14 neue Autos im EuroNCAP-Crashtest

Positive Ergebnisse

14 neue Autos im EuroNCAP-Crashtest

U.a. stellten sich Golf VII, Opel Mokka, Range Rover, Dacia Logdgy und Seat Leon dem Test.

14 neue Autos wurden beim aktuellen EuroNCAP-Crashtest eingehend geprüft: zwei Kleinwagen (Fiat 500L , Ford Fiesta ), drei Fahrzeuge aus der Kompaktklasse (Mercedes A-Klasse , Seat Leon , Skoda Rapid , VW Golf VII ), ein Mittelklasse-Wagen (Volvo V60 Plug-in-Hybrid ), ein Mini Van (Dacia Lodgy ), vier leichte (Ford Kuga , Mitsubishi Outlander , Opel Mokka , Subaru Forester ) sowie zwei schwere Geländewagen (Hyundai Santa Fe , Range Rover ).

Kriterien
Durchgeführt wird der Test immer von zahlreichen Autofahrerclubs Europas (für Österreich war der ÖAMTC mit dabei). Überprüft wurden die bewährten Kriterien Sicherheit für Erwachsene und Kinder, die Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen sowie die Fußgängersicherheit.

Diashow: Fotos vom EuroNCAP-Crashtest Dezember 2012

Dacia Lodgy patzte, Opel Mokka glänzte
Bis auf den Dacia Lodgy, der nur drei Sterne erreichte, heimsten alle weiteren Fahrzeuge die Bestnote von fünf Sternen ein. "In einem Fünf-Sterne-Auto sitzt man schon sehr sicher. Damit zeigt sich einmal mehr, dass sich die hartnäckige Testarbeit der Mobilitätsclubs lohnt", sagt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang . Das beste Gesamtergebnis erzielte der Opel Mokka (Bild oben), der in jeder der vier Kategorien überzeugte und damit ein sehr ausgewogenes Sicherheitspaket bietet.

Der Lodgy war hingegen in allen Bereichen der schwächste Kandidat im Crashtest. "Ein Grund für die Abwertung des Dacia ist die fehlende Ausstattung mit dem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP). Dieses Fahrerassistenzsystem sollte längst serienmäßig in allen Neuwagen vorhanden sein", stellt Lang klar. Ebenfalls bedenklich: Als Erwachsener sitzt man in dem günstigen Familien-Van nicht unbedingt sicher. "Speziell bei einem seitlichen Crash gegen einen Baum oder Laternenmasten ist das Risiko von schweren Verletzungen im Brustbereich sehr groß", analysiert der Experte. "Noch schlimmer sieht es bei einem Aufprall von hinten aus, wo lebensbedrohliche Verletzungen im Nackenbereich drohen."

Die Ergebnisse im Detail
Aber auch bei den 5-Sterne-Fahrzeugen bestehen in Detailbereichen Verbesserungsmöglichkeiten. So ist und bleibt die Fußgängersicherheit ein Sorgenkind. Der vom Dacia Lodgy erreichte Wert von 44 Prozent ist laut den Testern aber zum Glück eine Ausnahme. Die restlichen Testkandidaten liegen in dieser Kategorie zwischen 63 (Range Rover) und 73 Prozent (Subaru Forester), haben also noch Luft nach oben.

Als Fahrzeuginsasse ist man hingegen in den meisten 5-Sterne-Autos sehr gut geschützt. Dennoch zeigen sich bei einigen Fahrzeugen insbesondere beim Seitenaufprall gegen einen Hindernis leicht bis mittelmäßig erhöhte Werte. "Ein seitlicher Aufprall gegen einen Baum ist kein seltenes Unfallszenario. Hier muss bei einigen Fahrzeugen dringend nachgebessert werden", fordert der Lang. Kinder können in allen getesteten Fahrzeugen relativ sicher transportiert werden – die Spanne der Bewertungen reicht von 77 (Dacia Lodgy) bis 92 Prozent (Seat Leon).

