Audi A4, Honda HR-V & Co. im Crashtest

Sind die Neuen sicher?

Audi A4, Honda HR-V & Co. im Crashtest

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EuroNCAP vergab an drei von vier Fahrzeugen die Bestnote von 5 Sternen.

Vier neue Fahrzeuge wurden beim aktuellen EuroNCAP-Crashtest – für Österreich war einmal mehr der ÖAMTC mit dabei - überprüft: Audi A4 (Bild oben), Honda HR-V und Honda Jazz konnten fünf Sterne für sich verbuchen, für den VW Caddy reichte es nur für vier Sterne. "Auffällig gut war diesmal bei allen Fünf-Sterne-Fahrzeugen die hohe Sicherheit für erwachsene Insassen", hält ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang fest. "Schwächen machen sich dennoch bei allen Fahrzeugen vor allem durch erhöhte Verletzungsgefahr im Brustbereich der Insassen bemerkbar – und zwar in verschiedenen Unfallkonstellationen." Bei allen Fahrzeugen bemerkenswert gut: die Kindersicherheit.

Audi A4, Honda HR-V & Co. im Crashtest
© EuroNCAP

Honda HR-V

Das wurde getestet
Getestet wurden neben Erwachsenen- und Kindersicherheit auch diesmal wieder Fußgängerschutz und Ausstattung mit Fahrerassistenten. "In diesen beiden Kategorien fällt der VW Caddy gegenüber den anderen Testkandidaten deutlich ab, was letztendlich zur Vier-Sterne-Wertung geführt hat", so der Lang. Während der Audi und die zwei Honda-Modelle in jeweils beiden Kategorien sehr gute Werte zwischen 71 und 75 Prozent erhalten, schafft der Caddy, der häufig als Nutz- und Familienfahrzeug eingesetzt wird, den Sprung nicht über die 70 Prozent-Hürde. Die Fahrerassistenzsysteme des Caddy sind akzeptabel, Spurhalteassistent und Seatbelt-Reminder für die hinteren Sitzreihen sucht man jedoch vergeblich.

Audi A4, Honda HR-V & Co. im Crashtest
© EuroNCAP

Honda Jazz

Caddy versagt beim Fußgängerschutz
"Besonders bedenklich stimmt beim Caddy jedoch die Fußgängersicherheit", stellt der ÖAMTC-Techniker klar. "58 Prozent sind in dieser Kategorie der mit Abstand schwächste Wert aller Testkandidaten." Der Grund: Vorderkante und Seiten der Motorhaube sowie die A-Säulen bieten sehr geringen Fußgängerschutz und können bei einem Zusammenstoß zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen. "Das ist im aktuellen Crashtest in dieser Konstellation zum Glück die Ausnahme", erklärt Lang. "Bei den anderen Fahrzeugen gibt es beim Fußgängerschutz zwar auch noch Luft nach oben, allerdings sieht man, dass die Hersteller in diesem Bereich ernsthaft um Verbesserungen bemüht sind. Das ist auch eine Folge der unabhängigen Crashtests mit den ständig überarbeiteten und verschärften Kriterien."

Audi A4, Honda HR-V & Co. im Crashtest
© EuroNCAP

VW Caddy

Fotos vom Crashtest (September 2015)

VW Touran: 5 Sterne

Renault Kadjar: 5 Sterne

Ford S-Max: 5 Sterne

Ford Galaxy: 5 Sterne

Toyota Avensis: 5 Sterne

Mazda CX-3: 4 Sterne

Volvo XC90: 5 Sterne

Audi Q7: 5 Sterne

Mitsubishi L200: 4 Sterne

Fotos vom neuen Audi A4 Avant (2015)

Von vorne dürften nur eingefleischte Marken-Fans den neuen A4 Avant auf den ersten Blick vom Vorlgänger unterscheiden können.

Und auch die Seitenansicht bleibt sich weitestgehend treu. Doch unterm Blech steckt eine völlig neue Technik. Nur die Radmuttern wurden vom "alten" A4 übernommen.

