So kommt der neue VW Bulli (T6)

Studie gibt Ausblick

So kommt der neue VW Bulli (T6)

Neue Generation des meistverkauften Großraumbusses ist im Anmarsch.

Seit Jahrzehnten beißen sich die Konkurrenten am VW Bus (aktuelles Modell ist der T5) die Zähne aus – der Bulli ist nach wie vor der eindeutige König seiner Klasse. Auch wenn sich VW sein Aushängeschild sehr gut bezahlen lässt. Zuletzt startete Mercedes mit der brandneuen V-Klasse jedoch einen Frontalangriff, der natürlich auch von VW mit Argusaugen beobachtet wurde. Kein Wunder, schließlich ist der Mercedes-Bus auf dem neuesten Stand der Technik, verfügt über ein ansehnliches Design und liegt in Sachen Image nicht mehr weit hinter dem mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen T5. Doch der Nachfolger, der T6 , scharrt bereits in den Startlöchern. Im nächsten Jahr soll die neue Bulli-Generation in den Handel kommen. Wie diese in etwa aussehen wird, wissen wir aber bereits jetzt. Volkswagen Nutzfahrzeuge präsentiert nämlich anlässlich der diesjährigen IAA für Nutzfahrzeuge ein Konzeptfahrzeug, das bereits einen konkreten Ausblick auf das kommende Design gibt.

© Volkswagen NFZ
So kommt der neue VW Bulli (T6)
× So kommt der neue VW Bulli (T6)

VW tarnt den T6 noch als offroad-taugliche Pritschenwagen-Version.

Konzept und Antriebsstrang
Die Studie hört auf den Namen „Tristar“, der bei so manchen älteren Bulli-Fans wohl Erinnerungen wach werden lässt. Vor 30. Jahren hörte die erste Synchro-Studie nämlich ebenfalls auf diesen Namen. Beim aktuellen Konzeptfahrzeug handelt es sich um einen bulligen Pritschenwagen (Länge 4.788; Breite 2.320 mm; Höhe 2.066 mm) mit Extended Cab (Doppelkabine), Stylingbar und kurzem Radstand. Passend zum Namen darf natürlich auch der permanente Allradantrieb nicht fehlen. Zusätzlich gibt es eine mechanischer Hinterachs-Differenzialsperre und 30 Millimeter Höherlegung. Ladung kann auf zwei getrennte Ebenen verteilt werden: Unter der Pritsche, auf der das grobstollige Ersatzrad untergebracht ist, befindet sich eine staub- und wasserdichte Schublade. Als Antrieb kommt ein 2,0l-TDI mit 204 PS und einem Drehmoment von 450 Nm zum Einsatz. So gerüstet, sprintet der Tristar in exakt 10 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 185 km/h.

© Volkswagen NFZ
So kommt der neue VW Bulli (T6)
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Auch das Grundlayout des Cockpits wird sich nicht mehr großartig verändern.

Design
Wichtiger als die Technik ist für Bulli-Fans jedoch das Design. Und hier sehen wir am Tristar bereits die Front des T6. Die Designer setzen dabei auf eine akzentuierte, neue und doch bekannte Formensprache: die scharfen, umlaufende Linien, LED-Scheinwerfer und eine veränderte Architektur der gesamten Front lassen die Studie kraftvoll und breit auftreten. Dagegen wirkt der T5 schon fast ein bisschen hemdsärmelig. Im Innenraum hat natürlich die schöne neue Welt Einzug gehalten. Die modern gezeichnete Schalttafel erinnert in Form und Funktionalität an frühere Modelle des VW Bullis. Der Innenraum verfügt neben dreh- und verschiebbarem Fahrer- und Beifahrersitz über ein 20-Zoll-Tablettisch und zeitgemäße Videokonferenz- und Soundsysteme. Ein witziger Studien-Gag ist die integrierte Espressomaschine, die es wohl kaum in die Serie schaffen wird.

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Fazit

Obwohl es sich beim Tristar um eine Studie handelt, gibt sie dennoch bereits einen konkreten Ausblick auf den T6. Wenn man sich die Offroad-Schminke und den Pritschenaufbau wegdenkt, sieht man eigentlich schon fast die nächste Bulli-Generation vor sich. Auch von dieser wird es wieder unzählige Varianten, Aufbauten sowie Spezialanfertigungen geben, die mit zahlreichen Motoren, Getrieben und Antriebsformen kombiniert werden können. Und genau in dieser enormen Vielfalt und Flexibilität liegt auch das Erfolgsgeheimnis des Bulli.

