Reifen mit silberner Felge.

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Warum die richtigen Felgen so wichtig sind

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Neben der Farbe und Größe des Fahrzeugs fällt ein Feature den meisten Menschen als allererstes auf: die Felgen Sie können ein wahres Highlight sein und das ganze Auto ins richtige Licht rücken. 

Dabei sind Felgen sehr viel mehr als schmückendes Beiwerk. Sie sind in besonderem Maße am Fahrverhalten und Grip des Autos beteiligt. Umso wichtiger ist es also, beim Felgenkauf die Augen offen zu halten und zu den richtigen Modellen zu greifen. Die Auto- und Felgenhersteller haben deshalb mittlerweile eine ganze Bandbreite an Modellen entworfen, aus denen Autokäufer wählen können.

Die Felgen sind nicht nur aus optischen Gründen ein wichtiges Element an einem Auto. Sie erfüllen auch praktische Zwecke.

Felgen sind mehr als ein Hingucker

Natürlich sind die Autofelgen ein optischer Blickfang am Auto. Dennoch sollte die reine Optik eher zweitrangig sein. Stattdessen kommt es auf ganz andere Faktoren an, beispielsweise auf das Material und die Befestigung. Denn eine Felge sollte gut halten, dem Auto Grip geben und das Fahrverhalten nicht unnötig beeinflussen. Mit der richtigen Felge lässt sich all das kombinieren – mit einer schicken Optik. Unter Tuning-Fans sind Felgen meist das erste Bauteil eines Fahrzeugs, das ausgetauscht wird. Hier lässt sich nämlich mit kleinem Geld eine große Veränderung erzielen.

Die Autohersteller gehen übrigens mit dem Trend und bringen immer leichtere Hightech-Felgen auf den Markt. So brachte BMW den neuen iX3 auf den Markt, dessen Felgen die Reichweite des Elektro-Autos erhöhen sollen.

Wichtig: Die Felgen müssen zum Auto passen

Die Felgen sind ein sehr individuelles Bauteil. Umso wichtiger ist es, dass sie perfekt zum und auf das jeweilige Auto passen. Dabei gibt es zahlreiche Parameter zu bedenken:

• Größe
• Abstand
• Mittelloch
• Befestigung
• Optik
• Einpresstiefe
• Kosten
• Material

Für Laien ist die Bandbreite nicht selten so groß, dass sie überhaupt nicht mehr wissen, wonach sie suchen müssen. Ein Felgen Konfigurator kann hier Abhilfe schaffen. Er leitet die Autobesitzer an und hilft ihnen, eine Felge zu finden, die perfekt zum eigenen Auto passt. In wenigen Schritten lässt sich hier das eigene Automodell auswählen und schon werden dem Kunden passende Felgen verschiedener Marken angezeigt. Autobesitzer finden hier ohne großes Vorwissen passende Felgen, die sie für ihr Auto ohne Probleme nutzen können.

© Pixabay.com Pexels (CC0 Creative Commons)
Neongrüner Rennwagen.

Neongrüner Rennwagen.


Im Motorsport werden Felgen häufig aus Magnesium gefertigt, während für handelsübliche PKW Aluminium am häufigsten ist.

Verschiedene Materialien für Felgen

Es gibt einige Materialien, aus denen Felgen gefertigt sein können. Sie alle bieten individuelle Vor- und Nachteile. Allerdings unterscheiden sie sich optisch mittlerweile kaum noch voneinander.

Aluminium

Die allermeisten, in Europa verkauften Felgen sind mittlerweile Aluminiumfelgen. Aluminium ist im Grunde der Standard bei PKW-Felgen. Das liegt vor allem an den Eigenschaften des Materials. Aluminium ist sehr leicht und weich. Letzteres ist eher unpraktisch, deswegen werden den Alu-Felgen beim Gießen Eisen, Silizium oder andere Metalle beigemischt. Sie wirken sich zwar nicht stark auf das Gewicht aus, erhöhen aber die Stabilität und Stoßfestigkeit. Alu-Felgen werden aus einem oder zwei Teilen gegossen. Beim Design gibt es zahllose Möglichkeiten, sodass für jeden Geschmack das richtige Modell vorhanden ist.

Der große Nachteil von Aluminium-Felgen liegt im Preis. Der kann schnell im hohen, dreistelligen Bereich liegen – pro Felge, versteht sich. Ein handelsüblicher PKW benötigt in jedem Fall vier Felgen. Außerdem sind Alu-Felgen recht anfällig für Stoß- und Kratzschäden. Hier müssen Besitzer vorsichtig sein.

