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Rennsportfans warten gespannt auf neuen DTM-Kalender 2023

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Die aktuelle DTM-Saison ist noch in vollem Gange, doch Rennsportfans warten bereits gespannt auf den Kalender für die Saison 2023. Dieser könnte im Hinblick auf die Austragungsorte einige Überraschungen bergen. 

Die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft 2022 ist noch nicht zu Ende. Nachdem Motorsportfans von April bis September bereits spannende Rennen auf beliebten Rennstrecken genießen konnten, stehen den Fahrern und ihren Teams nun noch die letzten beiden Etappen bevor. Vom 23. bis 25. September ist die DTM auf dem Red Bull Ring in der Steiermark zu Gast, bevor es vom 07. bis 09. November zum großen Finale auf dem Hockenheimring geht.

Während einige Rennsportfans sich noch darauf vorbereiten, das Ergebnis der DTM 2022 zu feiern, blicken andere bereits mit ebenso großer Spannung auf die Bekanntgabe des DTM-Kalenders für die kommende Saison.

In den Startlöchern für die DTM 2023

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen, so ließe sich die momentane Situation im Rennsport wohl zusammenfassen. Bereits jetzt hat die DTM so viele Anfragen von Teams auf dem Tisch, die in der nächsten Saison an den Start gehen möchten, dass möglicherweise für 2023 die Anzahl der teilnehmenden Wagen limitiert werden muss.

2022 sind 29 fest eingeschriebene GT3-Fahrzeuge in die Meisterschaft gestartet. In der aktuellen Saison sitzen auch vier österreichische Fahrer am Steuer der Tourenwagen. Lucas Auer geht für Winward Racing an den Start, Philipp Eng startet für Schubert Motorsport, Clemens Schmid unterstützt das Grasser Racing Team und Thomas Preining geht als einziger Fahrer für Team Bernhard an den Start.

Bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft schauen österreichische Motorsportfans aber auch gerne über den regionalen Tellerrand hinaus. Die Rennserie, die 2022 in sechs europäischen Ländern ausgetragen wird, gehört zu den beliebtesten Rennsportereignissen in Österreich und die Fans pilgern nicht nur zu den einheimischen Austragungsorten. Auch die Rennstrecken im Nachbarland Deutschland sind häufige Ausflugsziele, schließlich werden hier insgesamt die meisten Rennen der Meisterschaft ausgetragen. Ebenfalls beliebt sind die Austragungsorte im Nachbarland Schweiz.

In der laufenden Saison sind die Schweizer Rennstrecken besonders interessant, weil sich mit Ricardo Feller (Abt Sportsline), Nico Müller (Team Rosberg) und Rolf Ineichen (Grasser Racing Team) gleich drei Fahrer ein echtes Heimspiel liefern. Auch DTM-Fans, die gerne auf ihre Favoriten wetten, lenken den Blick bevorzugt in die Schweiz.

Die dort ansässigen Sportwettenanbieter überzeugen nicht nur durch Seriosität, sondern auch durch ein umfangreiches Portfolio an Wettoptionen. Darüber hinaus hat es sich in der Branche inzwischen herumgesprochen, dass bei Sportwetten der Bonus der Schweiz häufig besonders attraktiv ausfällt.

Für 2023 ist das Interesse an der DTM sogar noch größer. Nachdem 2021 ein etwas holpriger Wechsel von der Class-1-Ära zum GT3-Reglement erfolgte, zählt die DTM inzwischen wieder zu den beliebtesten Ereignissen im internationalen Rennsport. „Wir haben wahnsinnig viele Anfragen“, sagte DTM-Chef Gerhard Berger im Gespräch mit ProSieben. „Wir werden uns auch damit beschäftigen müssen, ein Limit einzuführen für Fahrzeuge, die am Start stehen können. Ich gehe davon aus, dass wir maximal 28 bis 30 Autos zulassen werden.“

Die Motorsportwelt wartet nun ungeduldig auf die Veröffentlichung des DTM-Kalenders 2023, der für September angekündigt ist.

Kommt die DTM zurück nach Salzburg?

Ein Thema, das mit besonderer Spannung erwartet wird, ist die Verteilung der Rennen auf die zur Verfügung stehenden Rennstrecken. Für österreichische Fans ist vor allem die Frage interessant, ob der Salzburgring für die DTM 2023 wieder als Austragungsort im Rennen ist.

