Österreicher kaufen immer mehr Öko-Autos

Trotz SUV-Boom

Österreicher kaufen immer mehr Öko-Autos

Wie der ÖAMTC nun herausfand, kaufen die Österreicher vermehrt verbrauchsarme und umweltfreundliche Autos.

Von Jänner bis April 2008 wurden in Österreich um 22,52 Prozent mehr Kleinstwagen neu zugelassen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Gesamtzahl der Neuzulassungen hat in der gleichen Zeit nur um 0,82 Prozent zugelegt. Damit bestätigt sich weiterhin der Trend, dass Herr und Frau Österreicher vermehrt zu verbrauchsarmen Fahrzeugen greifen. "Das zeigt, dass neben Leistung, Sicherheit und Komfort die Faktoren Schadstoffausstoß und Verbrauch immer mehr zu Entscheidungskriterien beim Fahrzeugkauf werden", sagt ÖAMTC-Techniker Thomas Stix.

Der Trend zum umweltfreundlichen und verbrauchsarmen Auto zieht sich durch alle Fahrzeugklassen. "Die aktuellen Statistiken zeigen, dass es Zunahmen im Bereich der Kleinst- und Kleinwagen gibt, in der Kompaktklasse gibt es einen leichten Rückgang, während wir bei der Sport- und Luxusklasse massivste Einbußen verzeichnen", erklärt ÖAMTC-Techniker Stix. Eine Ausnahme gibt es bei den SUVs - da haben die Neuzulassungen zugenommen. Was bei dieser Fahrzeugklasse auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein scheint, bestätigt bei aber genauerem Hinschauen ebenfalls den aktuellen Trend. Denn auch die meistverkauften SUVs sind keine riesigen CO2-Monster, im Gegenteil: Der meistverkaufte der Klasse hat mit einem CO2-Ausstoß von 145 g/km einen Top-Wert. "Die Zunahme der Zulassungszahlen in dieser Klasse bedeutet natürlich nicht, dass SUVs bereits von der Stückzahl her dominieren. Die meisten neuen Autos sind Kleinst- und Kleinwagen, gleich danach kommt die Kompaktklasse", relativiert der ÖAMTC-Techniker. Dass der Autokauf zunehmend auch eine Geldfrage wird, zeigt der bemerkenswerte Anstieg bei der "Billigmarke" Dacia um 254,95 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert.

Am meisten zugenommen hat die Klasse der Kleinstwagen mit plus 22,52 Prozent, geführt vom Fiat Panda, Fiat 500 und BMW Mini. Auch die Klasse der Kleinwagen hat um 6,25 Prozent zugenommen (Skoda Fabia, VW Polo, Peugeot 207), dabei ist aber die Klasse der kleinen Vans (Opel Meriva, VW Caddy, Renault Modus) um 1,8 Prozent rückläufig.

Die zulassungsstarke Sparte der Kompaktklasse verzeichnet einen Rückgang um 4,64 Prozent (VW Golf, Opel Astra, Ford Focus). Bei den entsprechenden Family-Vans ist ein Rückgang um 16,66 Prozent zu verzeichnen (Opel Zafira, VW Touran, Renault Scénic). Auch die traditionell starke Mittelklasse hat um 0,73 Prozent leicht abgenommen (Audi A4, Skoda Octavia, VW Passat).

Die Oberklasse mit den führenden Modellen Mercedes E, Audi A6 und BMW 5-er hat um 13,19 Prozent verloren. Die Luxusklasse (Mercedes S, Jaguar XF, Audi A8) hat um 24,36 Prozent verloren. Die Klasse der Sportwagen (Porsche 911, Audi TT, Mercedes Benz SLK) hat am stärksten um 37,27 Prozent verloren.

Die Klasse der SUVs hat um 6,26 Prozent zugenommen. Dabei sind die drei meistverkauften von Jänner bis April der Nissan Qashqai (CO2-Ausstoß 145 g/km), VW Tiguan (CO2-Ausstoß 182 g/km) und BMW X3-Reihe (CO2-Ausstoß 172 g/km).

CO2-Datenbank des ÖAMTC hilft beim Autokauf
Die ÖAMTC-Techniker haben mehr als 9.000 Fahrzeugmodelle unter die Lupe genommen. Die Autoinfo-Datenbank auf der ÖAMTC-Homepage erlaubt die Auswahl nach Kriterien wie CO2-Ausstoß, Verbrauch, Neupreis, Hubraum, Leistung oder monatlichen Höchstkosten.

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