So sieht ein nackter Aventador aus

Blick aufs Chassis

So sieht ein nackter Aventador aus

Lamborghini gibt Einblick in das aufwendige Grundgerüst.

Wer schon immer wissen wollte, wie es unter der Karosserie eines lupenreinen Supersportwagens aussieht, bekommt nun die Gelegenheit dazu. Lamborghini hat jetzt nämlich dem Europäischen Patentamt (EPO) in München ein Kohefaser Monocoque des Aventador LP 700-4 zur Dauerausstellung übergeben. Luciano de Oto (Bild unten), Head of Advanced Composite Research Center von Lamborghini war bei der Übergabe zugegen.

© Lamborghini
So sieht ein nackter Aventador aus
× So sieht ein nackter Aventador aus

Zahlreiche Patente
Die Ausstellung des Monocoques soll die Technologieführerschaft der italienischen Audi-Tochter auf dem Gebiet der kohlefaserverstärkten Verbundmaterialien untermauern. Zudem bezeugt sie die langjährige Verbundenheit des Hauses aus Sant’Agata Bolognese und dem EPO. Letzteres ist eine zwischenstaatliche Einrichtung Europas, bei der Lamborghini – wie viele andere Hersteller auch - zahlreiche Patente angemeldet hat, u.a. auch für die Produktionsprozesse von Kohlefasermaterialien und für weitere Technologien im Aventador.

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Besonderheit
Das Lamborghini-Flaggschiff verfügt über ein „integrales‘‘ Monocoque. Im Unterschied zu anderen Lösungen bildet die Zelle, also Boden und Dach des Fahrzeugs eine einzige Struktur und gewährleistet dadurch eine überaus hohe strukturelle Stabilität. Dies soll wiederum zu maximaler Performance im Hinblick auf Dynamik und passive Sicherheit sorgen. Das Monocoque wiegt nur 147,5 Kilogramm. Laut eigenen Angaben sind die Italiener der einzige Autohersteller weltweit, der den gesamten Verarbeitungsprozess der Kohlefaser in Eigenregie abwickelt, von der 3D-Planung bis hin zur computerisierten Simulation, einschließlich Produktion, Abnahme und Qualitätskontrolle bis hin zur Reparatur durch sogenannte Flying Doctors.

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Diashow: Bilder von der Testfahrt mit dem Aventador

Flach und breit kauert der Avantador über dem Asphalt. Die Kurven auf der Teststrecke verleibt er sich förmlich ein.

Wenn man dieses Fahrzeug auf der Straße zu Geschicht bekommen sollte, dann wahrscheinlich nur aus dieser Perspektive.

Selbst in Weiß sieht der Top-Lambo nicht gerade unschuldig aus.

Im Heck lauert der 700 PS starke Zwölfzylinder, der den Aventador in 2,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 katapultiert.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 350 km/h.Gestartet...

...wird das Biest über den Schalter in der Mitteklkonsole. Letztere ist wie das...

...gesamte Cockpit sehr übersichtlich gestaltet.

Analog war gestern: Alle Anzeigen werden nur mehr digital eingeblendet.

Diashow: Fotos vom Aventador Roadster

Optisch ist der offenen Zweisitzer sofort als Aventador zu erkennen. Die radikal...

...wurde eins zu eins vom Coupé übernommen.

Mit aufgesetztem Dach fallen die Unterschiede selbst in der Seitenansicht marginal aus.

Hinten gibt es die größten Neuerungen. Zwar stammen Leuchten und Diffusor ebenfalls vom geschlossenen Bruder, dennoch musste die Grundform deutlich geändert werden.

Die Motorabdeckung verläuft flacher und verfügt über zwei markante Luftein- bzw. -auslässe.

Zusätzlich wird der Roadster mit neuen Felgen („Dione“) im Format 20 Zoll vorne und 21 Zoll hinten angeboten, die ein besonders aggressiver Look auszeichnet.

Die wichtigste Neuheit beim Roadster ist jedoch das zweiteilige, komplett aus Karbonfaser gefertigte Hardtop.

Jedes Dachteil wiegt weniger als 6 kg. Die beiden Elemente des Hardtops sind abnehmbar und lassen sich mit wenigen Handgriffen im Gepäckfach verstauen.

Als Antrieb kommt auch beim Roadster das exakt 700 PS starke 6,5 Liter-V12-Kraftwerk zum Einsatz. Kein Wunder, dass der offene Lambo rekordverdächtige Fahrleistungen bietet.

Er katapultiert sich von 0 auf 100 km/h in glatten 3 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h.

Die immense Power wird über das Independent-Shifting-Rod Getriebe (ISR) mit 7 Gängen an alle vier Räder weitergeleitet.

Im Innenraum geht es sportlich kühl zu. Dennoch wird auch viel Luxus geboten.