Golf VII im großen Test

Diashow: Fotos vom Test des Golf VII

Bei diesem Test standen vor allem die Alltagsqualitäten im Mittelpunkt. Dazu zählt aber auch der Auftritt. Und hier glänzt der Golf VII mit noblem Understatement.

Er sieht nach wie vor aus, wie ein Golf aussehen muss.

Dennoch verhelfen ihm die flachere Dachlinie, die kürzeren Überhänge und das dezente Längenwachstum von 5,6 Zentimeter zu einem flotteren Auftritt.

Für manche mag das Design langweilig wirken, doch in Wahrheit ist es zeitlos.

Und genau darin liegt die große Stärke. In einem Golf ist jeder gut angezogen - egal ob die junge Studentin oder ein gestandener Banker.

Bei der Ausstattungslinie Sky zählt auch das riesige Schiebedach zur Serienausstattung. Es bringt viel Licht und....

...Es bringt viel Licht und Luft in den Innenraum. Ein kleiner Luftabweiser sorgt bei höherem Tempo, dass keine zu starken Luftverwirbelungen nach innen kommen.

Beim Motor haben wir uns den 105 PS starken 1,6-Liter-TDI ausgesucht.

Für die Kraftübertragung war das aufpreispflichtige DSG (Doppelkupplungsgetriebe) mit sieben Gängen verantwortlich.

Dieses lässt sich auch via Schaltwippen am Lenkrad bedienen. Doch das gerät schnell in Vergessenheit, denn die aufmerksame Automatik hat stets den passenden Gang bereit.

Im Innenraum herrscht Wohlfühlatmosphäre. Dafür war aber auch die überkomplette Ausstattung unseres Testwagens verantwortlich.

Das hochwertige Multifunktionslenkrad liegt nicht nur gut in der Hand, es steuert auch wichtige Funktionen wie Tempomat, Radio, Bordcomputer oder Radio.

Die Instrumente sind wie üblich gegliedert und gut abzulesen. Alle Schalter sitzen dort wo, sie hingehören.

Das neue Display zwischen den beiden Rundinstrumenten ist nun...

....auch hochauflösend und zeigt auf Wunsch Infos wie Navigationshinweise, Telefonstatus, Radio, etc. an.

Die Schalter für die elektrischen Fensterheber auf der Fahrerseite sind nicht mehr so gut zu erreichen wie beim Vorgänger.

DSG kostet Aufpreis, die elektrische Parkbremse ist serienmäßig mit dabei.

Ein weiteres Highlight stellt das Navigationssystem mit Festplatte und riesigem 8-Zoll-Touchscreen dar.

Die Darstellungsqualität ist beeindruckend, die Menüführung so durchdacht gestaltet, dass sich die Bedienung nach kurzer Eingewöhnungsphase selbst erklärt...

...und die zusätzlichen Funktionen wie Multimedia-Anwendungen oder Telefonanbindung wurden ebenfalls hervorragend gelöst.

Der Monitor verfügt sogar über einen Annäherungssensor. Dadurch werden viele Funktionen bereits bevor der Finger den Touchscreen berührt eingeblendet.

Auf der Festplatte kann auch die Musiksammlung gespeichert werden.

In der Stadt zeigt das Navi auch 3D-Gebäude an.

Mit dem Parklenkassistenten parkt der Golf dann auch wie von Geisterhand ein. Nur Gas und Bremse muss man noch selbst bedienen.

Das Platzangebot wurde ebenfalls verbessert. Im Fond profitieren die Passagiere vom verlängerten Radstand.

Ablagen gibt es ebenfalls viele. Zudem fallen sie relativ groß aus.

Das Standard-Kofferraumvolumen stieg auf 380 Liter.

Wer mehr Platz im Kofferraum benötigt, wird sich über ein Feature freuen: Die Abdeckplatte lässt sich in einem Extra-Stauraum verstecken - dafür ist trotz Reserverads Platz.

Nach dem umlegen der Rücklehnen entfällt nun die lästige Stufe.

Eine ganz ebene Ladefläche entsteht aber nicht.