Der neue Dacia Sandero im Fahrbericht

Ab 7.490 Euro!

Der neue Dacia Sandero im Fahrbericht

So gut ist die zweite Generation von Österreichs billigstem Neuwagen.

Vor wenigen Wochen wurde der neue Sandero - gemeinsam mit dem neuen Logan (siehe Diashos) - präsentiert. Nun ist die zweite Generation des rumänischen Billigheimers zu haben. Und dieser steht ziemlich selbstbewusst da mit seiner breiten Spur. Das Design ist jetzt auf der Höhe der Zeit - ein rundherum gefälliges Automobil. Das gilt besonders für die hochgestellte Variante, den Stepway.

Klares Cockpit
Auch innen hat sich im Vergleich zur ersten Generation des Kleinwagens Bedeutendes getan: statt trister hartplastiklandschaft gibt es nun ein durchwegs ansehnliches Ambiente mit allerlei hübschem Chrom- und Hochglanz-Zierrat. Die Materialien wirken zwar nach wie vor nicht gerade hochwertig, die Verarbeitung ist aber sehr akzeptabel. Und irgendwie muss der Kampfpreis ja zu Stande kommen.

Diashow: Fotos: Dacia Logan und Sandero 2013

Das neue Gesicht mit den großen Schweinwerfern und dem markanteren Grill steht ihm ziemlich gut.

Die C-Säule und die Sicke im Kofferraumdeckel schlagen die Brücke zum Vorgänger. Auch das Cockpit wurde aufgewertet.

Die Front teilt sich der neue Sandero mit dem Lodgy. Beide Autos sind bis zur B-Säule quasi identisch.

Große Türen sollen den Einstieg in den Fond erleichtern. Wie der Vorgänger soll auch der neue Sandero in Sachen Platzangebot und Kofferraumvolumen Klassen-Bestwerte aufstellen.

Auch die auf SUV-Look getrimmte Variante Stepway profitiert von den Neuerungen.

Auch das Cockpit wurde aufgewertet. Zwar dominieren noch immer der klare Look und einfache Materialien, dennoch ist ein Fortschritt erkennbar. Gegen Aufpreis gibt es sogar ein Multimediasystem mit Navi und Touchscreen.

Top-Aktuelle Motoren
Technisch wurde der Sandero auf letztstand gebracht. Highlight ist der neue 3-Zylinder-Benziner TCe 90. Der steckt auch im brandneuen Renault Clio, dort allerdings mit Start-Stop-Automatik. Der Motor treibt den knapp über 1.000 Kilo leichten Sandero agil voran und strapaziert die Geldbörse mit einem Durchschnittsverbrauch von 5 Litern nur mäßig. In der ersten Generation war es noch undenkbar, dass die aktuellste Renault-Technik im Billigheimer zum Einsatz kommt.  Doch damit ist nun Schluss. Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren Benziner mit 75 PS, sowie zwei Diesel mit 75 bzw. 90 PS.

Mehr Sicherheits-Features
Obwohl der Einstiegspreis gleich geblieben ist, sind Seitenairbags jetzt genauso Serie wie ESP und die Isofix-Kindersitzbefestigung im Fond. Dem Komfortbedürfnis wurde mit der nun auch in der Basisversion erhältlichen Servolenkung Rechnung getragen. Praktische Anforderungen erfüllt eine nun geteilt umlegbare Rücksitzbank. Der Kofferraum ist mit 320 bis 1.200 Litern Volumen für die Erfordernisse des Alltags bestens dimensioniert.

Komfortables Fahrwerk, schlechte Sitze
Einen guten Eindruck macht der Sandero auch in Fahrt. Das Fahrwerk ist komfortabel und zeigt höchstens in schnellen Kurven leichte schwächen. Die Lenkung agiert durchaus präzise und auch die Verzögerung gibt trotz der Trommelbremsen in der Hinterachse wenig Anlass zur Beanstandung. Einzig echter Kritikpunkt sind die zierlichen und weichen Sitze, die überhaupt keinen Seitenhalt bieten. Hier sollte Dacia schnell nachbessern.

Kampfpreise
Ab sofort ist der Sandero zum Kampfpreis vom 7.490 Euro im Handel. Mit dem neuen TCe-90-Benziner kommt der Franko-Rumäne auf 8.990 Euro. in voller Ausstattung (Lauréate) kommt der Dacia Sandero auf etwas über 13.000 Euro. Dort fängt die (deutsche) Konkurrenz erst an. Gegen geringen Aufpreis gibt es das gelungene Multimedia-System mit Touchscreen und Navi, das wir bereits aus dem Lodgy kennen.

>>>Nachlesen: Dacia Lodgy im Alltagsgtest

Technische Daten
Motoren: 2 Benziner mit 75 oder 90 PS; 2 Diesel mit 75 oder 90 PS
Abmessungen: 4,06 x 1,73 x 1,52 m (L x B x H); Gewicht: ab 1.016 kg
Preis: Einstiegsmodell um 7.490 Euro