Dieser war in der Vergangenheit häufiger Gastgeber der beliebten DTM, wurde in den letzten Jahren allerdings aufgrund seiner hohen Unfallgefahr nicht berücksichtigt. Für die kommende Saison werden die Karten aber neu gemischt und die DTM könnte mit dem Salzburgring einen zweiten Austragungsort in Österreich erhalten.

Eine endgültige Aussage war den Verantwortlichen bislang nicht zu entlocken, doch der ehemalige DTM-Champion Martin Tomczyk macht Hoffnung: „Wir haben uns auch den Salzburgring angesehen“, sagte der neue Plattform-Verantwortliche der DTM-Organisation im Gespräch mit dem Motorsport Magazin. „Ich mag die Strecke und für Fans wäre das auch ein tolles Event. Ich kann aber noch nichts mit Sicherheit sagen. Wir sind mit Vielen in Gesprächen und befinden uns in der Finalisierung.“

Möglicherweise dürfen sich österreichische DTM-Fans neben der Traditionsstrecke auf dem Red Bull Ring in der nächsten Saison also auf einen zweiten Austragungsort auf heimischem Gebiet freuen.

Deutsche Strecken möglicherweise stärker im Fokus

Die DTM-Saison 2023 steht unter dem Motto „Back to the roots“. Das bedeutet vor allem, dass die Veranstalter die Rennserie wieder näher zu den Fans bringen möchten, und damit nach Deutschland und in die nähere Umgebung. Für den noch ausstehenden Rennkalender könnte dies bedeuten, dass Deutschland im kommenden Jahr nicht nur vier, sondern sogar fünf Austragungsorte zugewiesen bekommen könnte.

Denkbar wären zum Beispiel Auftakt und Finale auf dem Hockenheimring. Bei einer Verteilung von 16 Rennen an acht Austragungsorten läge der Fokus mit mehr als der Hälfte der Rennstrecken auf Deutschland. Doch selbst, wenn es bei vier deutschen Austragungsorten bleibt, ist ein Verhältnis von 50 Prozent in Deutschland und 50 Prozent auf ausländischen Rennstrecken gegeben.

Die Veranstalter möchten die DTM durch diese Entscheidung stärker dort verorten, wo die meisten Fans zu Hause sind. Neben dem Hockenheimring sind als Austragungsorte Lausitzring, Norisring und Nürburgring gesetzt. Doch auch in Österreich ist die DTM beliebt. Deshalb wäre ein zweiter Austragungsort in demselben Nachbarland denkbar.

Sollte Österreich mit einer Rückkehr zum Salzburgring tatsächlich eine zweite Location in der Nähe der deutsch-österreichischen Grenze bekommen, dürften die österreichischen Motorsportfans damit voll auf ihre Kosten kommen.

Spekulationen zum DTM-Rennkalender erhärten sich

Obwohl der DTM-Kalender 2023 noch nicht final bekanntgegeben wurde, sind bereits zahlreiche Vermutungen zum Ablauf der Meisterschaft in der nächsten Saison durchgesickert. So sagte DTM-Chef Gerhard Berger bereits inoffiziell, dass voraussichtlich acht Veranstaltungen geplant seien. Bislang stand noch die Frage im Raum, ob Fans sich vielleicht sogar auf neun oder zehn Strecken freuen dürfen. Demnach wird die DTM 2023 wohl mit 16 spannenden Begegnungen an den Start gehen.

Eine wichtige Mitteilung für alle Motorsportfans dürfte aber schon einmal die Entscheidung sein, dass sich die DTM terminlich nicht mit anderen Rennsport-Großereignissen überschneiden wird. Hier wurde betont, dass die Planung auch die Formel-1-Termine sowie die der 24-Stunden-Rennen in Le Mans, am Nürburgring und in Spa berücksichtigen werde.

Auch die Kalender der Formel E und WEC sollen eine Rolle spielen, denn bei den eSports-Events werden voraussichtlich auch einige Fahrer der DTM am virtuellen Steuer sitzen. Die ADAC GT Masters stellten bislang häufig ein terminliches Problem dar, doch auch hier wolle man sich darum bemühen, Überschneidungen zu vermeiden.

Derzeit werden nach Angaben der Verantwortlichen intensive und finalisierende Gespräche geführt, die dem DTM-Rennkalender seinen letzten Schliff verleihen sollen, bevor er der Saison 2023 ihren offiziellen Rahmen geben wird.