Skodas E-SUV Enyaq iV startet zum Kampfpreis

Ab sofort bestellbar

Skodas E-SUV Enyaq iV startet zum Kampfpreis

Tschechischer Stromer ist deutlich günstiger als sein Technikbruder VW ID.4.

Kurz nachdem VW den  Vorbestellstart für den ID.4  eingeläutet hat, zieht  Skoda  nach. Ab sofort kann in Österreich auch der  Enyaq iV  bestellt werden. Bei den Preisen schlägt er seinen deutschen Technikbruder deutlich. Das liegt aber auch daran, dass es den ID.4 zunächst nur als gut ausgestattete 1st Edition, mit 150 kW (204 PS) und inklusive 77 kWh-Batterie (82 kWh brutto) mit bis zu 520 km Reichweite gibt. Für die beiden zum Marktstart verfügbaren Modelle des elektrischen VW-SUVs werden mindestens 47.890 Euro (ID.4 1st) bzw. 57.390 Euro (ID.4 1st Max) fällig. Da liegt der Stromer von Skoda deutlich darunter. Der ebenfalls baugleiche Audi  Q4 e-tron  dürfte noch einmal deutlich teurer werden als der VW.

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Preise und Ausstattung

Der Enyaq iV 60 ist hierzulande ab sofort zu einem Preis ab 39.230 Euro bestellbar. Hier ist dann eine 62 kWh Batterie (58 kWh netto), die eine WLTP Reichweite von bis zu 412 km bietet, an Bord. Die E-Maschine leistet 132 kW (180 PS), bietet ein Drehmoment von 310 Nm und beschleunigt das 4,65 m lange SUV in 8,7 Sekunden auf 100 km/h. Darüber hinaus gibt es zum Bestellstart noch den Enyaq iV 80. Das vorläufige Top-Modell kostet mindestens 45.540 Euro und bietet mit seinem 82 kWh-Akku (77 kWh netto) eine WLTP-Reichweite von bis zu 535 km. Bei gleicher Batteriegröße schrumpft der Preisvorteil des Skoda gegenüber dem ID.4 also auf rund 2.300 Euro. Die Leistung ist ebenfalls mit dem deutschen Technikzwilling ident. Der Enyaq iV 80 bringt es auf 150 kW (204 PS) sowie 310 Nm Drehmoment und beschleunigt in 8,5 Sekunden auf Tempo 100. Alle Modelle sind im Rahmen des Umweltbonus voll förderfähig: Die Netto-Fördersumme in Österreich beträgt jeweils 5.000 Euro. Zieht man diese Summe vom Listenpreis ab, liegt die Elektroversion auf ähnlichem Niveau wie ein vergleichbarer Kodiaq.

Die Serienausstattung fällt ziemlich umfangreich aus. Beim Enyaq iV 60 sind u.a. 19-Zoll Leichtmetallräder, beheizbares Lenkrad, Schaltwippen zum manuellen Wechseln der Rekuperationsstufen, 13 Zoll Touchscreen-Navigation, Fahrprofilauswahl und Parksensor hinten an Bord. Der Enyaq iV 80 bietet zusätzlich Rückfahrkamera, Parksensor vorne und hinten, variabler Ladeboden, Chromrahmen um die Seitenfenster und Kofferraum-Netzprogramm. Weitere verfügbare Ausstattungslinien, die beim Stromer Design Selections heißen, sind „Lodge“, „Lounge“, „Suite“ und „Ecosuite“.

Die Markteinführung erfolgt in Österreich im zweiten Quartal 2021. Die Bestellbarkeit der limitierten „Founders Edition“ (siehe unten) – einer Reminiszenz an das 125 Jahre Jubiläum von Skoda – wird noch in diesem Jahr erfolgen. Die Bestellmöglichkeit der Einstiegsvariante iV 50 und der sportlichen Speerspitze Enyaq RS iV folgen nach aktueller Planung im ersten Quartal 2021, die Allradvariante Enyaq iV 80x startet im zweien Quartal 2021.

