Premium-Mittelklasse

Der Mercedes C 220 CDI im Test

Der 170 PS starke Diesel begnügte sich im Test mit 6,5 Litern auf 100 km.

Deutsche Premium-Autos mögen vielleicht beim Hybridantrieb noch Nachholbedarf haben, konventionell befeuert haben viele von ihnen in den vergangenen ein bis zwei Jahren bei der Treibstoffeffizienz aber gewaltig aufgeholt. Auch bei Mercedes kann man die Zusatzbezeichnung "BlueEFFICIENCY" jetzt durchaus ernst nehmen.

© TZ ÖSTERREICH/Singer Chris
Der Mercedes C 220 CDI im Test
× Der Mercedes C 220 CDI im Test

Am Heck ist das Facelift nahezu spurlos vorübergegangen. Bild: (c) TZ ÖSTERREICH/Singer

Gleicher Hubraum in vier Leistungsstufen abrufbar
Das zeigt sich am Beispiel der Einstiegsmodellreihe ins Mercedes-Limousinen-Vergnügen, der C-Klasse . Diese wurde heuer umfangreich überarbeitet und kämpft mit dem Audi A4 und dem 3er BMW um die Gunst der Premiumkunden in der Mittelklasse. Das Quartett der Vierzylinder-Turbodiesel mit Common-Rail-Technik – vom 180 CDI bis zum 250 CDI – hat immer 2.143 ccm Hubraum. Das Leistungsspektrum reicht von 120 bis 204 PS. Wir testeten die zweitstärkste Variante mit 170 PS, genannt 220 CDI.

Schon das Datenblatt verspricht Sparsamkeit. Den kombinierten Normverbrauch von maximal 5,1 Litern Diesel auf 100 Kilometer haben wir zwar nicht geschafft. Aber generell gilt für diese Angaben ja, dass sie unter Laborbedingungen ermittelt werden. Wenn in der Praxis für dieses Auto aber nicht mehr als 6,5 Liter rausschauen, ist das immer noch ein toller Wert.

Motorische Effizienz ohne Abstriche beim Fahrspaß
Denn mit seinen 170 PS ist das Auto alles andere als untermotorisiert. 8,4 Sekunden von null auf Hundert und eine Spitze von 232 km/h sind ohne Zweifel mehr als passabel. Effizienz muss keine Spaßbremse sein. Zumal auch das Fahrwerk so ausgelegt ist, dass es gerne mal auf kurvigen Strecken zum Einsatz gebracht wird, ohne jedoch unkomfortabel zu sein.

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Der Mercedes C 220 CDI im Test
× Der Mercedes C 220 CDI im Test

Innen blieb nahezu kein Stein auf dem anderen. Bild: (c) TZ ÖSTERREICH/Singer

Außen und innen wurde die C-Klasse nachgeschärft
Mit dem Facelift im heurigen Jahr hat die C-Klasse zudem nicht nur sparsamere Antriebe erhalten, sondern auch außen und innen deutlich zugelegt. Die komplett neue Frontpartie ist dank der neuen Scheinwerfer etwas dynamischer als beim Vorgänger, am Heck sind die Unterschiede nur marginal.Dafürwird Mercedes innen jetzt seinem Premium-Anspruch gerecht - hochwertige Materialien treffen auf eine ebensolche Verarbeitung. Das Cockpit trifft durchaus auch den Geschmack jüngerer Fahrer, ohne ältere zu irritieren. Nur der Preis ist halt - wenn auch berechtigt - ebenfalls Premium. (plf)

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Technische Daten
2,1 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel mit 170 PS und 400 Nm Drehmoment
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 8,4 Sekunden; Spitze: 232 km/h
Abmessungen: 4,56 x 1,77 x 1,44 m (L x B x H); Leergewicht: 1.600 kg
Normverbrauch: 5,1 Liter auf 100 km
Preise: C220 CDI ab 38.380 Euro; Testwagen 49.183 Euro

Diashow: Mercedes C-Klasse 2011

An der Front ist die "neue" C-Klasse sofort zu erkennen. Weit nach hinten reichende Scheinwerfer und die großen Lufteinlässe sorgen für mehr Sportlichkeit.

Am Heck fallen die Änderungen sowohl beim Kombi,...

...als auch bei der Limousine deutlich geringer aus.

Auch die Seitenansicht unterscheidet sich nur in kleinen Details vom aktuellen Modell.

Im Cockpit blieb nahezu kein Stein auf dem anderen. Neue Materialien, feststehender Monitor und eine übersichtliche Mittelkonsole sorgen für besseres Wohlbefinden.

Auf Wunsch stehen dem Fahrer bis zu zehn neue Assistenzsysteme zur Verfügung.

Bei den Motoren erweist sich der 170 PS-starke C220 CDI mit einem Normverbrauch von 4,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer als besonders sparsam.