GM enthüllt neues Elektroauto Volt

Zum 100. Geburtstag

GM enthüllt neues Elektroauto Volt

Der kriselnde US-Autobauer General Motors will mit der Enthüllung des Elektroautos Chevrolet Volt eine neue Ära eingeleiten.

Das Modell, das auf Messen bereits mehrfach ein Publikumsmagnet war, wurde nun von Konzernchef Rick Wagoner während der Feier zum 100-jährigen Bestehen von GM ganz offiziell enthüllt. Der Wagen hat nach Konzernangaben inzwischen Serienreife erreicht, und ist nicht mehr nur eine technische Demonstrationsplattform. Der Chevrolet Volt wird von einem Elektroaggregat angetrieben, der bei Bedarf von einem kleinen Verbrennungsmotor gespeist werden kann. Im reinen Benzinbetrieb soll der Verbrauch rund 4.7 Liter pro 100 Kilometer betragen. Wird der Volt in Stehzeiten über das Stromnetz aufgeladen, liegt der Verbrauch bei umgerechnet 1,6 Liter pro 100 km.

Anders als bei bisherigen E-Fahrzeugen ist die Reichweite beim Volt laut GM-Angaben kein Problem. Der Mix aus Elektromotor und Benzin-Generator erlaubt dem Volt, mit einer Tankfüllung stolze 1.030 Kilometer weit zu fahren. Als klassischer Hybrid will der Volt aber nicht verstanden werden: Die primäre Energiequelle ist die Batterie - der Verbrennungsmotor dient lediglich dazu, die Reichweite zu erhöhen.

Der Volt soll später übrigens auch von der Rüsselsheimer GM-Tochter Opel angeboten werden.

Probleme bei US-Herstellern
General Motors ist wie seine Konkurrenten Ford und Chrysler auf seinem Heimatmarkt USA in Bedrängnis geraten, weil die Kundschaft wegen der hohen Spritpreise kaum noch leistungsstarke Pickup-Trucks oder Limousinen kauft, an deren Zusatzausstattung sich Jahre lang viel Geld verdienen ließ. Inzwischen versuchen alle Autobauer umzusteuern und treiben die Entwicklung von sparsamen Klein- und Kompaktwagen voran.

Wegen der hohen Spritkosten forcieren die Autokonzerne weltweit Modelle mit alternativen Antrieben. Als besonders zukunftsträchtig gelten Elektroautos. Volkswagen und Daimler streben an, 2010 Wagen mit Elektromotor auf den Markt zu bringen.