Peugeot 508 GT Puretech 225  im Test

Französischer Pulsbeschleuniger

Peugeot 508 GT Puretech 225 im Test

Das Segment der Mittelklasse-Limousinen steht per se ja nicht gerade im Ruf, den Puls zu beschleunigen – außer natürlich, es handelt sich dabei um sogenannte viertürige Coupés wie etwa den Audi A5 Sportback, das BMW 4er Grand Coupé, den Kia Stinger oder den VW Arteon.

peugeot-508-test-960-tz2.jpg © Christian Zacharnik

Franzose mit Designer-Ambitionen

Mit dem neuen 508 hat nun auch Peugeot einen sportlichen Ableger im ansonsten eher biederen Stufenheck-Segment im Programm. Nachdem wir den feschen Franzosen im Rahmen der Fahrpräsentation bereits ausprobieren konnten, stand er nun in der Top-Konfiguration zum Test zur Verfügung. Gut, die Säbelzahn-Tagfahrlichter sind vielleicht etwas dick aufgetragen. Ansonsten aber weiß der Franzose mit elegant-dynamischer Anmut zu begeistern. Vor allem das Heck mit der durchgehenden schwarzen Hochglanzblende zwischen den abgedunkelten Heckleuchten ist echt mal was anderes. Die rahmenlosen Scheiben sind vor allem bei geöffneten Türen ein Hingucker.

peugeot-508-test-960-tz.jpg © Christian Zacharnik

Schick und praktisch

Auch innen herrscht erfrischender Nonkonformismus. Das i-Cockpit mit kleinem Sportlenkrad und hoch angeordneten Armaturen kennen und mögen wir bereits. Neu sind die spektakulär als Klaviatur inszenierten Direktwahltasten unter dem Touchscreen. Das belebt den gesättigt- müden Blick des Autoredakteurs. Allein dafür: danke. Im Fond geht es ab einer Größe von 1,80 Meter zwar etwas knapp über dem Scheitel zu, die Beinfreiheit ist aber auch für großgewachsene Zeitgenossen ausreichen. Dank der weit aufschwingenden Heckklappe lässt sich auch der ausreichend große und erweiterbare Kofferraum gut beladen. Lediglich die hohe Ladekante stört etwas. Wer mehr Platz und Praktikabilität will, kann ab Anfang 2019 zum ebenfalls gelungen gestylten 508 SW (Kombi) greifen.

peugeot-508-2018-innen-960.jpg © PSA

Top-Benziner

Ein Gefühl der Verbundenheit kommt hinsichtlich des 225 PS starken Top-Benziners auf: 300 Nm Drehmoment, von 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden. Das spricht Bände, zumal die Leistung nur einem Hubraum von 1,6 Litern entspringt. Dem etwas rachitischen Vierzylinder-Ton hat Peugeot mit einem Soundprozessor etwas auf die Sprünge geholfen. Dank Ottopartikelfilter erfüllt das Triebwerk auch bereits die strenge Abgasnorm Euro 6d Temp. Fein dirigiert wird das PS-Orchester von einer gut abgestimmten 8-Gang-Automatik, die Sport und Komfort gleichermaßen beherrscht – ebenso wie das adaptive Fahrwerk. Da ist nicht mehr viel Unterschied zu deutscher Ware.

Noch mehr Infos über Peugeot finden Sie in unserem Marken-Channel.

Fazit

Letzteres gilt (leider) auch für den Preis. Hier merkt man, dass die Löwenmarke mit dem 508 nach Höherem strebt. Bei der Serienausstattung übertrifft der Franzose, der mit dem Top-Benziner nur in der höchsten Ausstattungslinie „GT“ zu haben ist, seine (deutschen) Konkurrenten jedoch deutlich. Für Individualisten ist der neue 508 jedenfalls eine gelungene Alternative zu den Modellen von Audi, BMW & Co, die man fast an jeder zweiten Ecke stehen sieht. (zac/set)

Technische Daten

  • Motor:1,6 Liter 4-Zylinder-Turbobenziner
  • Leistung: 225 PS und 300 Nm
  • Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 7,3 Sek.; Spitze: 250 km/h
  • Normverbrauch: 5,7 Liter auf 100 km
  • Leergewicht:1.420 Kilogramm
  • Abmessungen: 4,75/1,84/1,40 Meter (L/B/H)
  • Kofferraum: 487 bis 1.537 Liter
  • Antrieb: Heck, 8-Gang-Automatik
  • Preis Testwagen: ab 48.500 Euro
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