VW-Studie gibt Ausblick auf Polo-SUV

T-Cross Breeze

VW-Studie gibt Ausblick auf Polo-SUV

Der neue Tiguan bekommt einen nur 4,13 Meter langen Bruder.

Vor wenigen Wochen hat VW angekündigt, dass am Genfer Autosalon 2016 (Publikumstage 3. bis 13. März) eine SUV-Studie gezeigt wird, die einen Ausblick auf einen kleinen Bruder des Tiguan gibt. Jetzt hat der Hersteller das Geheimnis gelüftet und dabei für eine echte Überraschung gesorgt. Beim T-Cross Breeze handelt es sich nämlich um ein SUV-Cabrio. Die Serienversion wird es zwar wohl nur als geschlossenes Modell geben, dennoch ist der Wow-Effekt dank der Offenheit gegeben.  

© Volkswagen
Aus dieser Perspektive ist die optische Nähe zum Evoque Cabrio nicht abzustreiten.

Design und Abmessungen
Bis zur A-Säule gleicht der T-Cross Breeze dem kommenden Serienmodell schon sehr stark. Lediglich das eckige Tagfahrlicht könnte noch etwas dezenter gestaltet werden. Grill und LED-Scheinwerfer sorgen für ein freundliches Gesicht. Hier ist die enge Verbindung zur 2014er-Studie "T-Roc" (ebenfalls auf Polo-Basis) deutlich zu erkennen. Seitlich und am Heck ist die Ähnlichkeit zum Range Rover Evoque Cabrio nicht abzustreiten. Doch da VW ohnehin keine offene Variante in Serie bauen dürfte, ist das ziemlich egal. Technisch nutzt das nur 4,13 Meter lange Mini-SUV Bauteile des Polo und des modularen Querbaukastens (MQB), auf dem auch Golf, Tiguan, Seat Ateca / Leon, Audi Q2, etc. aufbauen. Hier macht sich die hohe Flexibilität der Plattform einmal mehr bezahlt.

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Die Studie macht auch geschlossen eine gute Figur.

Antrieb
Laut VW-Markenvorstand Herbert Diess wird es sich bei der Serienversion um ein preiswertes Spaßmobil mit hoher Alltagstauglichkeit handeln. Aus diesem Grund fällt auch der Antrieb völlig normal aus. Statt einem E-Motor oder einem Plug-in-Hybrid setzt VW beim T-Cross Breeze auf einen herkömmlichen 110 PS starken Dreizylinder-TSI mit 175 Nm Drehmoment. Über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) treibt der aufgeladene Benziner die Vorderachse an. So gerüstet, sprintet das 1.250 kg leichte SUV-Cabriolet in 10,3 Sekunden auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 188 km/h. Normverbrauch und CO2-Wert: 5,0 l/100 km und 115 g/km.

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Laut VW sehen wir hier das Cockpit von morgen, das bald in Serie geht.

Interieur
Auch das Interieur dieser Studie ist keine Science-Fiction, sondern ein Ausblick auf die mittelfristige Serie. VW setzt an Bord des T-Cross Breeze ein nahezu schalterloses Bedienkonzept um und schlägt so die Brücke zum erstmals Anfang des Jahres auf der CES in Las Vegas präsentierten BUDD-e (Elektro-Bulli) . Mit Ausnahme der Lenkstockhebel, der Fensterheber und der Tasten zum Öffnen und Schließen des Softtops sind alle Bedienelemente des T-Cross Breeze als touch-sensitive Flächen oder als „By-wire-Lösungen“ ausgeführt. Fest in die Bedienung implementiert ist zudem die Gestensteuerung und das freistehende Display, dessen Homescreen frei konfigurierbar ist. Laut VW sehen wir hier das Cockpit von morgen. Smartphone-Integration, Online-Anbindung und Navigation mit Echtzeitdaten dürfen heutzutage natürlich nicht mehr fehlen.

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Fazit
Der jetzt in Genf vorgestellte T-Cross Breeze zeigt, wo VWs Reise in der Polo-Klasse hinführen wird. Die Marke beruft sich in der Zeit ihrer schwersten Krise (Abgas-Skandal) auf alte Stärken und will einen bezahlbaren Crossover mit hohem technischem Anspruch zu günstigen Preisen in den Handel bringen. Da das Segment der besonders kleinen SUVs auch in den kommenden Jahren boomen dürfte, stehen die Erfolgschancen ziemlich gut. Nun bleibt nur zu hoffen, dass das neue Polo-SUV so schnell wie möglich auf die Straßen kommt. Zwei Jahre dürfte das aber mindestens noch dauern.

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