Bild: ÖAMTC

Aktueller Kindersitztest 2010

ÖAMTC hat 18 neue Kindersitze getestet

Der aktuelle Test fiel weitreichend positiv aus. Nur eines der 18 getesteten Produkte erhielt die mäßige Note "genügend".

Babys sind in Fahrzeugen am besten geschützt. Zu diesem Ergebnis kommt der ÖAMTC in seinem aktuellen Kindersitztest. Wie im letzten Jahr wurden auch heuer 18 Modelle wurden auf Sicherheit, Bedienung, Komfort und Gebrauchseigenschaften geprüft. 13 Mal wurde die Note "Gut" vergeben, darunter an alle sechs überprüften Babyschalen. Vier Sitze schnitten mit "Befriedigend" und einer mit "Genügend" ab.

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Babyschalen
Als Testsieger bei den Babyschalen (bis 13 Kilogramm) geht der Maxi Cosi Pebble mit dazugehöriger Isofixbasis FamilyFix hervor. "Der Sitz ist sicher, fürs Kind bequem und für Erwachsene einfach zu bedienen. Montagefehler können nahezu ausgeschlossen werden, weil das System so logisch ist", sagte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Außerdem mit "Gut" benotet wurden Maxi Cosi Cabriofix (mit Isofixbasis), Kiddy Maxifix Pro, Chicco Autofix Fast und Maxi Cosi Pebble (ohne Isofixbasis) sowie Kiddy Maxi Pro. 

Babyschalen schützen bei Frontunfällen besonders gut, weil sie gegen die Fahrtrichtung montiert werden. "Die Nackenmuskulatur von Babys und Kleinstkindern ist im Verhältnis zur Kopfgröße noch schwach entwickelt. Bei einem Frontunfall wird bei nach hinten gerichteten Sitzen der Kopf in den Sitz gedrückt", erklärte Kerbl. Daher sollte der Wechsel aus der Babyschale in einen nach vorne gerichteten Kindersitz möglichst spät erfolgen. Einziger Nachteil: Die Kinder haben mehr Spaß, wenn sie in die Fahrtrichtung schauen. "Das ist leider auch der Grund, warum viele Erwachsene verfrüht zum nächst größeren Sitz greifen", sagte Kerbl.
 

Kleinkinder
Bei den Sitzen für Kleinkinder (von 9 bis 18 bzw. bis 36 Kilogramm) gab es vier "Gut": Kiddy Energy Pro, Maxi Cosi Pearl + FamilyFix, Kiddy Guardian Pro sowie Cybex Pallas. Mit "Befriedigend" wurde der Peg Perego Viaggio, jeweils mit und ohne Isofixbasis, bewertet.
 

Sitzerhöher
In der Klasse der "Sitzerhöher" (Gewichtsklasse 15 bis 36 kg) schnitten der Concord Transformer T, Maxi Cosi Rodi Airprotect und Cybex Free Fix mit "Gut" ab. Ein "Befriedigend" gab es für den Römer Adventure und den Recaro Monza Seatfix. Das einzige "Genügend" im ÖAMTC-Kindersitztest ging an Chicco Key 2-3 Ultrafix. "Dieser Sitz ist in den Einzelwertungen bei Bedienung und Komfort nicht auffällig minderwertiger als andere Produkte. Aber die schlechte Bewertung beim Seitenaufprallschutz sowie die vergleichsweise schlechte Benotung beim Anschnalltest und bei der Reinigung haben letztendlich nur für ein 'Genügend' gereicht", erklärte Kerbl.
 

Wichtig
Beim Kindersitzkauf ist zu beachten, dass der Sitz zumindest der ECE Regelung Nr. 44-04 entspricht. Die Verwendung von Kindersitzen, die nicht zumindest der EC44-03 entsprechen, ist in Österreich seit 28. April 2010 verboten.


Ergebnisse des Kindersitztests im Detail sowie Informationen zur entsprechenden Gewichtsklasse: 

Gewichtsklasse bis 13 Kilogramm ("Babyschalen") 
Alle sechs Testkandidaten dieser Klasse haben ein "Gut" erhalten. Klassensieger ist der Maxi Cosi Pebble mit dazugehöriger Isofixbasis FamilyFix. "Der Sitz ist sicher, fürs Kind bequem und für Erwachsene einfach zu bedienen. Montagefehler können nahezu ausgeschlossen werden, weil das System so logisch ist", sagt ÖAMTC-Techniker Kerbl. Weiters "gut" nach Wertung sind Maxi Cosi Cabriofix (mit Isofixbasis), Kiddy Maxifix Pro, Chicco Autofix Fast und Maxi Cosi Pebble (ohne Isofixbasis) sowie Kiddy Maxi Pro. Babyschalen werden gegen die Fahrtrichtung montiert und schützen daher besonders gut bei einem Frontunfall. "Die Nackenmuskulatur von Babys und Kleinstkindern ist im Verhältnis zur Kopfgröße noch schwach entwickelt. Bei einem Frontunfall wird bei nach hinten gerichteten Sitzen der Kopf in den Sitz gedrückt", erklärt Kerbl. Daher sollte der Wechsel aus der Babyschale in einen nach vorne gerichteten Kindersitz möglichst spät erfolgen. Einziger Nachteil: Die Kinder     haben mehr Spaß, wenn sie in die Fahrtrichtung schauen. "Das ist leider auch der Grund, warum viele Erwachsene verfrüht zum nächst größeren Sitz greifen", sagt Kerbl.  

Gewichtsklasse Kleinkinder von 9 bis 18 bzw. bis 36 Kilogramm
In dieser Sitzklasse gab es vier "gut", für: Kiddy Energy Pro, Maxi Cosi Pearl + FamilyFix, Kiddy Guardian Pro sowie Cybex Pallas. Mit "befriedigend" wurden der Peg Perego Viaggio, jeweils mit und ohne Isofixbasis, bewertet.  

Gewichtsklasse 15 bis 36 kg, "Sitzerhöher" 
Gut: Concord Transformer T, Maxi Cosi Rodi Airprotect und Cybex Free Fix.Befriedigend: Römer Adventure und Recaro Monza Seatfix.

Auch das einzige "Genügend" im Kindersitztest findet sich in dieser Gruppe: Chicco Key 2-3 Ultrafix. "Dieser Sitz ist in den Einzelwertungen bei Bedienung und Komfort nicht auffällig minderwertiger als andere Produkte. Aber die schlechte Bewertung beim Seitenaufprallschutz sowie die vergleichsweise schlechte Benotung beim Anschnalltest und bei der Reinigung haben letztendlich nur für ein 'Genügend' gereicht", erklärt Kerbl.