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Diashow: Fotos vom VW Bulli Concept

Wie einst der Samba-Bus, trägt auch der 2011 in Genf präsentierte Bulli eine Zweifarbenlackierung – in diesem Fall Weiß und Rot.

In Weiß gehalten ist das „V“ der Motorhaube. Horizontal ausgelegt sind die schmalen Doppelscheinwerfer mit L-förmigen LED-Tagfahrlichtern.

Die Studie ist 3,99 Meter lang, 1,75 Meter breit und 1,70 Meter hoch.

Das Cockpit der Studie ist übersichtlich gestaltet. Quer über die gesamte Breite verläuft ein Band mit Belüftungsöffnungen. Vor dem Fahrer erschließt sich der als Halbkreis ausgeführte Tacho.

Navigationssystem, Telefon, Bordrechner und Mediathek – also die komplette Einheit aus Tacho und Multifunktionsdisplay ist zudem mit dem iPad in der Mittelkonsole verbunden.

Wie einst der T1, ist auch der neue Bulli vorn dank des flachen Bodens mit einer durchgängigen Sitzbank ausgestattet. Hinten bietet der Van ebenfalls Platz für Drei.

Dank E-Antrieb ist der 2011 präsentierte Bulli ein sogenanntes Zero-Emission-Vehicle. Die Studie wird elektrisch angetrieben. 85 kW und 270 Newtonmeter liefert der Elektromotor des Vans.

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Diashow: Fotos von der neuen Mercedes V-Klasse

Die ausdrucksstarke Front wird vor allem durch die großen Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht geprägt. Der große Stern im Grill zeigt gleich, dass hier ein echter Mercedes kommt.

Die leicht gewölbte Motorhaube wurde etwas verlängert. Darüber hinaus wirkt das Auto mit den beiden Sicken an den Flanken und dem Chromstreifen unterhalb der Seitenfenster etwas eleganter.

Hinten fällt die weit heruntergezogene Heckscheibe auf. Diese lässt sich erstmals...

...unabhängig von der Heckklappe öffnen und schließen und ermöglicht dadurch den Zugriff auf eine zweite Ladeebene.

Innen geht es Pkw-haft zu. Die geschwungene Instrumententafel, die bereits in der Basisausstattung mit Kunstleder überzogene Abdeckung des Armaturenbretts,...

...Chromschalter, Zierblenden in Holzoptik, Ambientebeleuchtung und das mit Leder bespannte 3-Speichen-Mulitfunktionslenkrad sorgen für ein Wohlfühlklima.

Völlig neu ist zudem die Multimediageneration mit einem Touchpad zur Bedienung aller Telematik-Funktionen im Auto.

Auf der Mittelkonsole thront ein 8,4-Zoll-Display, der je nach gewähltem Command-System alle Stückerl (Internet-Zugang, 3D-Navi, Musikstreaming, etc.) spielt.

Größtes Kaufargument dürfte aber nach wie vor das immense Raumangebot und die...

...vielseitigen Sitzkonfigurationen im Fond, wie zum Beispiel mit Einzelsitzen oder mit Zweier- und Dreiersitzbänken, sein.

Der 2,1-Liter-Vierzylinder mit Common-Rail-Direkteinspritzung ist mit 136 PS, 163 PS und 190 PS erhältlich.

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Diashow: Fotos vom VW Bulli (T1) Last Edition

Die Lackierung des Kombi Last Edition ist in Blau und das Dach, die Dachsäulen und die Stoßfänger sind in Weiß gehalten.

Knapp unterhalb der Fenster verläuft ein weißer Dekorstreifen um die Seiten und das Heck des Fahrzeugs herum. Die Felgen und Radkappen sind ebenfalls weiß.

Die Instrumentengruppe mit dem Tachometer in der Mitte und der Tankanzeige auf der rechten Seite ist kult. Das MP3-Radio verfügt über Hilfs- und USB-Eingänge.

Am Armaturenbrett fällt die Plakette aus gebürstetem Aluminium auf, welche die Fahrzeuge der Sonderserie jeweils mit einer individuellen Nummer von 1 bis 600 identifiziert.

Die Sitze sind mit speziellem Vinyl bezogen, mit Kedern in Atlanta Blue und zweifarbig (blau und weiß) gestreiften Mittelpolstern.

Die inneren Seiten-, Tür- und Laderaumabdeckungen sind ebenfalls mit Vinyl in "Atlanta Blue" bezogen und mit dekorativen Stickereien verziert.

Der Bulli muss vor allem praktisch sein - Raum gibt es in Hülle und Fülle.