So teuer ist der völlig neue Audi RS3

Preise von Sportback & Limousine

So teuer ist der völlig neue Audi RS3

Für den High-Performance-Kompakten mit Fünfzylinder müssen Kunden tief in die Tasche greifen.

Kurz nach der  Weltpremiere des neuen RS3 , der wieder als Sportback und Limousine in den Handel kommen wird, hat  Audi  die Bestellbücher geöffnet. Und dabei zeigt sich, dass Kunden für den High-Performance-Kompakten tief in die Tasche greifen müssen. Wer sich den 400 PS-Boliden in die Garage oder vor die Haustür stellen will, muss mindestens 69.800 Euro investieren. Dafür bekommt man den Sportback. Die RS 3 Limousine schlägt mit mindestens 70.940 Euro zu Buche.  Damit befindet sich der Audi jedoch in guter Gesellschaft. Mercedes verlangt für den AMG A 45 4Matic (387 PS) 69.420 Euro, der  AMG A 45 S 4Matic  (421 PS) schlägt sogar mit 75.340 Euro zu Buche. BMW hat die M2-Version  vom neuen 2er Coupé  noch nicht vorgestellt. 

© Audi
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Performance

An der Leistungsschraube wird beim bewährten 2.5 TFSI in der neuen Generation nicht gedreht. Wie im  Vorgänger  und in den Schwestermodellen  RS Q3 (Sportback)  sowie  TT RS  bringt es der Ottomotor auch im neuen RS3 auf 400 PS – im Cupra  Formentor VZ5  sind es „nur“ 390 PS. Dafür steigt das Drehmoment um 20 Nm auf nun 500 Nm. So gerüstet, katapultiert sich der allradgetrieben Kompaktsportler in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Abgeregelt liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h. Optional sind 280 km/h möglich. Mit RS Dynamikpaket und Keramikbremse beträgt der Top-Speed 290 km/h. Dann zieht der Audi sogar an den stärkeren Konkurrenten Mercedes AMG A45 4Matic und BMW M2 Competition vorbei. Die Power des Fünfzylinders bringt ein auf Sportlichkeit getrimmtes 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Straße. Die einzigartige Zündfolge 1 2 4 5 3 des Triebwerks sorgt für den unnachahmlichen Sound, für den der 2.5 TFSI mittlerweile legendär ist. Der Klang lässt sich über das Fahrdynamiksystem drive select anpassen. In den Modi dynamic und RS Performance öffnen die Klappen früher. Wer noch mehr auf die Ohren will, kann zur optionalen RS Sportabgasanlage greifen.

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RS3 erstmals mit Driftmodus

Bei der Fahrdynamik hinkte der RS3 seinen Konkurrenten – vor allem dem BMW – stets etwas hinterher. Hier machte sich vor allem die Kopflastigkeit durch frühes Untersteuern bemerkbar. Die neue Generation will mit diesem Makel aufräumen. Denn der neue RS 3 ist das erste Audi Allrad-Modell (quattro) mit serienmäßigem "Torque Splitter". Er ersetzt das Hinterachsdifferenzial und das bisherige Lamellenkupplungspaket an der Hinterachse. Stattdessen kommt je eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung an der jeweiligen Antriebswelle zum Einsatz. So soll das passende Moment an der Hinterachse optimal verteilt werden. Die neue Technologie erlaubt auch die Einführung eines Drift-Modus, bei dem der Torque Splitter die gesamte Kraft auf eines der hinteren Räder leitet. Hinzu kommt ein serienmäßiges Sportfahrwerk mit neu entwickelten Dämpfern und spezifischem Ventilsystem. Letzteres soll im Rahmen der Zug- und Druckstufen-Kennlinie für ein besonders sensitives Ansprechverhalten der Stoßdämpfer sorgen. Die Karosserie liegt zehn Millimeter tiefer als beim S3 und 25 Millimeter tiefer als beim A3. Als Hauptmaßnahme gegen die Untersteuertendenz dient der größere Radsturz, der laut Audi für eine genauere Lenkansprache und erhöhte Seitenführungskraft sorgt. Serienmäßig sorgen größer dimensionierte und neu entwickelte Sechskolben-Stahlbremsen für eine adäquate Negativbeschleunigung. Optional gibt es eine Keramik-Bremsanlage.