Stahl

Stahl ist das zweite wichtige Material, aus dem Felgen hergestellt werden. Bis zum Siegeszug der Alu-Felge war Stahl der absolute Marktführer. Bei Nutzfahrzeugen sind Stahlfelgen immer noch beliebt. Der große Vorteil von Stahlfelgen ist, dass sie so günstig sind. Es gibt sie bereits für unter 50 Euro das Stück, sodass sich wirklich jeder Autobesitzer Stahlfelgen leisten kann. Ein weiterer Vorteil von Stahlfelgen ist ihre Stabilität. Sie sind nicht sehr anfällig für Kratzer und stehen auch Streusalz, Matsch und Co. unbeeindruckt gegenüber.

Auf der anderen Seite steht das Gewicht. Stahl ist selbstverständlich schwerer als Aluminium, weshalb auch die Felgen mehr auf die Waage bringen. Auch beim Design haben Besitzer keine große Auswahl. Deshalb werden Stahlfelgen für PKWs heute kaum noch verwendet.

Magnesium und Karbon

Es gibt zwei weitere Materialien, aus denen Felgen heutzutage gefertigt werden. Magnesiumfelgen sind noch leichter als Alu-Felgen und auch hier werden andere Stoffe beigemischt, um die Stabilität zu erhöhen. Deshalb sind Felgen aus Magnesium sehr teuer. Sie werden oft im professionellen Motorsport eingesetzt.

Karbonfelgen sind möglicherweise das Produkt der Zukunft. Bisher gibt es keine Automarke, die ihre Fahrzeuge mit Karbonfelgen ausstattet – nicht einmal als Sonderausstattung. Das Material ist sehr teuer, weil es sehr leicht und gleichzeitig sehr stoßresistent ist. Moderne 3D-Druckverfahren stellen in Aussicht, dass es in naher Zukunft möglicherweise Karbonfelgen für Autos im oberen und mittleren Preissegment geben wird.

Darum sollen Felgen möglichst leicht sein

Nun steht natürlich die Frage im Raum, weshalb leichtere Felgen automatisch teurer sind. Immerhin gibt es Autos, die mehrere Tonnen wiegen! Der Unterschied liegt hier in der ungefederten Masse. Die meisten Bauteile eines Autos sind gefedert, werden also abgefangen: Dafür sind Dämpfer, Federn und die Aufhängung zuständig. Sowohl die Karosserie als auch der Motor und viele weitere Bauteile gehören dementsprechend zur gefederten Masse.

Im Gegensatz dazu steht die ungefederte Masse. Dazu gehören all jene Bauteile, deren Gewicht sich direkt auf die Karosserie und die Fahreigenschaften auswirkt. Neben den Felgen gehören die Bremsanlage, die Stoßdämpfer und die Stabilisatoren zur ungefederten Masse. Die Fahreigenschaften des Autos sind davon abhängig, wie das Verhältnis von ungefederter und gefederter Masse ist. Je höher der Anteil der gefederten Masse, desto schlechter die Fahreigenschaften des PKW. Hier entspricht ein Kilogramm ungefederte Masse ungefähr sieben Kilogramm gefederter Masse. Umso wichtiger ist es also, dass die Felgen besonders leicht sind.

© Pixabay.com gimono (CC0 Creative Commons)
Autoreifen im Schnee.

Autoreifen im Schnee.


Es gibt spezielle Felgen, die wintertauglich sind. Für Menschen in Schneegebieten sind diese eine sinnvolle Investition.

Es gibt Winterfelgen!

Neben der Größe, dem Material und der Bauweise gilt es, die Felgen auf die Umgebung abzustimmen. In Regionen, in denen im Winter regelmäßig mit Schnee zu rechnen ist, lohnt sich die Investition in wintertaugliche Felgen. Denn diese sind witterungsbeständiger und nicht so anfällig für Schäden durch Splitt oder Streusalz. Dazu haben Winterfelgen eine spezielle Beschichtung, die verhindert, dass Aluminium oxidiert. Winterfelgen sind zwar etwas teurer als Sommerfelgen, allerdings lohnt sich die Investition. Wer regelmäßig im Winter mit Sommerfelgen fährt, muss die Felgen im Schnitt wesentlich häufiger austauschen.

Natürlich ist es möglich, im Sommer einfach weiterhin mit Winterfelgen zu fahren. Es ist also nicht nötig, das Geld in zwei Sätze Felgen zu investieren. Für Österreicher ist es allemal sinnvoll, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und direkt wintertaugliche Felgen zu kaufen, um jeder Witterung standzuhalten.