotor die Hinterräder an. Bei den leistungsstärkeren Versionen ist vorne ein zweiter Elektromotor verbaut, was für einen elektrischen Allradantrieb sorgt. In der stärksten Variante zieht der Enyaq bei Bedarf eine Anhängelast bis zu 1.200 kg. Insgesamt bietet Skoda fünf verschiedene Leistungsvarianten und drei Batteriegrößen an - je nach Version werden entweder die Hinterräder oder alle vier Räder angetrieben. Dank der hohen Batterieeffizienz, der rollwiderstandsarmen Reifen (5,9 Promille) und einer für ein SUV guten Aerodynamik (cw ab 0,27) sollen mit dem Fahrzeug Reichweiten von bis zu 500 Kilometern im WLTP-Zyklus möglich sein.

© Skoda

Das Einstiegsmodell ist der Enyaq iV 50; die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über einen Energiegehalt von 55 kWh, davon lassen sich 52 kWh netto nutzen. Der Elektromotor im Heck leistet 109 kW und die maximale Reichweite beträgt bis zu 340 Kilometer. Beim 132 kW starken Enyaq iV 60 mit einem 62-kWh-Akku (netto 58 kWh) reicht der Strom laut Skoda für bis zu 390 Kilometer. Über die größte Reichweite von bis zu 500 Kilometern verfügt der heckgetriebene Enyaq iV 80 mit 150 kW. Seine Batterie mit 82 kWh (netto 77 kWh) ist auch in den zwei Versionen mit einem zweiten Elektromotor und Allradantrieb verbaut, die als 80X und vRS 195 kW und 225 kW leisten. Das Top‑Modell erreicht die Marke von 100 km/h aus dem Stand in 6,2 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei abgeregelten 180 km/h. Die maximale Reichweite beider Allradversionen beträgt bis zu 460 Kilometer.

© Skoda

Aufladen

Skodas Elektro-SUV bietet drei verschiedene Ladeoptionen. Neben der haushaltsüblichen 230V‑Steckdose mit 2,3 kW Wechselstrom lässt sich das Fahrzeug zu Hause über Nacht an Wallboxen mit bis zu 11 kW aufladen. Je nach Batteriegröße dauert der Ladevorgang sechs bis acht Stunden. Als dritte Ladeoption lässt sich das Fahrzeug an Schnellladesäulen mit Gleichstrom und mit bis zu 125 kW Ladeleistung anschließen. Hier lädt die Batterie des Enyaq iV im Idealfall innerhalb von 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent auf.

© Skoda
Auf dem Foto ist das Cockpit des Vision iV zu sehen. An diesem dürfte sich die Serienversion orientieren.

Innenraum

Laut Skoda stellt der neu gestaltete Innenraum ein optisches Highlight dar. Darüber hinaus bietet das Fahrzeug viele moderne Konnektivitäts- und Infotainmentlösungen. Der Fahrer erhält über ein frei stehendes, zentrales Display mit einer Größe von 13 Zoll sowie auf Wunsch per Head-up-Display mit Augmented Reality alle relevanten Informationen, die durch eine permanente Online-Verbindung immer auf dem neusten Stand gehalten werden. Mit seinen großzügigen Platzverhältnissen soll der Enyaq all jene Interessenten ansprechen, die ein ebenso voll alltagstaugliches wie nachhaltiges Elektrofahrzeug suchen. 

© Skoda

E-Offensive kommt ins Rollen

Der Enyaq ist das erste Serienfahrzeug der tschechischen Marke auf Basis des MEB des Volkswagen Konzerns und das nächste von insgesamt über zehn elektrifizierten Modellen, die bis Ende 2022 unter dem Dach der Submarke iV auf den Markt kommen. Bis 2025 rechnet Skoda mit einem Verkaufsanteil von 25 Prozent rein elektrischer Fahrzeuge und Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb. Zu Letzteren zählt neben dem Superb iV auch der brandneue  Octavia RS iV . Bis 2021 investiert die VW-Tochter zwei Milliarden Euro in die Entwicklung von elektrifizierten Modellen und den Aufbau eines ganzheitlichen und vernetzten Ökosystems für moderne und umweltfreundliche Mobilitätslösungen.

Noch mehr Infos über Skoda finden Sie in unserem Marken-Channel.

Verfügbarkeit

Die Produktion des rein batterieelektrischen SUV auf Basis des MEB erfolgt im Skoda Stammwerk in Mladá Boleslav. Damit wird der Enyaq iV in Europa als einziges Fahrzeug auf dieser Plattform außerhalb von Deutschland gefertigt. Die Serienversion wird noch heuer enthüllt. Die Markteinführung dürfte 2021 erfolgen. Preislich könnte es zwischen 40.000 und 45.000 Euro losgehen

© Skoda