Hinten sind die Rückleuchten spitzer gezeichnet. Zudem gibt es nun eine elektrisch öffnende Heckklappe (Serie).

Ein Blick ins Cockpit offenbart den technischen Fortschritt dann auch optisch. Hier ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Highlight ist das optionale "virtuel cockpit".

Der verlängerte Radstand kommt vor allem den Fondgästen zugute. Sie dürfen sich über deutlich mehr Beinfreiheit freuen.

Und auch das Kofferraumvolumen legt ordentlich zu. Die Kapazität von 505 Litern (+ 15 Liter) lässt sich bei umgelegter Rücksitzbank auf 1.510 Liter (+80 Liter) steigern.

Fotos vom neuen Honda HR-V

Optisch setzt der HR-V auf Dynamik. Schmale Scheinwerfer, ein breiter Grill und große Lufteinlässe sorgen für einen sportlichen Blick.

Seitlich verleihen ihm die aufsteigende Fensterlinie und die versteckten hinteren Türgriffe schon fast etwas Coupéhaftes.

Am Heck sorgen schließlich die markant gezeichneten Leuchten für einen eigenständigen

Neben einem 130 PS starken 1,5l-VTEC-Saugbenziner steht der aus dem Civic bekannte 1,6l-DTEC-Diesel mit 120 PS zur Wahl.

Dank umlegbarer Beifahrersitzlehne sowie den serienmäßigen „Magic-Seats“ im Fond (u.a. mit wie im Kino aufklappbarer Sitzfläche) ist der HR-V auch sehr variabel.

Das Kofferraumvolumen liegt mit 470 bis 1.533 Liter sogar überm Klassenschnitt.

Das aufgeräumte Cockpit ist gut verarbeitet und logisch zu bedienen. Der Hartplastikanteil ist aber relativ hoch. Die serienmäßige...

...Klimaautomatik wird über Sensortasten gesteuert. Das sieht nicht nur gut aus, sondern funktioniert auch hervorragend. Cockpit-Highlight ist der...

...7 Zoll große Touchscreen (ab Elegance; Serie: 5-Zoll-Touchscreen) des Honda Connect Systems inklusive Smartphone-Integration (Mirror-Link), diversen Apps und Online-Zugang.

Beim optionalen Navigationssystem vertraut Honda auf den Navi-Spezialisten Garmin. Dieser steuert auch die Echtzeitverkehrsinformationen bei.

Fotos vom Test des Honda Jazz (2015)

Der neue Jazz gibt sich trotz der deutlich ansprechender gestalteten Frontpartie zurückhaltend.

In der Länge (3,99 m) hat der Jazz um fast zehn Zentimeter zugelegt, wobei etwa die Hälfte davon auf das Konto der größer dimensionierten Stoßfänger geht.

Das Heck wirkt von außen eher beliebig und verwechselbar. Hinter der unscheinbaren Klappe verbirgt sich aber ein geniales Raumkonzept.

Als neuer und ausschließlicher Antrieb fungiert der 1,3-Liter-Benziner mit 102 PS.

Das aufgeräumte Cockpit ist einfach bedienbar und sauber verarbeitet. Insgesamt wird es von Hartplastik dominiert.

Viele Funktionen lassen sich über das Multifunktionslenkrad steuern. An Assistenzsystemen bietet der neue Jazz fast alles, was es derzeit am Markt zu kaufen gibt.

Highlight ist das optionale 7-Zoll-Multimedia-System Honda Connect mit Touchscreen, Apps, Online-Anbindung, Smartphone-Integration und Echtzeit-Navi.

Ein Clou ist das "Magic Seats"-System. Klappt man etwa die Rücksitzlehne um, senken sich automatisch die Sitzflächen ab. Legt man dann auch die Beifahrersitzlehne um, lässt sich bis zu 2,5 Meter langes Ladegut verstauen.

Ein absolutes Honda-Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, die Sitzflächen der Rückbank, wie etwa bei Theaterbestuhlung, hochzuklappen.

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