Praktischer Korea-Ami

Chevrolet Cruze mit Fließheck im Test

Der "falsche" Amerikaner überzeugt mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis.

Den Chevrolet Cruze als viertürige Limousine bietet General Motors bei uns schon etwas länger an. Wie berichtet, gibt es ihn seit einigen Wochen aber auch als Schrägheck-Variante . Und die hat hierzulande sicher bessere Marktchancen, weil der Cruze als 5-Türer einfach das praktischere Auto ist. Ein echter Amerikaner ist der geräumige Kompakt-Chevy freilich nicht, sondern ein Spross des südkoreanischen GM-Ablegers (früher Daewoo), der allerdings nun schon seit einiger Zeit unter der Marke Chevrolet vertrieben wird.

Diashow: Fotos vom Chevrolet Cruze mit Fließheck

Wie die Limousine hat auch die Fließheck-Version des Cruze eine selbstbewusste Frontansicht mit horizontal geteiltem Kühlergrill und den doppelten Halogenleuchten in den Scheinwerfern.

Ab der B-Säule fangen die Neuerungen an. So sorgen heckseitig die flachstehende Scheibe, ein Dachspoiler und ein angedeuteter Spoiler für mehr Dynamik. Die einteiligen Heckleuchten sitzen ziemlich weit außen.

Unter der Motorhaube verbirgt sich einer von drei Motoren – zwei Benziner und ein Diesel stehen zur Auswahl. Ab dem Frühjahr 2012 wird außerdem ein neuer 1,7-Liter-Dieselmotor erhältlich sein.

Das nach hinten abfallende Dach und die ansteigende Gürtellinie prägen die Seitenansicht.

Das Dual-Cockpit nimmt Anleihen an der Corvette. Es wird durch die integrierte Mittelkonsole geteilt.

Mit einem zweigeteilten Handschuhfach, Ablagen an der Mittelkonsole, Türablagefächern und Rücksitztaschen bieten sich weitere Staufächer für diversen Kleinkram.

Der Kofferraum verfügt bei hochgeklappten Sitzen über ein ähnlich großzügiges Ladevolumen (413 Litern) wie der Citroen C4.

Bei umgeklappter Rückbank (40/60-Aufteilung) fasst das Ladevolumen des Fließhecks 883 Liter.

Der Cruze mit Fließheck ist in Österreich ab sofort erhältlich.

Gute Verarbeitung und vernünftige Preispolitik
Für Interessenten am Cruze ist das sicher kein Nachteil, denn Verarbeitung und Ausstattung sind koreanisch gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auch nicht von schlechten Eltern. Serienmäßig sind in allen Ausstattungsvarianten zum Beispiel Klimaanlage, RDS-Radio mit CD-Player und iPod/MP3Anschluss, 6 Airbags, isofix-Kindersitzbefestigungen und etliches mehr immer an Bord. Der Einstiegs-Listenpreis liegt bei sehr moderaten 14.990 Euro.

Äußerlich präsentiert sich der große Bruder des Aveo recht sportlich gestylt. Vorne dominieren keck nach hinten gezogene Doppelscheinwerfer hinter Klarglas und der markante zweigeteilte Kühlergrill das Auftreten. Die keilförmige Schulterlinie und das hinten abfallende Dach sorgen für eine coupéhafte Silhouette.

Motorenpalette wird noch um zweiten Diesel erweitert
Unter der Haube verrichten wahlweise zwei Benzinmotoren -1,6 l mit 120 und 1,8 l mit 141 PS -oder ein 2,0-l-Diesel mit 163 PS ihren Dienst. Wir testeten den kräftigen Diesel, der für recht sportliche Fahrleistungen sorgt. Der Sprint von 0 auf 100 lässt sich in 8,5 Sekunden bewältigen, als Höchsttempo sind 205 km/h drinnen, wenn es erlaubt ist. Gut dosierbare und standfeste Bremsen bringen die Fuhre auch angemessen wieder zum Stillstand.

Zum weiteren Markterfolg dürfte aber ab kommendem Jahr ein kleinerer Diesel wesentlich beitragen. Das 1,7-l-Aggregat aus Opel-Produktion soll mit seinen rund 130 PS den Korea-Amerikaner weiter beflügeln. (plf)

Technische Daten
Zwei Benziner mit 120 oder 141 PS, derzeit ein Diesel mit 163 PS
Abmessungen: 4,51 x 1,80 x 1,48 m (LxBxH)
Gewicht: ab 1.305 kg
Preise: ab 14.990 Euro (1,6-l-Benziner), Diesel ab 19.590 Euro