24. April 2018 08:18
i30 N Performance
Hyundais Golf GTI-Jäger im Test
Der scharfe Korea-Kompakte wirft 275 PS in die Waagschale.

Hyundais Golf GTI-Jäger im Test
© oe24

In Österreich haben leistungsstarke Kompakt-Boliden für die Hersteller keine allzu große wirtschaftliche Bedeutung. Die Stückzahlen sind (un-)dank leistungsfeindlicher Besteuerung überschaubar. Vielmehr dienen die sogenannten Hot Hatches als Imageträger, deren schillernder Glanz auch die Brot-und Butter-Varianten in ein emotionsgeladeneres Licht tauchen sollen. Mit dem i30 N (Performance) hat nun auch Hyundai eine solche Visitenkarte im Talon. Der Kraftmeier ist das erste Exponat einer neuen Subbrand der Marke, deren Vorsitz niemand Geringerer hat als der Ex-BMW-M-GmbH-Chef Albert Biermann.

Die babyblaue Farbe passt so gar nicht zum Wesen des i30 N Performance.

Rundstreckentauglich

Entwickelt auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt, der Nordschleife des Nürburgrings, hat er seine Haltbarkeit noch vor der Markteinführung im weitestgehenden Serientrimm bei der Teilnahme des dortigen 24-Stunden-Rennens bewiesen. Seine Kompetenzen gehen klar über die des durchschnittlichen, scharfen Kompakten hinaus. Hyundai schreckt sich nicht, seine Kunden auf die Rennstrecke zu schicken.

Alles Serie: Sportsitze, 8-Zoll-Touchscreen-Navi, Smartphone-Integration, etc.

Sound und Handling

Wer sich für die um 25 PS stärkere Performance-Variante entscheidet, bekommt eine auf Knopfdruck herrlich pubertäre, rauchig sprotzende Abgasanlage, ein zwischen ordentlichem Restkomfort und eiskalter Rennstreckenkompetenz grätschendes Verstellfahrwerk, ein solide abgestimmter 275-PS-Turbo, absolut fadingimmune Bremsen und ein elektronisches Differenzial, das der Vorderachse den Marsch bläst. Auch das hohe Moment der Lenkung im Attacke-Modus, der über eine N-Taste im Lenkrad blitzschnell aktiviert werden kann, spricht eine klare Sprache und signalisiert die Handschrift eines erfahrenen Performance-Autobauers.

>>>Nachlesen: Alle Österreich-Infos vom i30 N (Performance)

Schaltgetriebe und "echte" Handbremse

Wunderbar puristisch: der i30 N ist immer handgeschaltet, auf Wunsch mit automatischem Zwischengas, und verfügt über eine mechanischen Handbremse. So schnupft der i30 N in Sachen Sportlichkeit sogar den ewigen Klassenprimus Golf GTI, der in der Performance-Variante „nur“ 245 PS leistet, – im Preis-Leistungs-Verhältnis sowieso. Mit einem ab-Preis von 38.990 Euro schlägt er dank seiner umfangreichen Serienausstattung und der 5-Jahresgarantie auch die meisten anderen Konkurrenten wie Renault Mégane R.S., Honda Civic Type R, Seat Leon Cupra oder Peugeot 308 GTi. Ein beeindruckendes Erstlingswerk der „N“-Mannen. Wir freuen uns auf das, was noch kommen wird. (zac)  

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Technische Daten