Video zum Thema: Das ist der neue Audi RS3 (2021)

 

Design

Optisch macht der neue RS3 aus seiner Kraft keinen Hehl. Während der  S3  noch auf dezente Sportlichkeit setzt, lässt es das RS-Modell ordentlich krachen. An der Front sorgen der breite Stoßfänger, der neu gestaltete Singleframe mit schwarzem Wabengitter und die großen Lufteinlässe für ein aggressives "Gschau". Serienmäßig gibt es flache, keilförmige LED-Scheinwerfer. Absolutes Highlight sind jedoch die optionalen Matrix-Scheinwerfer mit abgedunkelten Blenden und einem Pixelfeld von 3 x 5 LED-Segmenten. Als Leaving- und Coming-Home-Inszenierung erscheint im linken Scheinwerfer eine Zielflagge, auf der Fahrerseite der RS 3 Schriftzug. Beim Fahren leuchtet beidseitig die Zielflagge auf. Seitlich sticht der zusätzliche Luftauslass hinter den vorderen Radhäusern ins Auge. Darüber hinaus setzt Audi auf markante Seitenschweller inklusive schwarzem Einleger sowie 19-Zoll-Gussräder. Für einen sportlichen Abschluss sorgen der spezifische Heckstoßfänger mit integriertem Diffusor, der Dachkantenspoiler, LED-Rückleuchten mit dynamischen Blinkern und die Abgasanlage mit zwei großen ovalen Endrohren. Bei der Limousine sitzt eine Abrisskante auf der Heckklappe. Die neuen RS 3-Modelle sind exklusiv in den Farben Kyalamigrün und Kemoragrau bestellbar. Erstmals lässt sich optional für die Limousine das Dach in der Kontrastfarbe Brillantschwarz ordern.

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Anzeigen im RS-Stil

Auch im Innenraum bringen diverse RS-spezifische Elemente den sportlichen Anspruch zur Geltung. So gibt es im 12,3 Zoll großen, serienmäßigen virtual cockpit plus spezifische Anzeigen. Die Drehzahl wird in Form eines Balkendiagramms angezeigt, Leistung sowie Drehmoment erscheinen in Prozentangaben. Optional ist die Anzeige der Drehzahl im neuen „Runway“-Design erhältlich. Dabei werden die Werte, grafisch ähnlich einer Flugzeug-Landebahn, in umgekehrter Richtung angezeigt. Darüber hinaus integriert Audi Anzeigen zu G-Kräften, Rundenzeiten und der Beschleunigung von 0-100 km/h, 0-200 km/h, Viertelmeile und Achtelmeile. Ein ziemlich cooles Feature ist die Schaltblitz-Anzeige im manuellen Getriebemodus. Sie skaliert die Drehzahl analog zum Motorsport von grün über gelb bis rot blinkend. Das optionale Head-up-Display verfügt ebenfalls über eine Schaltblitz-Anzeige. Der 10,1 Zoll große Touchscreen integriert wiederum den sogenannten RS-Monitor, in dem die Temperaturen von Kühlmittel, Motor- und Getriebeöl sowie die Reifendrücke ablesbar sind.

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Interieur

Das eigentliche Interieur ist ebenfalls auf Sportlichkeit getrimmt. Dafür sorgen u.a. die Instrumententafel aus Carbon und Sportsitze mit RS-Prägung und anthrazitfarbener Kontrastnaht. Optional stehen Ledersitze mit Wabensteppung sowie Designpakete in Rot und Grün zur Wahl. Sie beinhalten spezielle Fußmatten mit Kontrastnaht und Stickung sowie Gurtbänder mit farbigen Rändern. Serienmäßig ist der neue RS 3 mit einem abgeflachten Multifunktions-Lederlenkrad im Drei Speichen-Design inklusive Schaltpaddels ausgestattet. Wer sich für das Designpaket entscheidet, erhält neben dem RS-Logo eine 12 Uhr-Markierung. Alternativ gibt es ein rundes Lenkrad mit kapazitiver Grifferkennung, für assistierte Lenkfunktionen. Beiden gemein ist die neue "RS Mode"-Taste auf der rechten Lenkradspeiche. Damit lassen sich die drive select Modi RS Performance, RS Individual oder der zuletzt genutzte Modus anwählen.

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Verfügbarkeit

Der RS 3 Sportback und die RS 3 Limousine rollen Ende Oktober dieses Jahres zu den heimischen Audi-Händlern.

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