Fabia Combi Style TSI DSG im Test

Aufgefrischter Skoda

Fabia Combi Style TSI DSG im Test

Geldsparen beim Autokauf? Die Meisten tun das, indem sie den Rotstift bei der Ausstattungsliste ansetzen. Ein anderer Weg ist aber, sich einfach eine Klasse nach unten zu orientieren, was in manchen Fällen kaum Verzicht bedeutet.

Wenig Verzicht

Ein solcher Fall ist der Fabia Combi. Im Vergleich zum Octavia Combi etwa büßt man nur 80 Liter Kofferraumvolumen ein, zahlt aber 10.000 Euro weniger. Wenn man den soeben überarbeiteten Kleinkombi von Skoda mit allem ausstattet, was die Optionenliste hergibt, landet man bei ziemlich genau jenem Preis, den der Octavia Combi in der Basisausstattung kostet. Um 23.350 Euro hat man dann die volle Hütte: automatische Distanzregelung (ACC), Fernlichtassistent, Rückfahrkamera, schlüsselloses Zutrittssystem (KESSY), Panoramaglasdach, Alufelgen, großer Touchscreen, Navigationssystem (Amundsen), LED-Lichter, Spurwechselassistent und, und, und . . . Da bleibt kaum ein Wunsch offen.

skoda-fabia-fl-test-960-tz2.jpg © Christian Zacharnik

Viel Platz auf kleiner Grundfläche

Während es vor einigen Jahren noch eine große Auswahl an kleinen Kombis gibt ist das Angebot mittlerweile auf zwei Exemplare zusammengeschrumpft. Neben dem Rucksack-Fabia bietet nur noch Renault den Clio Grandtour an. Dabei hat das Konzept viele Vorteile. So kann eine vierköpfige Familie inklusive Gepäck mit dem nur etwas über 4,20 Meter langen Fabia Combi problemlos auf Urlaub fahren. Nur wenn die Kinder ausgewachsen sind, könnten sie sich über die eher knappe Beinfreiheit im Fond beklagen. Hier merkt man, dass der Fabia noch nicht auf der neuen Konzernplattform (MQB A0) steht, die bei Audi A1, VW  Polo und Seat Ibiza bereits zum Einsatz kommt. Das Kofferraumvolumen von 530 bis 1.395 Liter überragt so gut wie jeden Kompaktklassler. Und auf den langstreckentauglichen Vordersitzen gibt es ebenfalls Platz in Hülle und Fülle.

skoda-fabia-fl-test-960-tz.jpg © Christian Zacharnik

Souveräne Antriebs-Kombination

Der 1,0-Liter-Direkteinspritzbeziner trägt in Verbindung mit dem für wohlfeile 1.180 Euro erhältliche 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) das Seinige zur hoch komfortablen Atmosphäre an Bord des Fabia Combi bei. Die 110 PS sind beileibe nicht überfordert mit dem 1.200 Kilo leichten Kompakten. Auch auf der Autobahn fühlt man sich sehr gut aufgehoben – der Fabia hält souverän die Spur und ist bei höherem Tempo angenehm leise. Diesel bietet Skoda für die Facelift-Version gar nicht mehr an. Optional steht der Dreizylinder noch mit 75 oder 95 PS zur Wahl. Wer jedoch öfters mit Gepäck oder mehreren Personen unterwegs ist, sollte unbedingt zu dem von uns getesteten Top-Benziner greifen. Dieser zeigte sich mit einem Testverbrauch von 5,9 Liter auf 100 km auch in der Praxis sparsam.

>>>Nachlesen: Alle Infos vom Fabia-Facelift (2018)

Wertesystem

Wenn man denn, weil wir schon dabei sind, im Vergleich zum Octavia etwas monieren könnte, dann ist es vielleicht der etwas geringere Prestigefaktor. Letztendlich aber überwiegen, wie es eben sein soll, die inneren Werte. Zumal der Fabia Combi für Sparfüchse ein echter Geheimtipp ist. Skoda verlangt gegenüber den Fünftürer gerade einmal 300 Euro Aufpreis. Das Einstiegsmodell ist also bereits ab 13.030 Euro zu haben. Im Frühjahr 2019 wird ihm sein brandneuer Bruder, der rund 10 Zentimeter längere Scala, jedoch ordentlich Konkurrenz machen. 
(zac/set)

Noch mehr Infos über Skoda finden Sie in unserem Marken-Channel.

Technische Daten

  • Motor: 1,0 Liter 3-Zylinder-Turbobenziner
  • Leistung:110 PS und 200 Nm
  • Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 10,2 Sek.; Spitze: 196 km/h
  • Testverbrauch: 5,9 Liter auf 100 km
  • Abmessungen: 4,26 x 1,732 x 1,488 Meter (LxBxH)
  • Kofferraum: 530 bis 1.395 Liter
  • Antrieb: Front, 7-G-DSG
  • Preis Testwagen: 23.350 Euro
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