"Neuer" Dacia Duster im Fahrbericht

Facelift-Version im Check

"Neuer" Dacia Duster im Fahrbericht

Wir konnten die Facelift-Variante des günstigen SUV-Bestsellers bereits fahren. 

Die guten Verkaufszahlen von  Dacia  zeigen, dass es nicht immer Hightech sein muss. Der vielfach schon überbordenden Überfrachtung mit Bordelektronik setzt die rumänische Renault-Tochter eine Reihe von Modellen entgegen, die sich durch basale Technik und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen. Star des Portfolios ist der Duster, der seit zehn Jahren im Kompakt-SUV-Segment Staub aufwirbelt. Im tatsächlichen Sinn, denn mit angehobener Bodenfreiheit und optionalem Allradantriebssystem ist er zweifelsfrei Offroad-versiert. Nun hat die  zweite Generation ein Facelift bekommen .  

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Neuheiten-Reigen

Mit neuem Logo, neuer Leuchtensignatur im Y-Design, die wir bereits vom  Sandero  kennen und die auch am ab Frühjahr 2022 erhältlichen  Jogger  zu finden ist, LED-Technik sowie frisch aufgepolsterter Möblierung – inklusive verschiebbare Armauflage in der ersten Reihe – und upgedatetem Infotainmentsystem (Touchdisplay-Vergrößerung von 7 auf 8 Zoll) kann man das Update als umfassend titulieren. Damit hat der Duster noch einen Schritt weiter weg gemacht vom ursprünglichen Billig-Image. Der Einstiegspreis von 14.390 Euro bleibt dennoch erfreulich niedrig.   

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Missing Link

Gleich geblieben sind die Motorisierungen mit 91 bis 150 PS ( siehe hier ). Wieder an Bord ist das bewährte sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe, aber nur in Kombination mit dem stärkeren Benziner. Nach wie vor schalten und walten muss man im Gelände, Allrad und Automatik gibt’s nicht gemeinsam, weder mit Ottomotor noch mit Selbstzünder – schade, aber eine Konzession an den Preis.
Hightech. Ein bisschen mehr Hightech hat dennoch Einzug gehalten: Ein Offroad-Monitor zeigt im Gelände unter anderem den Neigungswinkel an. Ein Bergabfahr-Assistent kommt in den 4x4-Versionen dazu. Darüber hinaus kann man rundum Parksensoren und eine 360-Grad-Kamera haben.

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Fazit

Dennoch fährt sich der Duster unverändert lebendig, das elektronische Assistentennetz ist noch nicht so straff gespannt, dass es Karosseriebewegungen komplett unterbindet. Die Sitze fallen straffer und besser aus, vor allem in der Top-Ausstattung "Prestige" mit Lordosenstütze. Im Gesamten fehlt nichts am Duster, weder auf noch abseits von Asphalt. Damit ist er gut vorbereitet, auf dem dicht besetzten Kompakt-SUV-Markt weiter abzustauben und die dritte Absatzmillion zu knacken. (Beatrix Keckeis/set)

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Technische Daten (Top-Benziner mit DKG)

  • Motor: 1,3 Liter Vierzylinder-Turbo
  • Leistung: 110 kW (150 PS)
  • Drehmoment: 250 Nm
  • Fahrleistungen: 0-100 km/h: 9,7 Sek.; Vmax: 199 km/h
  • Abgas CO2: 141 g/km
  • Antrieb: Front, 6-Gang-Doppelkupplung
  • Länge/Breite/Höhe: 4341/1804/1693 mm
  • Leergewicht: 1.263 kg
  • Zuladung: 515 kg
  • Kofferraum: 445 bis 1478 Liter