"Langstrecken-Rakete"

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Elektro-SUV Tesla Model X 100D im Test

Man kann von Tesla halten was man will (genial oder massiv überbewertet), eines steht aber außer Frage: Der US-Autobauer ist mit seinen Top-Modellen schon jetzt dort, wo viele etablierte Hersteller erst hinwollen. Bestes Beispiel dafür ist das Model X. Das große Elektro-SUV punktet mit einer atemberaubenden Performance und einer alltagstauglichen Reichweite. Darüber hinaus haben die Kalifornier auch in Sachen Verarbeitung stark zugelegt. An unserem Testwagen gab es in diesem Punkt - bis auf den billigen Stoff im Fach unter dem Kofferraum - nichts zu meckern. Das weiße Leder sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch ein haptischer Genuss. Die Kleidung sollte vor dem Einsteigen jedoch stets sauber sein.

tesla-modelx-test-960-ich6.jpg © auto.oe24.at

Dauerläufer

Während unseres 10-tägigen Tests herrschten Bedingungen vor, die eigentlich für jedes Elektroauto ein Graus sind. Temperaturen  von -5 bis +2° Celsius und Schneeregen lassen die Normreichweite bei den meisten Stromern oft um mehr als die Hälfte einbrechen. Beim Model X 100D war davon jedoch keine Spur. Als wir in Wien mit vollen Akkus Richtung Oberösterreich aufbrachen, zeigte das digitale Kombiinstrument eine Reichweite von 540 km an. Gut 2,5 Stunden und 250 km später kamen wir mit einer Restreichweite von 200 km am Ziel an. Auf der rund 180 km langen Autobahnetappe stellten wir den Tempomat zwar „nur“ auf 120 km/h ein, aufgrund des Schneetreibens hätten wir aber ohnehin nicht schneller fahren können. Selbst noch längere Etappen stellen kein Problem dar. Tesla hat auf den großen Autobahnen in ganz Europa Supercharger installiert, an denen man die Batterien kostenlos in 30 Minuten zu 80 Prozent aufladen kann. Anders sieht es zuhause aus. Hier ist eine Starkstromleitung ein Muss. Denn an der Haushaltssteckdose dauert es fast zwei Tage, bis die 100kWh-Batterie vollgeladen ist.

tesla-modelx-test-960-ich4.jpg © auto.oe24.at

Rakete und Blickfänger

Wenn man nicht auf die Reichweite schauen muss, zeigt das Model X sein wahres Gesicht. Dann stürmt der 2,5-Tonnen-Allradler nahezu lautlos in Sportwagenmanier auf Tempo 100 (4,9 Sekunden). Überholmanöver werden zur reinsten Freude. Die beiden Elektromotoren mit einer Systemleistung von 525 PS entwickeln einen verzögerungsfreien Schub, der fast schon surreal wirkt. Bei voller Leistungsabgabe schmilzt aber auch die Reichweite ähnlich schnell wie das Tüteneis bei 40° Außentemperatur. Die bis zu 6 Mitfahrer (das Model X gibt es als 5-, 6- oder 7-Sitzer) erfreuen sich derweil über ein gutes Platzangebot, Annehmlichkeiten wie Spotify-Zugang oder über die Möglichkeit im Internet zu surfen. Die Bedienung erfolgt nahezu komplett über den 17 Zoll großen Touchscreen. Dabei hat es Tesla geschafft, das Menü sehr intuitiv zu gestalten. Wer mit einem Smartphone oder Tablet zurechtkommt, hat auch mit dem Model X - trotz des immensen Funktionsumfangs - keinerlei Probleme. Manuelle Tasten findet man nur mehr am Lenkrad. Da passt es gut ins Bild, dass auch das volldigitale Kombiinstrument  übersichtlich gegliedert und gut abzulesen ist.

tesla-modelx-test-960-ich5.jpg © auto.oe24.at

Blickfänger

Spätestens wenn die hinteren Passagiere aussteigen, wird das Model X zum absoluten Hingucker, der selbst Supersportwagen die Show stiehlt. Wenn die hinteren Flügeltüren (Falcon Doors) auf Knopfdruck hochschwingen, dauert es nicht lange, bis sich eine Menschentraube bildet und die Kids ihre Smartphones für Fotos und Videos zücken. Sobald die serienmäßige Luftfederung, die übrigens einen guten Kompromiss aus Komfort und Straffheit liefert, den Elektro-SUV dann auf das Ausgangsniveau absenkt, erschreckt die Masse kurz, ehe sie anfängt, den Fahrer mit allerlei Fragen zum Model X zu durchlöchern.

tesla-modelx-test-960-ich.jpg © auto.oe24.at

Preis als Krux

Wäre da nicht der hohe Preis, würden die E-Autos den Durchbruch schon jetzt schaffen. Tesla bietet das Model X 100D ab 116.650 Euro an. Unser Testwagen hatte noch Extras im Wert von knapp 20.000 Euro mit an Bord. Highlight war dabei die 6-sitzige Lounge-Ausführung (6.600 Euro) mit der bereits erwähnten weißen Lederausstattung (3.800 Euro). Beim Vergleichsweise günstigen Model 3 gibt es leider massive Produktionsprobleme. Deshalb wird es wohl nicht vor 2019 nach Österreich kommen. Und dann haben auch schon andere Hersteller ähnliche Elektroautos im Programm.

>>>Nachlesen: Tesla greift mit Roadster und E-Lkw an

Technische Daten

Motoren: 2 Drehstrom-Asynchronmotoren
Leistung:  525 PS, 0-100 in 4,9 Sekunden; 250 km/h           
Antrieb: Elektrischer Allrad
Batteriekapazität: 100 kWh Batterie  
Reichweite: 565 km (Norm)
Gewicht: 2.459 kg
Kofferraum: 2.180 Liter (max)                                                                                                                                       
Abmessungen: 5,04 x 2,07 x 1,68 (LxBxH) 
Preis: ab 111.650 Euro (Test: 130.490 Euro)

>>>Nachlesen: So schlimm steht es wirklich um Teslas Model 3

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