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Abmessungen und Design

Der Enyaq iV ist fünf Zentimeter kürzer als der Kodiaq, bietet aufgrund des MEB jedoch innen so viel Platz wie der deultich längere Superb.  Denn die gesamte Antriebstechnik ist im Unterboden integriert. Konkret ist der Stromer 4.648 Millimeter lang, 1.877 Millimeter breit und 1.618 Millimeter hoch. Er verfügt über einen Radstand von 2.765 Millimetern und das Kofferraumvolumen beträgt 585 Liter. Den Maximalwert hat Skoda noch nicht verraten. Der Kodiaq schluckt jedoch mehr (650 bis 2.065 Liter). Die für ein SUV niedrig angesetzte Ladekante soll ein einfaches Beladen ermöglichen. Neben ausgewogenen Proportionen setzt Skoda auch auf klare Linien und große Flächen. So wird die Seitenansicht nur durch eine Sicke unterhalb der Fensterlinie unterbrochen. Darüber hinaus verfügt das Elektro-SUV über einen traditionellen Grill. Andere Hersteller setzen bei ihren Stromern häufig auf eine geschlossene Front. Karl Neuhold, Leiter Exterieur Design bei Skoda, erklärt das mit dem hohen Wiedererkennungswert für die Marke. Beim Enyaq iV ist der Grill weit nach vorne gezogen und steht aufrechter, das soll für einen kraftvollen optischen Auftritt sorgen. Der absolute Hingucker ist aber die Beleuchtung des Grills. Hinter einer Glasabdeckung sitzen 19 vertikale Streben und eine Querstrebe – das ganze Element wird von 130 LEDs beleuchtet. Dieses Feature wird jedoch Aufpreis kosten. Auch die LED-Scheinwerfer (optional mit Matrix-Technologie) und die Tagfahrlichtleiste stechen ins Auge.

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Die Frontpartie ist also eindeutig von der 2019er-Studie Vision iV inspiriert. Während es sich beim Konzeptfahrzeug jedoch um ein SUV-Coupé handelt, kommt das Serienmodell zunächst als konventionelles SUV mit steil stehender Heckklappe in den Handel. Zwischen den flachen, zweigeteilten Rückleuchten prangt der Skoda-Schriftzug. Ein kleiner Dachkantenspoiler verlängert die Dachlinie. Das soll nicht nur der Optik sondern auch der Reichweite zugutekommen. In den dezent ausgestellten Radkästen sitzen bis zu 21 Zoll große Räder. Insgesamt tritt der Enyaq iV äußerst selbstbewusst auf. Kein Wunder, stellt er doch das neue Flaggschiff der Marke dar.

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Nachhaltigkeit im Innenraum

Beim Blick ins Cockpit zeigt sich, dass der Enyaq innen äußerst modern und aufgeräumt wirkt. Das Layout erinnert etwas an den neuen Octavia, weist aber auch einige spezifische Merkmale auf. Laut Skodas Interieur-Design-Chef Norbert Weber soll das Cockpit an moderne Wohnwelten erinnern. Farben und Materialien wurden aufeinander abgestimmt. Zudem kommen laut dem Hersteller zahlreiche nachhaltig verarbeitete und recycelte Materialien zum Einsatz. Die Sitzbezüge bestehen beispielsweise zu 40 Prozent aus Schurwolle, die restlichen 60 Prozent des Stoffes sind aus dem Polyester recycelter PET-Flaschen gefertigt. Das Raumangebot profitiert wiederum vom MEB. Hier bietet der konzeptionsbedingt fehlende Mitteltunnel eine Vielzahl an Möglichkeiten. Vorn wurde dieser Raum für eine zusätzliche Stauebene unterhalb der in mehreren Ebenen aufgebauten Mittelkonsole genutzt. Den Passagieren im Fond kommt der zusätzliche Platz im Fußraum vor dem mittleren Sitzplatz ebenso zugute wie die großzügige Beinfreiheit durch den langen Radstand.

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Wie im neuen Octavia gibt es ein Zweispeichen-Lenkrad. Dahinter sitzt ein relativ kleines digitales Kombiinstrument (5,3 Zoll). Wichtige Informationen, die durch eine permanente Online-Verbindung immer auf dem neusten Stand sind, werden über das Head-up-Display inklusive Augmented Reality-Funktion direkt in die Windschutzscheibe projiziert. Das System kostet jedoch Aufpreis. Ein weiteres Highlight ist der freistehende und 13 Zoll große Touchscreen. Über diesen werden fast alle Funktionen gesteuert. Alternativ gibt es auch einen Sprachassistenten und die Knöpfe am Lenkrad. Ansonsten finden sich kaum noch manuelle Tasten. Smartphones lassen sich via Android Auto oder Apple CarPlay kabellos koppeln. Zudem gibt es unter der Mittelkonsole gleich zwei induktive Lademöglichkeiten Über eine kostenlose App können aus der Ferne verschiedene Fahrzeugdaten abgerufen oder Funktionen wie die Vorklimatisierung gesteuert werden. Das Infotainment ist dank integrierter SIM-Karte permanent online. Software-Updates wie neues Kartenmaterial fürs Navi werden ohne Werkstattbesuch - over the air - aufgespielt.

