Panda und Wrangler versagen im Crashtest

Q3, X5, V60 & I-Pace hingegen top

Panda und Wrangler versagen im Crashtest

Für den aktuellen Euro NCAP Crashtest, der wieder vom ÖAMTC und seinen europäischen Partnerclubs durchgeführt wurde, stand die Überprüfung der Sicherheit von acht Fahrzeugen auf dem Programm. Audi Q3, BMW X5, Hyundai Santa Fe, Jaguar I-Pace (Elektro-Crossover), Peugeot 508 und Volvo V60 schafften ohne Probleme die Fünf-Sterne-Wertung. Anders sah die Sache für die beiden FCA-Modelle Fiat Panda und Jeep Wrangler aus.

Null Sterne für den Panda

Der italienische Kleinstwagen ist nach wie vor ein beliebtes Modell, das allerdings seit es auf dem Markt ist kaum sicherheitsrelevante Updates erfahren hat. Bei einem Euro NCAP-Crashtest im Jahr 2011 kam der Panda damit auf vier Sterne – den aktuellen Ansprüchen genügt er jedoch nicht mehr. ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang kennt die größten Schwachpunkte des Fahrzeugs: "Die Ausstattung mit Sicherheitsassistenten ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden und trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit bei. Beim Fiat Panda sind lediglich Seatbelt-Reminder vorhanden, Spurhalte-, Geschwindigkeits- oder Notbremsassistenten sucht man vergeblich." Leider kann der kleine Fiat auch in den übrigen Kriterien nicht überzeugen. Kinder sollte man in diesem Auto laut den Testern überhaupt nicht mitnehmen, zu hoch sei die Gefahr von lebensgefährlichen Kopfverletzungen beim Frontal- und Seitencrash. Aber auch für erwachsene Fahrzeuginsassen und für Fußgänger und Radfahrer stellt der Panda ein Sicherheitsrisiko dar.

Viel Luft nach oben beim Wrangler

Dass Sicherheit keine Frage der Größe und des Alters ist, zeigt sich beim neuen Wrangler, der mit nur einem Stern nicht wesentlich besser abschneidet, als sein kleiner Konzern-Bruder. "Der Wrangler erreicht in der Erwachsenensicherheit nur eine Wertung von 50 Prozent, übertrifft den Panda also nur knapp", erklärt Lang. "Das Auto mag robust aussehen, beim Crashtest hat sich die Struktur im Fußbereich und der Überrollbügel zwischen den A-Säulen jedoch stark verformt, was darauf schließen lässt, dass sie höheren Geschwindigkeiten kaum widerstehen kann." Unabhängig davon bestehe für Passagiere auf den Rücksitzen das Risiko von lebensgefährlichen Brustverletzungen bei einem Frontalcrash.Die Fußgängersicherheit ist beim Offroad-Urgestein ähnlich niedrig wie beim Panda. Besser ist der Wrangler hingegen bei Kindersicherheit und Fahrerassistenten (Seatbelt Reminder und Geschwindigkeitsassistent sind vorhanden) – für mehr als einen Stern reichte es aufgrund der genannten Schwächen aber nicht.

Nicht nur Lob für die Fünf-Sterne-Autos

Sicherheitstechnisch seien die Unterschiede zwischen Q3, X5, Santa Fe, I-Pace, 508 und V60 gering. So verfügen alle sechs Fahrzeuge über sehr hohen Insassenschutz und moderne Assistenzsysteme. Damit erreichen sie die Höchstwertung von fünf Sternen. Dennoch gibt es auch bei diesen Fahrzeugen Anlass zu Kritik. "Der größte Schwachpunkt ist und bleibt der Schutz für Fußgänger und Radfahrer.", erklärt der ÖAMTC-Experte. Beispiel sei das automatische Notbremssystem des Hyundai-Flaggschiffs genannt, das meist zufriedenstellend funktioniert, querende Radfahrer jedoch nicht erkennt.

>>>Nachlesen:  Volvo XC40, Ford Focus & BMW X4 im Crashtest

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