A3, Leon, Defender, Sorento, i10 & Co. im Crashtest

Nicht alle schafften 5 Sterne

A3, Leon, Defender, Sorento, i10 & Co. im Crashtest

Dieses Mal schafften nicht alle Kandidaten die Höchstwertung von fünf Sternen.

In der dritten EuroNCAP Crashtest-Runde mit  verschärften Anforderungen  haben erstmals nicht alle neuen Autos die Höchstwertung von 5 Sternen erreicht. Konkret haben der ÖAMTC und seine europäischen Partnerclubs sieben Kandidaten geschrottet. Für fünf von ihnen endet das Crashtest-Jahr 2020 mit einem sehr guten Ergebnis: Audi  A3 , Isuzu  D-Max , Kia  Sorento , Land Rover  Defender  und der Seat  Leon  erreichen fünf Sterne. Weniger gut lief es hingegen für die zwei kleinsten Autos im Test. 

Keine 5 Sterne für Honda e und Hyundai i10

Max Lang, Fahrzeugsicherheitsexperte beim ÖAMTC, erklärt: "Die kompakte Bauweise von Honda  e  und Hyundai  i10  macht sich in verschiedenen Testszenarien negativ bemerkbar. Ein Beispiel: Beim Seitenaufprall kann es passieren, dass der Fahrer so weit auf die Beifahrerseite geschleudert wird, dass der Kopf dort auf die Tür trifft." Im Übrigen wird in beiden Fahrzeugen auf einen Airbag zwischen den Vordersitzen verzichtet – ein solcher verhindert bei fast allen anderen Autos im aktuellen Test, dass Fahrer und Beifahrer bei einem Crash mit den Köpfen zusammenstoßen. Dieses System fehlt allerdings auch im Defender. Insgesamt erreicht der elektrische Japaner mit vier Sternen das bessere Ergebnis dieser beiden Fahrzeuge. Laut den Testern habe der kleine Hyundai letztlich in vielen Bereichen mit Schwächen zu kämpfen – lediglich die Kindersicherheit sei auf akzeptablem Niveau.
 

5-Sterne-Autos

Bei den Fahrzeugen, die mit fünf Sternen bewertet wurden, fällt vor allem das hohe Niveau der Insassensicherheit – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder – auf. "Ganz gleich, wie viele Sterne auch errungen wurden: Alle Fahrzeuge eint einmal mehr, dass die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer über das Stadium der Mittelmäßigkeit nicht hinauskommt", kritisiert der Fahrzeugsicherheitsexperte des Mobilitätsclubs. Es seien vor allem die A-Säulen, die bei allen Fahrzeugen nach wie vor zu hart wären. Davon abgesehen bergen meist auch die Vorderkante der Motorhaube sowie die Windschutzscheibenrahmen große Verletzungsrisiken für Fußgänger. Am besten schnitten in dieser Kategorie noch der Land Rover und der Seat ab. Mit 71 Prozent haben die beiden Modelle aber auch noch viel Luft nach oben. Die rote Laterne geht bei der Fußgängersicherheit mit 52 Prozent an den Hyundai. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der automatische Notbremsassistent zwar Fußgänger erkennt, nicht jedoch Radfahrer.
 

Assistenzsysteme

Bei den Sicherheitsassistenten konnten die Testkandidaten im Großen und Ganzen überzeugen. Am besten schnitt in diesem Kriterium der Kia Sorento mit sehr starken 87 Prozent ab. Honda und Hyundai liegen mit Werten von 65 bzw. 59 Prozent hingegen weit zurück. Beide Fahrzeuge verfügen zwar über die vorgeschriebenen Assistenten, doch ihre Funktionsweise lasse in einigen Bereichen zu wünschen übrig, so die Tester.
 
 

Gesamt-Fazit

Insgesamt zeigt sich Lang mit den Ergebnissen der aktuellen ÖAMTC-Crashtests jedoch zufrieden: "Viele Kriterien wurden im Laufe der Jahre verschärft, dennoch schaffen die meisten der getesteten Fahrzeuge gute bis sehr gute Werte. Diese Tatsache ist der beste Beweis dafür, dass wir in unserer Arbeit nicht umsonst so hartnäckig sind."