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Fünf Antriebsvarianten

In den Einstiegsvarianten treibt ein Heckmotor die Hinterräder an. Bei den leistungsstärkeren Versionen ist vorne ein zweiter Elektromotor verbaut, was für einen elektrischen Allradantrieb sorgt. In der stärksten Variante zieht der Enyaq bei Bedarf eine Anhängelast bis zu 1.200 kg. Insgesamt bietet Skoda fünf verschiedene Leistungsvarianten und drei Batteriegrößen an - je nach Version werden entweder die Hinterräder oder alle vier Räder angetrieben. Dank der hohen Batterieeffizienz, der rollwiderstandsarmen Reifen (5,9 Promille) und einer für ein SUV guten Aerodynamik (cw ab 0,27) sollen mit dem Fahrzeug Reichweiten von bis zu 510 Kilometern im WLTP-Zyklus möglich sein.

Das Einstiegsmodell ist der Enyaq iV 50; die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über einen Energiegehalt von 55 kWh, davon lassen sich 52 kWh netto nutzen. Der Elektromotor im Heck leistet 109 kW (150 PS) und die maximale Reichweite beträgt bis zu 340 Kilometer. Beim 132 kW (180 PS) starken Enyaq iV 60 mit einem 62-kWh-Akku (netto 58 kWh) reicht der Strom laut Skoda für bis zu 390 Kilometer. Über die größte Reichweite von bis zu 510 Kilometern verfügt der heckgetriebene Enyaq iV 80 mit 150 kW (204 PS). Seine Batterie mit 82 kWh (netto 77 kWh) ist auch in den zwei Versionen mit einem zweiten Elektromotor und Allradantrieb verbaut, die als 80X und vRS 195 kW (265 PS) und 225 kW (306 PS) leisten. Das Top‑Modell erreicht die Marke von 100 km/h aus dem Stand in 6,2 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei abgeregelten 180 km/h. Die maximale Reichweite beider Allradversionen beträgt bis zu 460 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei allen Varianten bei 160 km/h abgeregelt. Nur das RS-Modell darf bis zu 180 km/h fahren.

Video zum Thema: Das ist Skodas Elektro-SUV Enyaq iV
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Aufladen

Skodas Elektro-SUV bietet drei verschiedene Ladeoptionen. Neben der haushaltsüblichen 230V‑Steckdose mit 2,3 kW Wechselstrom lässt sich das Fahrzeug zu Hause über Nacht an Wallboxen mit bis zu 11 kW aufladen. Je nach Batteriegröße dauert der Ladevorgang sechs bis acht Stunden. Als dritte Ladeoption lässt sich das Fahrzeug an Schnellladesäulen mit Gleichstrom und mit bis zu 125 kW Ladeleistung anschließen. Hier lädt die Batterie des Enyaq iV im Idealfall innerhalb von 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent auf.

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Sondermodell zum Firmenjubiläum

Ein besonderes Highlight ist die auf 1.895 Exemplare limitierte „Founders Edition“ des Elektro-SUVs, die im Jubiläumsjahr für die 125-jährige Unternehmensgeschichte steht. Eine von der tschechischen Kristallmanufaktur Preciosa gefertigte Plakette mit laufender Editions-Nummer am Multifunktions‑Lederlenkrad kennzeichnet die Fahrzeuge des Sondermodells. Der beleuchtete Kühlergrill ist bei der Founders Edition ebenfalls serienmäßig mit an Bord. Der Jubiläums Enyaq ist mit zwei Motor-Batterie-Varianten und in zwei Farben erhältlich. Außerdem verfügt er über 21 Zoll-Leichtmetallräder, sportliche Front- und Heckschürzen sowie die Ausstattungslinie (Design Selection) „ecoSuite“ mit nachhaltig gegerbtem Leder. DieAuslieferung des Enyaq iV in der exklusiven Founders Edition wird voraussichtlich im Frühling 2021 erfolgen.

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Fazit

Die Produktion des rein batterieelektrischen SUV auf Basis des MEB erfolgt im Skoda Stammwerk in Mladá Boleslav. Damit wird der Enyaq iV in Europa als einziges Fahrzeug auf dieser Plattform außerhalb von Deutschland gefertigt. Schon der Preis des Enyaq iV 60 ist eine echte Ansage an die Konkurrenz. Der im Laufe des kommenden Jahres nachgereichte Enyaq iV mit 150 PS kostet bei unseren deuschen Nachbarn ab 33.800 Euro, was einem Kampfpreis entspricht. Das große SUV liegt damit nämlich auf einem Niveau mit den elektrischen Kleinwagen Mini Cooper SE (ab rund 32.500 Euro), Honda e (ab rund 35.000 Euro) oder Peugeot  e-208 (ab rund 32.000 Euro). Und das bei teils größerer Reichweite - Mini und Honda schaffen nur knapp über 200 Kilometer.