Audi A4 Allroad

Kleiner Kombi im SUV-Gewand

Mit dem A4 Allroad Quattro wollen die Ingolstädter den Erfolg des großen Bruders A6 Allroad eine Klasse tiefer wiederholen.

Der Namenszusatz Allroad bedeutet bei Audi höher gelegtes Fahrwerk, auffällige Kunststoffbeplankungen, deutlich erkennbarer Unterfahrschutz aus Edelstahl, Quattro-Antrieb und Chromleisten im Kühlergrill. Optisch geht der Ansatz also klar in Richtung SUV. Insgesamt wächst die Bodenfreiheit im Vergleich zum normalen A4 um nicht ganz 4 Zentimeter und auch die Spur wurde etwas verbreitert. Trotzdem reist es sich im Allroad genau so komfortabel wie im herkömmlichen A4.  

Diashow:

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Fahreigenschaften
Auch an sportlichen Fahreigenschaften mangelt es nicht, man kann den Wagen regelrecht in die Kurve schmeißen. Der höhere Schwerpunkt und der verlängerte Federweg wurden erstaunlich gut kompensiert. Trotzdem meistert der Allroad auch kleinere Aufgaben im Gelände ganz gut, ohne mit übertriebener Härte aufzuzeigen. Lediglich die giftig ansprechenden aber äußerst wirkungsvollen Bremsen bedürfen etwas Eingewöhnungszeit. Der Testwagen war mit dem modernen 2.0l Commonrail-Diesel, der 170 PS leistet und über ein beachtliches Drehmoment von 350 Nm verfügt, ausgestattet. So kommt trotz Allradantrieb und einem Leergewicht von 1630 kg nie das Gefühl auf, untermotorisiert unterwegs zu sein und auch der Testverbrauch von 7,1l ist durchaus akzeptabel (Werksangabe 6,4l). Maßgeblichen Anteil an diesem niedrigen Verbrauch haben die serienmäßige Start/Stopp-Automatik und die Bremsenergierückgewinnung.  

Innenraum
Im Innenraum herrscht gewohntes Audi-Wohlfühlambiente. Verarbeitung, Materialien und Design sind über jedem Zweifel erhaben und die Bedienung erfolgt ebenfalls intuitiv. Auf den hervorragenden Vordersitzen lassen sich selbst ausgiebige Fahrten ohne jegliche Rückenschmerzen absolvieren. Und selbst in Reihe reisen zwei Personen äußerst komfortabel, mit einem dritten Passagier in Reihe zwei wird es jedoch etwas eng. Beim Fahren fällt sofort auf, dass der Motor so gut wie kein Turboloch hat und der Wagen ab 30 km/h selbst im sechsten Gang bereits ordentlich anschiebt. Die Gänge flutschen wie von selbst und Traktion ist dank Allrad in jeder Situation ausreichend vorhanden. Mit einem Kofferraumvolumen von 490-1430 Litern sortiert sich der Audi im oberen Feld der noblen Konkurrenten ein. Gegen einen In Mondeo Traveller oder Passat Variant hat er jedoch mit dieser Gepäckraumgröße nicht viel zu melden.
 
Preis/Ausstattung
Die Serienmitgift ist mit Klimaautomatik, CD-Radio, Aluräder, E-Parkbremse, Skisack etc. schon ziemlich komplett, bei einem Einstiegspreis von 43.200 Euro darf man das aber auch erwarten. Aber natürlich lässt sich der Basispreis mit ein paar Kreuzchen in der Extraliste locker über die 60.000 Euro Marke heben. Sicherheitstechnisch ist der Allroad jedoch bereits ab der Basisversion komplett ausgestattet, dennoch finden sich auch hier einige Extras (Toterwinkel- oder Spurhalteassistent, Bi-Xenon Kurvenlicht, Abstandstempomat). Der preisliche Abstand zum A4 Avant Quattro beträgt 2.700 Euro und bietet somit den nötigen Respektabstand. Dieser fehlt jedoch zum größeren Bruder – dem neuen Q5. Mit dem gleichen Motor kostet der trendige SUV nur 10 Euro mehr. Dieser bietet mehr Platz im Fond und im Kofferraum verbraucht jedoch auch etwas mehr und lässt sich nicht ganz so agil fortbewegen. Somit bleibt die Wahl zwischen diesen beiden eine reine Geschmacksentscheidung.
 
Technische Daten
Motor: 2.0l Commonrail-Diesel mit 170 PS und 350 Nm Drehmoment
Abmessungen L/B/H: 4721/1841/1495 mm, Radstand: 2805 mm
Fahrleistungen: 0 – 100 km/h in 8,9 Sekunden, Spitze 213 km/h
Normverbrauch: 6,4l auf 100 km, 169g CO2/km